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My big brother Diablo

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pTReborN

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10 Dezember 2005
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Vorwort: Dies ist das „My big brother Diablo camp“, welches Wahnsinnige jeder Art für voraussichtlich 7 Wochen besuchen werden. Nach jeder vergangenen Woche wird vom Publikum gewählt wer das Lager verlassen muss.
Leute, die in Duellen verlieren, müssen 1Woche im Blutmoor unter schlechtesten Bedingungen verbringen, die anderen können es sich in Akaras Zelt gemütlich machen. Sobald die Woche rum und jemand ausgeschieden ist, gibt es ein neues Duell um den Platz der Reichen und der Armen zu bestimmen.

Zu den Duellen: Damit es nicht heißt ich würde Leute bevorzugen, wer aus dem Lager für die Woche muss und wer drin schlafen darf, bestimm ich per Zufallsprinzip. (Münze oder Würfel)
Zur Ausscheidung: Ihr schreibt mir innerhalb von 24 Stunden per PM wer ausscheiden soll, der Mehrheitsbeschluss besteht.
Zum Schreiben: Ich weiß nicht ob ich wöchentlich oder täglich oder zweitäglich poste, habe seit ein paar Wochen nicht allzu viel Zeit.
Anregungen: Wer ein paar Ideen hat kann mir einfach eine Pm schicken, vielleicht werden ein paar Ideen verwertet.

Und nun genug der Vorrede, es kann losgehen!

My big brother Diablo

1.Akt: Eintreffen der Bewohner

"Aus 196 Leuten, die sich für dieses außerordentliche Spektakel beworben haben, wurden nun 8 ausgewählt.
Wir werden sie nun willkommenheißen!
Zu meiner rechten steht der erste Kandidat, mit dem Namen Pardellio, von Beruf Paladin!
Zu meiner linken Babbors, der muskelbepackte Barbar!
Links neben Babbors haben wir Kathrin, die wunderschöne Amazone!
Zur Rechten Pardellios, haben wir die elegante Dame Sarah in schwarzem Gewand, deren Beruf so manch einen vom Stuhl fegen wird, sie ist eine Assassine!
Nun werden wir den coolen Druiden kennen lernen, seine Heimat ist das kühle Russland, begrüßen sie mit mir Dudulov!
Manche werden schon auf Friedhöfen das Vergnügen mit ihm gehabt haben, Narzgho der Nekromant!
Ihre reizende Stimme klingt wie das flüstern des sanften Todes, haben sie ein Auge auf das schönste Geschöpf dass die Welt je gesehen hat, die wundervolle Zauberin Sandy!
Und nun unser allerletzter Bewohner, dieses Camps, ein ganz herzlichen Applaus für... Scott, den ... Schinder! Genier dich nicht Scott, komm ruhig hinter den Bäumen hervor! Er kommt aus dem Schinderdschungel in der nähe von Kurast, und ist wohl etwas ängstlich. So... nun kann die Show also beginnen!"

2.Akt: Die erste Nacht im Camp

Die Dunkelheit ist nun schon angebrochen, sodass unsere kleine Mannschaft sich Decken für die Nachtruhe zurecht legt. Die Männer schlafen in einem kleinen Zelt des westlichen Teils des Lagers, dass eher einem kleinen Geschäft ähnelt, die Frauen machen es sich in einem etwas geräumigeren Zelt im Osten des Lagers über einer kleinen Brücke gemütlich. Scott bevorzugt es aber tagsüber zu schlafen und macht einen kleinen Rundgang. Mit seinen Nachtgewöhnten Augen streift er durch die fast vollkommene Dunkelheit. Gegen den Uhrzeigersinn startet er nun bei der Brücke, am Frauenzelt angelangt, hört er ein Flüstern. Die Frauenfraktion scheint noch nicht zu schlafen und unterhält sich leise, aber dieses Thema interessiert ihn nicht, so geht er einfach weiter. Wenige Meter vor ihm ist ein Viereck mit einem Kreis in der Mitte, der wiederum durchkreuzt ist und von schwachen blauen Feuern verziert wird. Der Boden ist matschig, so dass Scott ein wenig ins rutschen kommt und gegen ein weiteres großes, weißes Zelt stürzt. Ein wenig fluchend geht er voran, nun etwas langsamer, aber dennoch brennend interessiert was in diesem Zelt wohl sein könnte. Er öffnet die Luke ins Zelt und sieht sich vor einer großen Ansammlung guten Essens, also ist es das Vorratslager. Er verdreht die Augen und tappst weiter durch die Dunkelheit. Zu seiner Überraschung sieht er eine kleine Werkstatt, die zu einer Küche umfunktioniert zu sein scheint. Das Lager - wie ich das Camp von nun an immer nennen werde – ist von einem großen Wall umgeben, der in dem weiter unten gelegenen Teil grob mit Steinen versehen ist, und in einer Spitz zulaufenden Holzkonstruktion mündet. Weiter Richtung Südwesten liegt der Schlafplatz der Männer, in ihm herrscht allerdings eine Stille, deren Vollkommenheit nur von dem Schnarchen des Druiden Dudulov gebrochen wird. Am südlichen Ende des Lagers angelangt, erwartet Scott ein fürchterlicher Geruch: Es riecht unverkennbar nach Kuhmist. Dem Anschein nach haben hier vor kurzer Zeit noch ein paar Kühe ihr Unwesen getrieben. Sonst nur ein paar leerstehende Zelte. Die Brücke ist nun wieder zu sehen und so schreitet Scott in die Mitte seiner neuen vorrübergehenden Wohnstätte, wo er eine Feuerstelle entdeckt. Da er jetzt nichts mehr zu tun hat, und sich an den Tag-/Nacht Rhythmus der anderen gewöhnen muss, legt er sich in einem der leeren Zelte Schlafen. Noch wenige Male blinzelt er und fällt dann auf der Stelle in einen für Schinder gewöhnlichen unruhigen Schlaf

Unterdessen im Zelt der Männer: Niemand hat Lust ein Wort zu wechseln, da sie viel zu müde sind und schlafen sofort ein.

Im Schlafgemach der Frauen jedoch denkt niemand auch nur ans Schlafen: „Und er hat wirklich nein gesagt?!“
„Ja, leider... Ich sei ihm zu brutal. Und kurz später habe ich diesen Hund dann mit meiner Freundin Charlotte rummachen sehen, das haben beide nie wieder vergessen.“ Sagt Kathrin niedergeschlagen. „Ach, mach dir nichts draus... Diese Männer sind doch eh alle gleich, denken immer nur an Sex und starren dir nur ständig an bestimmte Stellen. Ich hatte mal einen, der hieß Michael und schon nachdem wir zwei Tage zusammen waren wollte er mich ins Bett kriegen. Ich gab ihm eine Ohrfeige und habe es nie wieder bereut ihn los zu sein.“ Meint Sandy aufmunternd. „Aber er war anders...“ „Das hätte sich nach ein paar Tagen geändert, Kathrin. Merken die erst einmal dass man sie wirklich liebt dann stürzen sie sich kopfüber auf dich.“ Tröstet Sarah sie. „Vielleicht hast du Recht, ich sollte versuchen nicht mehr an ihn zu denken. Aber ich glaube ich werde ihn nie wieder vergessen können.“ Kathrin wischt sich eine Träne aus dem Gesicht. „Wein wenn es dir dann besser geht, aber merke dir eins: Männer sind es nicht wert ihretwegen deprimiert zu sein.“ Erklärt Sarah Naserümpfend. „Vielleicht hast du Recht, vielleicht.“ Stimmt Kathrin ihr unsicher zu. „Lass uns schlafen, sonst sind wir morgen nicht fit genug diesen Männern eine zu verpassen, wenn sie sich an uns wagen“ belustigt blickt Sandy in die Runde. „Die könnte ich sogar Ohnmächtig noch niederstrecken“ Damit schließt Sarah das Gespräch. Wenige Stunden später schlafen alle drei dann auch.

3.Akt: Das erste Duell.

Mit dem Anbruch der Sonne, beginnen die Bewohner sich langsam zu regen. Heute wird ihr erster Tag im Lager und somit wird auch das erste Duell stattfinden. Heute also entscheidet sich wer eine Woche im Blutmoor zu nächtigen hat und wem die Gunst des Lagers zusteht. Nachdem nun alle aus den Schlafstätten gekrochen sind und die Zirpen ihren freudigen Gesang weiter durch das Lager hallen lassen, ist nicht ein Anflug von Spannung in den Gesichtern der Einwohner geschrieben. Nein, viel eher wirken sie gelangweilt, als ob das alles nur eine einfache Art Spiel sei, ein Spiel das keinen Einfluss auf ihr Leben nehmen wird. Doch wer das Lager als Sieger verlässt, wird nie endenden Ruhm ernten und mit Gold überhäuft sein. Zurück zum Lager. Wie geplant haben sich alle Leute in der Mitte des Lagers um die Feuerstelle aufgestellt. Der Moderator gesellt sich zu der munteren Runde. „Meine sehr geehrten Damen und Herren und ... Schinder...“ ruft Madawc laut. „Schrei nicht so, auch wenn du das gerne machst!“ „Eure Aufgabe wird eine spezielle, kraftzehrende sein. Zückt die Messer, entfacht ein Feuer und beginnt mit dem Schlachtwerk. Ja, Ihr habt richtig gehört, es wird ein Kochduell sein!“ „Und was genau sollen wir kochen?“ Die Frage kam von Sarah. „Was ihr wollt, es bleibt euch überlassen. Nur müsst ihr es selber jagen oder sammeln, das Essen aus der Vorratskammer zu benutzen ist strengstens verboten. Meine beiden Brüder und ich werden davon kosten und bestimmen wer das Lager verlassen muss. Ihr habt genau 3Stunden Zeit. Ja, Narzgho?“ Nun spricht Narzgho, der sich schon die ganze Zeit aufmerksam zu machen versucht. „Darf mein Golem für mich kochen?“ „Klar, Hauptsache wir Leben nach der Probe auch noch ohne Gegengift Elixiere. Lasst das Duell, beginnen!“

Scott, den Fluss im Blick fest umgriffen, zieht sein Blasrohr und seinen Dolch aus der Tasche und macht sich daran Fische zu fangen. Er zieht seine vergifteten Pfeile aus der Tasche, und will gerade einen Schatten unter der Wasseroberfläche ausfindig machen, als er gerade noch bemerkt dass verpestete Fische sich nicht gut zum Essen eignen. So befüllt er sein totbringendes Geschütz mit einer einfachen Sorte von Geschossen. Da! Direkt unter der Oberfläche ist ein silbriges schimmern auszumachen. Ein Präziser Schuss und das Geschöpf bewegt sich nur noch kurz und erschlafft dann vollends. Nachdem er sechs Fische ihres natürlichen Lebensraumes entrissen hat, nimmt er sie mit geschickter Hand aus. Nun heißt es Kräuter sammeln. Wo können Kräuter und Pilze wachsen? In seine Heimat kann er nicht zurück, jetzt noch nicht. Also muss er es im Dunkelwald, nicht weit von hier versuchen. So rast er davon in die unendlichen weiten der Wildnis. Auf dem Weg sieht er ein paar Wesen, die ihm reichlich primitiv erscheinen, da sie ständig nur „Rakanischu“ oder „Corlenzo“ rufen, doch sie greifen ihn nicht an. Ein Versuch mit ihnen zu reden kann ja nicht schaden. „An welchem Ort finde ich die besten Kräuter, Kameraden?“ „Im Feld der Steine, Beherrscher des Dschungels!“ Mit einem Dank an die gewonnenen Freunde zieht er ab, in Richtung Feld der Steine. Wie er den Weg kennt, ist ein Rätsel, vielleicht Instinkt, vielleicht Maphack. Auf dem Pfad lauernd, entdeckt er eine Dame, die der Jägerinnen Kleidung besitzt. Ohne eine Warnung beginnt sie mit Pfeilen auf ihn zu schießen. Scott lässt sich das nicht gefallen, und setzt sie mit einem Betäubungspfeil außer Gefecht. Bis zum Feld der Steine geschieht nichts besonderes, doch auf dem Rückweg gibt es kleinere Probleme. Als er sich, die Kräuter in der linken Hand verborgen, einen Weg durch die Gräser der kalten Ebene bahnt, erkennt er eine der Gestalten von vorhin. Doch diese ist anders. Um sie herum stehen Horden von Wesen, die dieses Wesen mit einer Haut von strahlendem Orange anbeten. „Sachen gibt’s“, denkt sich Scott und will ohne einen weiteren Blick weiterziehen, doch einer seiner Freunde packt in heftig an der Schulter. „Wohin des Weges, mein Freund? Du darfst hier nur passieren, wenn unser Führer Bischibosch dir seinen Segen gibt.“ „Mein Freund“, erwidert Scott mit ruhiger Stimme „Ich will nur zurück in das Lager, zudem bin ich Diener eines Höheren. Der einzige der mir auf dieser Welt seinen Segen gibt, ist unser Hexendoktor.“ „Gut gesprochen, du der du dem Volk der Waldesherrscher Angehöriger bist. Noch dieses eine Mal darfst du passieren, doch das nächste mal, so sei es Corlenzos und mein Wille, werden wir dich deines Herzens entreißen.“ So geht Scott, um eine Erfahrung reicher ins Lager zurück, um mit dem Kochen zu beginnen.

Zurück zu einem anderen Teil der Gruppe, zu Pardellio. Pardellio, der früher ein leider schlecht besuchtes Wirtshaus führte, kennt sich natürlich bestens mit dem Kochen aus. Jedoch, von Faulheit übermannt, schleicht er in das Vorratslager, vorbei ein Talic und Korlic, die viel zu beschäftigt sind Scott bei Fischen zuzuschauen. In der Vorratskammer ist es ungewohnt dunkel und die Luft ist von der benötigten Trockenheit erfüllt, die auch Pardellios Kehle inzwischen disziplinierte. Es soll ihn wohl vom Stehlen abhalten, was es jedoch nicht schafft. Doch hartnäckig kriecht die Trockenheit näher und breitet sich unangenehm in seiner Mundhöhle aus. Das bisschen Licht, das durch die Zeltwand hereinstrahlt, weist ihm jedoch sachte den Weg. Ohne Hast huscht er in der Kammer umher und erbeutet erst ein paar Äpfel. Als er sich zur nächsten Kiste aufmacht, prallt er hart gegen irgendetwas. Wohl eine Kiste, berichtete ihm sein Denkapparat. Uninteressiert läuft er weiter, starren Blickes Richtung Osten. Gerade greift er sachte um sich blickend nach den, wie es schien, Hühnereiern, als ihn eine Stimme erschaudern lässt. Zugleich packt eine Hand mit übermenschlicher Kraft gewaltig seinen Ellenbogen. „Disqualifiziert aufgrund des versuchten Betruges. Das heißt für dich: Draußen schlafen!“ Der Besiegte lässt matt die Schulter hängen und fügt sich seinem Schicksal widerstandslos.

Babbos, der seines Geburtsortes entsprechend des Jagens Herr ist, ist nicht bemüht die hier beheimateten Tiere und Wesen zu erlegen. Zu diesem Werk ist ihm sein Schwert immer zur Stelle und seine Axt ein treuer Freund.
Begonnen beim Kaninchenjagen, vollführt er sein Werk auch bei Wild. Ein sauberer Hieb durch den Hals eines Rehs, und die Beute wächst um eine gewaltige Menge an. Des Jagens müde geworden, tritt er seinen Rückweg ins Lager an. Zielstrebig läuft er mit schnellen Schritten gen Lager, wobei er da und dort ein paar Kräuter und Büsche untersucht und auch fündig wird. Nun muss er nur noch ein leichtes Feuer entfachen und die Beute braten, sowie mit den gesammelten Pflanzen zu würzen um den Geschmack auf eine höhere Vollkommenheit zu treiben. Früher hat er seine Speisen auch alleine aufgetrieben. Mit einem kleinen Fächer stößt er dem Feuer selten einen schwachen Windhauch zu, damit dass Feuer nie zu stark oder zu schwach sei. Doch ob die drei Geschwister den gleichen Gerichten Zusage leisten, denen auch er verfallen ist? Wartenden Blickes erhebt er sich, des Sehens der Reisen der anderen bewilligt.

Narzgho, sucht inzwischen verzweifelt nach einem Nagel oder etwas entsprechendem. Nur ein Nagel... Wozu er diese benötigt, liegt auf der Hand. Nur dieser Gegenstand nicht, was ihm ein großes Ärgernis bereitet. Dann kommt es ihm in den Sinn, und leise seinen schläfrigen Denkgang verfluchend, die einstige Schmiede aufzusuchen. Dort findet er das Objekt seiner Begierde. Ein Hammer brüchigen Zustands hat von einer Ecke des Schrankes Besitz ergriffen. Seines Fundes erfreut greift er nach dem Gerät und wirft es auf den Boden nahe der Schmiede, als ob es eines weiteren Blickes nicht würdig sei. Grinsend hebt er seine Hand genau in Richtung des Hammers, und wie eine Explosion wird der Gegenstand mit rasender Geschwindigkeit seiner Ursprungsform beraubt. Etwas mannshohes, silbernes entsteht. Wie flüssiges Metall verzieht sich diese Gestalt und Arme und Beine bilden sich aus diesem Körper, der schon fast Menschengestalt annimmt. Wimpernschläge später steht dort eine Kreatur, dass jedoch nur wenig Ähnlichkeit zu einem Menschen besitzt. Wie eine zu klein geratene Urgewalt stemmt er sich vom Boden. Sein Rücken ist von herausragenden Waffen flankiert, seine rechte Pranke läuft zu einer Waffe zusammen. Ein Eisengolem. Plötzlich öffnet Narzgho wieder seine Hand und ein Strom strahlend weißen Feuers sprießt heraus. Ein Schädel entsteht, von weißem Feuer umgeben und schießt aus dem Lager. Narzgho lehnt sich gegen die Wand und gähnt unverhohlen. Wie er gerade sich daran gemacht hat sein Geschöpf zu kraulen, kommt der fliegende Totenkopf mit Hasen und Pilzen im scharf bezahnten Maul wieder. Diese Beute gibt es an den Golem weiter und es entschwindet. Während der Eisenkoloss sich zum Fluss begibt, weiß Narzgho schon, dass er nun nichts mehr zu tun hat.

Dudulov unterdessen, begibt sich munter auf die Suche nach allen möglichen Pflanzen. Tiere jagt er nicht, er ist vegetarischer Veranlagung und freundlicher Einstellung zu Tieren. Jedem verwundeten Tier hilft er, keines hat er je verletzt. Er trägt nur eine kurze Hose, ein kurzes Hemd und darüber keine Rüstung. In seiner Heimat ist es kalt, sodass er das Wetter hier als ein Warmes empfindet. Auf dem Weg trifft er einen weisen, alten Hasen. „Sei gegrüßt! Wo treffe ich die besten Kräuter und die beste Pflanzenkost an, die es hier in der Nähe gibt?“ „Aldurs Segen sei mit dir, großer Dudulov. Überall spricht man schon davon dass Sie in dieses Land eingekehrt sind. Ist es wirklich nur dieses Wettbewerbes wegen?“ „Ich muss dich wohl enttäuschen; ja es ist nur dieser Wettbewerb“ „Schade, aber falls du Zeit findest... Wir werden von einer verrückt gewordenen Rasse bedroht, den „Gefallenen“ wie sie sich zu nennen Pflegen. Wöchentlich müssen wir ein Mitglied unseres Stammes ihnen opfern, sonst fallen sie unseren ganzen Stamm an. Ich spreche im Namen des Volkes, jedoch kann ich dich nicht zwingen uns zu helfen, nur bitten.“ „Ich werde sehen was ich veranlassen kann. Jedoch zurück zu meiner Frage.“ „Das beste gibt es im Tamo-Hochland, ich werde dir eine Abkürzung dorthin weisen.“ So wandert der Druide durch eine kleine Baumgruppe, in einem abgezäunten Gebiet. Die Bären und Wölfe braucht er nicht zu fürchten, jedes Tier liebt ihn, so wie er jedes Tier liebt. In der Ferne stehen merkwürdige Gerippe, mit Bögen und Flammenden Händen. Da er ihnen nicht den Weg zu kreuzen wagt, schleicht er sich von Stein zu Stein, von Baum zu Baum, bis sein Lederbeutel, in dem er Heilkräuter zu tragen pflegt, prall ist. Des selben Weges spaziert er zurück, den er auch gekommen war. Er fährt herum als seine Augen ihm ein dramatisches Schauspiel vortragen. In einer düsteren Ecke sitzt zusammengekauert zitternd sein kleiner, alter Freund, und auf ihn zu kommt ein flammender Geist. Mit seiner Sichel, die er immer bei sich trägt, versucht er dieses Feuer zu zertrennen, doch die Klinge fährt geradewegs hindurch. Von Wut umfasst greift er den Hasen, und rennt in fest umschlungen in Richtung Lager. Das Flammenwesen rast hinter ihm her, stößt ihn um und stößt seine grauenerfüllenden Zähne in den Hasen. Voller Trauer und mit Erde beschmutzt kehrt Dudulov ins Lager ein. Seine Beute verarbeitet er zu einer vegetarischen Kost, die ihm von seinem Meister gelehrt wurde. Von dem Geist jedoch sieht er nichts mehr.

Kathrin hingegen, hat ganz andere Probleme: Sie kann nicht Kochen. In der Regel ernährt sie sich von Ananas und Kokosnüssen, da sie von einer fernen, uns unbekannten Insel stammt. So beobachtet sie die anderen, wie sie schon am Grillen sind, als ihr eine Idee kommt. Gewandt schnitzt sie aus einem Holzstab den sie aus dem Zelt geklaut hat, einen wundervollen Wurfspieß. Das Geschick mit dem sie dies anfertigt zeugt von langem Training und geschulten Bewegungen. Auf diesem Gebiet kann ihr wohl niemand das Wasser reichen und da sie nun fertig ist, macht sie sich auf die Jagd nach etwas das zumindest essbar aussieht. In den Büschen bewegt sich etwas und ihr Speer sirrt mit unglaublicher Genauigkeit auf das Ziel zu, doch der Speer ist nicht des Treffens bewilligt. So zieht sie das Geschoss aus der Erde und zieht langsam schleichend wieder los. Unter ihren Füßen knacken vereinzelt Äste, doch das Laub federt ihre Schritte. Nichts würde sie kommen hören, niemand würde ihre Anwesenheit Spüren. Außer Sarah, die eben auf dieses Gebiet spezialisiert ist und selbst in Harrogath noch zu Boden prasselnde Reiskörner hört. Sie macht ein kleines Wesen in ihrer Nähe ausfindig und pirscht sich mit unnatürlicher Vorsicht an es heran. Das Geschöpf kann Kämpfen da es ein Schwert trägt, schießt es ihr durch den Kopf. Sie wird noch vorsichtiger. Sie ist keine zwei Meter von dem Ziel entfernt, als es herumfährt und Kathrin erblickt. Sie stößt mit ihrem Speer zu doch das Wesen pariert mit dem Schwert. Nun hebt es den Speer mit der linken Klaue fest umgriffen, wobei der Schwertarm nach vorne stößt und sie nur durch eine schnelle Drehung von ihr knapp verfehlt. Noch als das Schwert die Luft scharf zerschneidet, zeichnet sie mit ihrem Bein hart einen Halbkreis, der auf dem Kopf der Kreatur endet. Ein dumpfes Geräusch ertönt und es fällt zu Boden. Nur bewusstlos, aber so kann Kathrin es frisch ins Lager transportieren.

Sarah, die erst sehr lange Zeit den Platz unter einem Baum beanspruchte, sieht wie Scott mit Fischen in der Hand zurückkehrt und beschließt es ihm gleich zu machen. Sie schärft ihre beiden Klauen, die sie schon lange nicht mehr benutzen durfte, da ihr niemand einen Auftrag gab. Deshalb macht sie auch bei dieser Show mit, um allen zu zeigen wie gut sie ist und um des Vertreibens der Langeweile Willen. Ja, ihre Klauen... Ihre einzigen wahren Freunde, in den harten Zeiten als sie noch Politiker und wichtige Personen für Geld ins Gras beißen ließ. Waren das herrliche Zeiten... „Keine Zeit zum träumen!“ befiehlt sie sich selber „Du musst jetzt etwas tun!“ Harten Schrittes nähert sie sich dem Fluss. Mit den Füßen den Boden behutsam abtastend, begibt sie sich ins kühle Nass. Blitzschnell sirren ihre Klingen durch das Wasser und tatsächlich spießt sie einen Fisch auf. Als sie gerade ausholt um den nächsten Fisch zu fangen...

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Doch nicht nur Sarah sieht Scott, auch Sandy war noch nicht sicher was sie kochen soll, bis jetzt. Scott mit Fischen und Kräutern? Das kann ja nicht so schwer sein, wenn es sogar Schinder fertig bekommen. Doch für körperliche Anstrengung ist sie einfach nicht Geschaffen und so legt sie sich in Überlegungen versunken in das weiche Gras. Angenehm streichelt es über ihre zarten Wangen, und sie glaubt sich gerade beim einschlafen, als ihr einfällt dass sie etwas zu tun hat. Da draußen schlafen? „Nie im Leben!“ Im Blutmoor gab es Kreaturen, die nur darauf warten eine anmutige Gestalt wie sie in die Finger zu bekommen. Außerdem musste sie sich dann anstrengen, was für sie nicht in Frage kommt. Doch um alles noch schlimmer zu machen: Sie müsste im Fluss baden! Der ist schmutzig und wimmelt nur so von Tieren. Igitt! Zu lange überlegt sie schon und wieder erwischt sie sich beim eindösen. „Nein, im Lager kann ich faulenzen! Nie werde ich da rausgehen, nicht solange ich etwas dagegen tun kann!“ flüstert sie sich zu. Nun zieht auch sie los um Fische zu fangen und zieht zur gleichen Zeit los, wie Sarah. Doch sehen sich die beiden nicht, da die Brücke frech den Weg verstellt. Jedoch gibt es einen wahrhaft großen Unterschied zwischen Zauberinnen und Assassinnen. Während sich Sarah schlicht ins seichte Gewässer begibt und die Fische mit ihren Klauen aus dem Wasser holt, hat Sandy wirklich keine Lust auch nur einen Finger für dieses Duell krumm zu machen, oder auch nur einen Teil ihres Körpers beschmutzt zu sehen. Warum auch? Sie muss doch nur einfach einen Blitz in das Wasser jagen. Nichts einfacher als das. Sandy holt mit ihrer oft geprobten Telekinese einen Fisch nach dem anderen aus dem Wasser, wie von unsichtbaren Fäden geleitet. Die schwache Strömung treibt die gegrillten Wasserwesen an sie heran, als sie unter der Brücke einen riesigen Schatten auf sie zukommen sieht. Das muss ein gewaltiger Brocken sein, ein Barbe vielleicht? Oder ein Karpfen? Doch der Schatten sieht noch viel riesenhafter, ja unnatürlicher aus. Kein Fisch der in so einem Gewässer sein Leben verbringt kann solche Ausmaße erreichen. Und als sie dann den Schatten identifizieren kann, stockt ihr der Atem. „Bei Tal Rasha und allen großen Übeln, ich will dies nicht zur Kenntnis genommen haben!“ Ein Fisch bleibt auf halber Strecke hängen und klatscht auf die Erde. Es ist Sarah. Madawc der nun schon Pardellio disqualifiziert hat, steht kopfschüttelnd hinter Sandy. „Sie lebt noch, doch... Disqualifiziert aufgrund von Körperverletzung und vielleicht Mordversuchs! Für dich auch: Der Blutmoor sucht noch eine Reinemachefrau.“ Verzweifelten Blickes steht sie da und flucht in sich hinein.

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„Nun kommen wir zur Entscheidung des Duells. Wir werden von diesen Gerichten kosten, doch zuvor ein paar Worte, denn zwei Leute sind schon im Vorfeld ausgeschieden. Pardellio erwischten wir bei der Ausführung etwas wahrhaft unedlen, dem Raub. Damit hat er nicht nur gegen unsere Regeln verstoßen, sondern auch gegen den Ehrenkodex der Paladine. Wir dachten, es könne nicht schlimmer werden, doch Sandy zeigte uns, ob wissentlich oder nicht, dass wir nicht Recht behalten sollten. Sie verübte einen Mordanschlag auf Sarah und muss somit auch ins Blutmoor. Sarah hingegen darf aufgrund schwerer Verletzungen und als Entschädigung im Lager bleiben. Zurzeit wird sie von unserer Ärztin Akara behandelt. Und jetzt werden ich und meine Brüder die Gerichte Dudulovs, Narzghos, Babbos, Scotts und Kathrins erproben, in eben dieser Reihenfolge.“ Fasst Korlic zusammen.

Alle tragen ihre Speisen vor, doch in richtiger Reihenfolge stellen sie sie vor die Tester. „Wie nennt sich dieses Gericht, Dudulov?“ „Hurricanegemüse“ Sie essen auf und starren ihn grimmigen Blickes an. „Der Nächste, wie nennt sich dieses Gericht?“ „Hasenbraten in Petersiliensuppe“ Wieder essen sie komplett auf und bitten Babbos heran. „Rehbraten“ sagt er schlicht, auch ohne dazu aufgefordert zu sein. Nachdem sie die Mal wieder beendet haben, rufen sie Scott zu sich. „Kräuterfischfilet“ „Endlich mal etwas, das sich nach einer Delikatesse anhört!“ Sie verzehren vergnügt den Fisch und bitten Kathrin vor. „Was zur Hölle ist das“ Kathrin betrachtet ihre eigenen Füße und tuschelt dann nahezu lautlos: „Gefallener am Spieß.“

„Kommen wir zurück zu der Auswertung. Wir haben uns beraten und werden euch nun drei Sieger und zwei Verlierer vorstellen. Gewonnen hat mit Abstand: Scott! Ebenso hat gewonnen: Babbos, dessen Gericht zwar schlicht war aber gut geschmeckt hat. Verloren hat: Kathrin, deren Gericht nicht nur sehr einfach, sondern auch ungenießbar war. Nun haben wir nur noch einen Gewinner und einen Verlierer zu vergeben und Dudulov sowie Narzgho sind wohl sehr gespannt wer welchen Platz belegt. Doch das Urteil steht fest: Dudulov verliert. Es tut uns Leid dir dies mitzuteilen, aber vegetarische Gerichte liegen uns nicht, und somit wirst auch du eine Woche draußen schlafen. Zum Überblick die Sieger: Narzgho, Babbos, Sarah und Scott. Die Verlierer: Pardellio, Sandy, Kathrin und Dudulov. Eine schöne Zeit noch!“

4.Akt: Die Nacht der Ruhe und des Sturms.

Der Nachmittag ist ohne besondere Vorkommnisse vergangen und wieder wollen sich alle zu Bett begeben. Die Lager-Fraktion wie ich die Lagernächtigenden nun nennen werde, hat nichts zu beanstanden. Außer eine: Sarah. Sie leidet noch immer unter heftigen Schmerzen und kann sich kaum bewegen. Akara steht an ihrer Seite und bereitet ein Elixier zu, das ihr angeblich einen großen Teil des Schmerzes rauben soll. Warum war sie überhaupt in dieses Lager gegangen, ohne an die Konsequenzen zu denken? Lebte es sich zuhause nicht doch einfacher als hier, wo ständig irgendetwas seltsames geschieht? Was hatte sie da bloß geritten hinzugehen? Sollte sie Sandy nun hassen oder nicht? Fragen über Fragen und zu keiner fand sie eine vernünftige Antwort. Außer zu einer. „Trink, dann geht es dir bald besser, du wirst fühlen wie der Schmerz immer mehr nachlässt und dass nicht nur vorübergehend.“ Sarah trinkt es unter Schmerzen und verzieht den Mundwinkel. „Dieser Trank wurde von den Horadrim entwickelt und das Geheimnis wurde nur an den Stamm weitergegeben. Bis vor ungefähr zwanzig Jahren, als eine unterirdische Bibliothek gefunden wurde, die viele der alten Geheimnisse enthielt. Es war ein Kind, das sie zufällig entdeckte. Kathrins Schwester, Isabella. Als sie auf einem Berg gespielt hatte, muss sie wohl in eine dünne Erdspalte gestürzt sein. Als sie dann einen Tag nicht zurück kam hat man sich Sorgen gemacht und einen Amazonensuchtrupp losgeschickt, der sie dann auch vier Tage später gefunden hat. Tot, verdurstet. Sie hatte sich bei dem Sturz Knochenbrüche zugezogen und konnte sich nicht von der Stelle bewegen. Doch dort wo sie gelandet war, gab es eine unauffällig in die Mauer gehauene Tür. Dahinter fand man eine Bibliothek, größer als alle uns bekannten, prächtiger und mit mehr Wissen angehäuft als die Bibliothek von Alexandria. So breitete sich dann die alte Magie, Technik und Heilkunde über diese Welt aus, von der man glaubte sie sei verloren. Doch nun genug, du wirst schlafen wollen. Sobald es dir besser geht verlasse ich das Lager wieder.“ „Traurig und doch aufheiternd. Spannende Geschichte.“ Der Schmerz hat schon fast vollständig nachgelassen und so schläft Sarah ein. „Kind, Kind, was soll nur aus uns werden?“ Seufzt Akara.
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Derweil bastelt Scott sich aus dem Rad eines Holzkarrens der im Lager steht, eine Zielscheibe und stellt sie an die Ostseite seines Wohnzeltes. Die Langeweile umtreibt ihn und so will er mit dem Blasrohr zielen üben. Doch nach kurzer Zeit empfindet er das Verlangen sich bewegende Ziele zu suchen, da die Mitte der Zielscheibe durchlöchert ist. Tiere will er nicht aus Übungszwecken erlegen. Er schneidet einen hervorstehenden Teil der Zeltdecke ab und feuchtet sie mit Flusswasser an, um sie zu erhärten. Mit seinem Dolch bohrt er ein Loch in die Scheibe, durch das er den Deckenfetzen führt und festknotet. Er stapelt Kisten aufeinander um an den Zelthimmel zu kommen, wo er das andere Ende festbindet. Ein kleiner Schubs genügt und die Scheibe schwingt wie ein Pendel hin und her. Eine Weile lang übt er an diesem Gerät, bis auch er von Müdigkeit übermannt sich auf die bereitgelegte Decke legt. Das Rauschen der Blätter verschmilzt zu einer dunklen Symphonie.

Still, kaum fühlbar streichelt der Wind Babbos Klinge, die schwache Risse und Mängel aufweist. Im Lauf der Jahre ist so viel passiert. Schon als sein Meister noch lebte lag die Aura des Bösen über diesem Land, unspürbar für die normale Bevölkerung. Die Zeit bohrt sich durch alle Körper und hinterlässt Wunden, tiefer als Abgründe, gefährlicher als ein Schwert und unüberwindbarer als der Tod. Zeit... Davon hat auch immer sein Meister geredet. Würde er doch noch Leben... „Dann wäre ich nicht zu so einem Weichling verkommen und hier in diesem Lager gelandet. Ich bin ein Krieger, kein Prominenter den alle verfolgen. Wie konnte das alles geschehen? Der Fund der Bibliothek...!“ Als die Bibliothek gefunden wurde, verbreiteten sich die Zauber über das Land und somit auch jene die sie missbrauchen. „An diesem einen Tag, als unsere Burg auf der wir hausten und trainierten angegriffen wurde, von Dämonen, in fliegenden Kutschen gezogen von geflügelten Pferden. Vor der Burg die gewaltigste Armee aus Kreaturen, mit Schwertern, Bögen, Äxten und Magie. Hinter allen, auf einer Bahre ein Magier namens Karsoloon. Es war ein kurzer Kampf. Ich kann mich nicht an alles erinnern, ich war ungefähr zwölf. Wenige der Frauen und Kinder entkamen durch einen Fluchtweg der durch den Brunnen führte. Doch meine Eltern und meine Geschwister schafften es nicht mehr. Ganz auf mich allein gestellt trainierte ich weiter, bis ich keinen Feind mehr fand, der mir das Wasser reichen konnte. Ich musste früh feststellen, dass ich mit dieser Annahme falsch lag. Es gibt noch viele Feinde auf dieser Welt, ob menschlich oder nicht. Aber ein Ziel habe ich klar vor Augen. Ich muss meine Familie, ja, meinen ganzen Stamm rächen.“ Er spricht mit sich, als ob jemand zuhöre. Doch niemand hört ihm zu. Niemand will ihm zuhören. Noch immer hört er seine Familie schreien.
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Hat man ihn enttarnt? Wurde gesehen wie er die Tat verübt? Narzgho weiß es nicht, doch eins weiß er mit Gewissheit: Seine Lage ist aussichtslos, wie man es dreht oder wendet. Er wird verfolgt und die wütende Klinge greift ihn rücksichtslos aus der Dunkelheit an. Er rennt durch die Düsternis. Wohin? Er weiß es nicht, Hauptsache schnell weg, um der Waffe auszuweichen die ihn hasserfüllt verfolgt. Wird er hier je wieder lebend herauskommen? Wie von Geisterhand geführt rasselt das Schwert durch die Luft und zerschneidet sie brutal. Die Waffe ist schneller als er und er hat keinen Atem mehr. In einem letzten Impuls schleudert er einen Knochenspeer rücklings in die Luft und er hat Erfolg. Auch wenn er das totbringende Schwert nicht ganz von seiner Verfolgung abbringt, es bringt ihm ein wenig Zeit ein, die er zum Fliehen nutzen kann. Seine Beine wollen unter ihm nachgeben, doch er spornt sie dazu an, wenigstens noch kurz den Dienst zu erweisen. Hätte er doch das Lager nicht verlassen... Keuchend wirft er kurz den Blick zurück und sieht wie der metallische Gegenstand immer Näher rückt. Würde er wenigstens kurz auf dem Boden liegen, könnte er einen Golem daraus machen. Starr nach vorne schauend, erkennt er ein dichtes Baumgeflecht. Wieder wollen seine Beine nachgeben, doch nun weiß er dass er in ein paar Sekunden sicherer ist. Das glühende Metall ist schon so Nahe, dass es gnadenlos nach ihm aushiebt. Narzgho duckt sich unter den Schlägen hindurch und rutscht zwischen zwei Bäumen hindurch. Ein kurzer Blick zurück bestätigt ihm, dass die Klinge es nicht geschafft hat. Doch wohin jetzt? „Geist, erkundschafte den Weg!“ Wieder entspringt seiner Hand das geisterhafte Geschöpf und steigt in die Luft. „Wand, schütze mich!“ Vor ihm ragt steil eine Wand aus Knochen und Schädeln auf. Während er auf die Rückkehr seines Geistes wartet, begutachten ihn die leeren Augenhöhlen misstrauisch. Kalt und tot, aber der Geist der Besitzer wacht immer noch in ihnen. Eine Aura des Hasses umgibt das Gebilde, dass sogar Tiere nicht Wagen der Mauer näher zu kommen. Warum er nicht vorher schon eine Mauer aufgebaut hatte? Dieser Zauber kostet Zeit. Zeit die er nicht hatte. Er lehnt sich gegen einen Baum und redet mit den Toten. Die Vergangenheit holt ihn wieder ein. Eine Vergangenheit die er längst zu vergessen sucht. Doch was man vergessen will, bleibt ewig ins Gedächtnis gebrannt. „Nicht daran denken!“ Befiehlt er sich selbst. Ein leises flackern des Lichtes verrät ihm dass sein Geist die Gegend ausgekundschaftet hat. Er öffnet eine Luke in der Wand um ihn hereinzulassen. Durch das leichte Licht sieht er, wie auf dem Boden vor ihm der Säbel liegt. Leblos und ungefährlich funkelt er Narzgho an. Doch er will kein Risiko eingehen und wieder erschafft er aus dem kleinen Gegenstand eine Kreatur, gefährlicher und mächtiger als die Letzte. Diesmal gibt es auch mehr Material. Das flammende Geschöpf berichtet ihm von den Erfahrungen seiner Reise und so tritt er den Rückweg zum Lager an, ungestört und sicher. Innerlich lacht er seinen Verfolger aus, dem er mit Bravour entkommen ist.

Dudulov hat diese Nacht keine Probleme, aber die anderen haben Probleme mit ihm. Er schnarcht so markerschütternd auf, dass das Zelt wackelt. Wie kann er nur so einfach Schlafen da draußen? Doch was soll er denn schon fürchten, Tiere tun ihm nichts. Im Traum sieht er immer wieder die Flammengestalt vor sich. Sie verfolgt ihn.
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Kathrin und Pardellio, haben unter jammern und klagen Pardellios vereinbart, diese Nacht vor dem provisorisch angelegten Zelt zu wachen. Kathrins Augen funkeln wachsam durch das Dunkel, das sich wie ein Vorhang über den Ort gelegt hat. Sie fährt herum als sie ein metallisches Glitzern in der Luft entdeckt. Es schwingt hinter einem Schatten her, der sich in schneller, unregelmäßiger Bewegung hält. Ihre Augen blicken hinterher bis sie es die Sicht verlassen hat und sich somit als ungefährlich entpuppt. Der Beschäftigung nachgehend, an ihrem Speer zu schnitzen und ihn zu verfeinern, wird sie schnell müde. Doch sie ermahnt sich, nicht einzuschlafen und hält sich in Bewegung, ohne jedoch das Zelt aus dem Blick zu verlieren. Doch sie werden nicht angegriffen. Vielleicht schlafen die Kreaturen ja auch nachts? Eine Bewegung durchfährt die Nacht. Ein menschengroßer Schatten drückt sich aus der Schwärze und erhebt sich deutlich daraus. Es ist Sandy. Sie grüßt Kathrin knapp und begibt sich zornig in das Schlafgemach, das aus ein paar Ästen und Decken besteht.

Pardellio, der jedoch keine Lust hat Wache zu halten, stellt sich an eine andere Seite des „Zeltes“ und denkt nach. So viel ist in letzter Zeit passiert. Als er erwachsen wurde, eröffnete er ein kleines Gasthaus in einem abgelegenen Winkel Lut Gholeins. Doch als dann Atma kam und ebenfalls eine Gaststätte eröffnete, konnte er schließen. Mit einem wahnsinnigen Groll auf Atma, bezahlte er Radament dafür sie zu terrorisieren, ohne sich der Ausmaße bewusst zu sein. Mit einem gewaltigen Schock erfuhr er später von dem Schicksal der Familie und er zog sich zurück, weit weg von den Menschen. In Einsamkeit verbrachte er mehrere Jahre, bis er schließlich an Selbstmord dachte, jedoch wusste er dies in seinem Geiste zu verhindern. Doch er musste Abhilfe gegen solche Gedanken schaffen und so beschloss er dieser „Turniergruppe“ beizutreten und allen Bösen Gedanken vollends abzusagen. Durch das Schnarchen Dudulovs am Schlafen gehindert, wacht er die ganze Nacht vor dem Zelt.
--------------------------------------------------------------Update6---------------------------------------------------------------

„Nach diesem miesen Tag muss ich unbedingt Baden!“ Meint Sandy zu Kathrin. „Dann geh“ So geht Sandy zum Fluss, da es keine andere Möglichkeit gibt. In dieser Dunkelheit wird sie sowieso keiner sehen und so läuft sie nicht Gefahr bespannt zu werden. Auch wenn sie langsam glaubt dass in diesem Lager wohl alles möglich ist. Wäre sie doch zuhause geblieben. Nachdem sie sich ihrer Klamotten entledigt hat, schwimmt sie ein paar Runden durch das kühle Nass, das sie sanft umgibt. Das befreit nach all den Strapazen die Sinne. Selten hat sie sich so wohl gefühlt. Engelgleich lässt sie sich im ruhigen Gewässer treiben, ungestört und ohne jegliche Sorgen auf der Welt kennen zu wollen. Gerade glaubt sie sich beim einnicken, wird sie hochgeschreckt. Ein rascheln in den Büschen, ein Paar Augen streifen durch die Dunkelheit. „Verfolge den Angreifer, Klinge!“ schreit sie. Ein altes, rostiges Schwert, das sie für den Fall der Fälle mitgenommen hat, fliegt nun zielstrebig dem Opfer hinterher. Nach einer langen Hetzjagd, die sie leider nicht verfolgen kann, geht sie zurück zum Zelt. Hätte sie doch wenigstens gesehen wer es war...

Wird fortgesetzt...
 
Sympathie :top: :D

€: BUAHAHA ERSTER!!!
 
War ja anfangs etwas sketpisch was das jetzt soll, langsam checke ich aber das prinzip. Sehr originell, sehr interessant. Mach mal weiter.
 
RL BB war doof und ist auch gut das es fertig ist , aber des BB ist fun also weiter so :D :top:

PS: ein fauler pala?:eek:

mfg Zyri0n :keks:
 
:lol: sehr lustig, aber kennzeichne deine updates am besten irgendwie, dann sieht man besser ab wo man weiterlesen muss.
 
Pappfresse schrieb:
:lol: sehr lustig, aber kennzeichne deine updates am besten irgendwie, dann sieht man besser ab wo man weiterlesen muss.

Kk, werd ich machen. Wenn wer Rechtschreib-/Grammatikfehler findet bitte auch darauf hinweisen.

€/ Danke Magnaleinchenle, is verbessert!
 
höhö nettes update *i.net klappt wieder freu* , weitermachen !:D
 
:lol: gefallener am spieß :irre: :hammer: , was kommt da noch :confused: etwa baal süß sauer ?:eek: XD
 
willst du wirklich auf alle Rechtschreibfehler hingewiesen werden?
 
Klar Magna, ich weiß ich mach bestimmt einige....^^;
 
dauert mir eh zu lange jeden einzelnen zu quoten :clown: Groß/kleinschreibung is dir ohnehin wurscht ^^
 
5.Akt: Ein Morgen wie jeder andere.

Die Sonne scheint und Sarah wacht auf. Sonnenstrahlen scheinen ihr glücklich in die Augen. Sie hat keine Schmerzen mehr, also sagte Akara die Wahrheit und so steht sie langsam auf. Sie hat leichte Kopfschmerzen, die vom vielen Schlaf herzurühren scheinen. Sie beginnt mit der Morgengymnastik, aber nach einer Viertelstunde beschließt sie zu schauen was die anderen machen. Sie schiebt den Zeltumschlag zur Seite und blickt jetzt mit komplett freier Sicht gen Himmel. Nun, da keine dünne Zeltwand im Weg ist, wirkt die Sonne noch viel schöner als zuvor. Lang war kein so schöner Tag mehr. Die letzten Tage waren meist düster und regnerisch, doch heute kann man glatt meinen es sei Sommer. Nach dem Stand der Sonne zu urteilen ist früher Morgen, zumindest für meine Verhältnisse, welche damit 8-9Uhr ausdrücken wollen. Noch einmal gähnt sie herzhaft, streckt sich und blickt umher. Niemand außer ihr hat die Zelte bisher verlassen, so macht sie sich auf ein paar Runden um das Lager zu laufen. In ihrem Beruf muss sie sich fit halten, auch während der Freizeit. Die Annahme, dass jeder noch schläft sollte sich als falsch erweisen, denn als sie an Scotts Zelt vorbeiläuft starren ihr zwei kleine Augen entgegen. „Einen schönen Morgen wünsch ich dir, Scott.“ „Schön, wirklich? Ich habe den Regen lieber, vielleicht liegt das an meiner Heimat.“ „Regnet es dort oft?“ „Ja, fast ständig... und es ist sehr dunkel, kein Vergleich zu diesem hellen Plätzchen hier. Aber ich will nicht Heim.“ „Gefällt es dir hier so sehr, oder ist dein Heim so schlimm?“ „Ich weiß nicht.“ „Na bis dann. Gibt es einen Zeitplan, was wir heute machen, oder macht jeder was er will?“ „Ich weiß nicht.“ „Bis später“ „Ja.“ Damit ist das Gespräch abgeschlossen. Sarah dreht noch ein wenige Runden und sieht Scott etwas anfertigen. Neugierig schaut sie ihm zu...

Scott wacht schon sehr früh auf, die Sonne ruht noch sanft in ihrem Gemach. Er weiß nicht was er machen will, sonst ist er es gewohnt von allen Leuten Aufträge zu bekommen. In seiner Heimat hat er ständig Arbeit, doch das hat ihn nie gestört. Wenigstens wusste er damals immer was er machen konnte. Trotzdem... irgendetwas bindet ihn innerlich an dieses Lager und er weiß nicht was. Die Bewohner sind es bestimmt nicht, Menschen mag er nicht. Nur Sarah... Er bewundert sie. Sie ist ein Mensch und doch innerlich wie er. Langsam ist er froh darum bei dieser Show mitgemacht zu haben, auch wenn es auf Befehl des Hexendoktors geschehen ist. Er soll hier einen Auftrag erledigen, den man ihm gegeben hatte mit den Worten: „Du bist der beste für diese Aufgabe, also komm ja nicht zurück bevor du sie erledigt hast.“ Ihm wurde gesagt, er erkenne es sofort wenn die Aufgabe ihm über den Weg laufe. Bisher hat er aber noch nichts auffälliges Ausfindig gemacht, außer dieses Wesen Namens „Bischibosch“. Doch so etwas simples kann nicht sein Auftrag sein. Ein Geheimnis umragt diese Geschichte, ein Geheimnis das er lüften muss und zwar so schnell wie möglich. Behutsam rollt er zur Seite, denn über ihm hängt eine riesenhafte, haarige, schwarze Spinne. Er will sie nicht erschrecken und so bewegt er sich leise und überlegt. Vorsichtig belädt er sein Blasrohr. Diesmal kann er sich keinen Fehlschuss erlauben und so zielt er genau, bevor er schießt. Ein Schuss, der alles entscheidet. Noch bevor die Spinne mitbekommt wie ihr geschieht, ist sie tot. Mit einem leisen, krachenden Laut liegt sie auf dem Boden. Scott sammelt dünne, trockene Äste ein, um ein stilles Feuer zu bereiten. Und noch einen Zweig, den er an der Spitze mit dem Dolch fein bearbeitet, bis er die Spinne aufgespießt über dem Feuer hängen hat. Nicht zu lang, sonst würde sie verbrennen, nur wenige Sekunden muss er warten bis sie geröstet genug ist um zum Verzehr geeignet zu sein. Diese Spinnenart gehört zu den normalen Speisen seiner Heimat und ist sehr schmack- und nahrhaft. Nach dem er sein kleines Frühstück hinter sich gebracht und das Feuer beseitigt hat, kehrt er in sein Zelt zurück. Noch immer, ist niemand des Schlafes entstiegen. So verbringt er seine Zeit mit dem Verzieren seiner Zielscheibe. Schöner muss sie werden, sein ganzes Zelt muss schöner werden! Na dann Scott, es gibt viel zu tun! Scott räumt erst einmal die Kisten ordentlich gestapelt in eine Ecke, dann geht er wieder auf Zweig-, Ast- und Reisigsuche um einen Besen herzustellen. So wandert er ins Blutmoor. Seit er die Brücke verlassen hat fühlt er sich beobachtet. Vorsichtshalber zückt er seinen Dolch und füllt das Blasrohr, doch er kommt mit dem nötigen Material zurück, ohne einem Angriff Gefahr gelaufen zu haben. Allerdings wandert er an einem Zelt vorbei, vor dem Kathrin sitzt, den Speer in der rechten Hand. An der anderen Seite des Zeltes, liegt Pardellio. Doch nicht tot, sondern schlafend. Kathrin mustert ihn misstrauisch aus müden Augen heraus, doch erkennt sie ihn und beobachtet weiter die Umgebung. Als er ins Lager zurück kommt, sieht er Sarah aus dem Zelt gehen. Er war bisher so vertieft, das er nicht einmal bemerkte wie die Sonne aufging. Doch nun steht sie schon ziemlich hoch am Himmel, so beschließt er dass es, nach unserer Zeitrechnung, ungefähr 8 Uhr sein muss. Im Zelt angekommen, bemerkt er wie Sarah um das Lager läuft und als sie bei ihm ankommt reden sie kurz miteinander. Er beginnt mit der Bearbeitung seines Besens. Als er sich gerade dem Reisig zuwendet, erscheint Sarah erneut und schaut ihm interessiert zu, bis er fertig ist. Dann geht sie wieder, ohne ein Wort von sich zu geben und er beginnt mit dem Fegen des Zeltes. Mit einem ruck fährt er hoch als er jemanden Schreien hört...

Babbos fährt aus dem Schlaf hoch. In der Ferne hört er lautes Geschrei, das jedoch so plötzlich verstummt wie es gekommen war. Er schaut auf die gegenüberliegende Seite des Zeltes. Narzgho ist nicht da. Er erhebt sich und folgt dem Geräusch. Ihm voraus rennt Sarah, ihr hinterher Scott. Im Blutmoor angekommen, finden sie Sandy, Kathrin, Pardellio und Dudulov vor, die einen Ring um eine Grube bilden, aus der ein leises Stöhnen dringt. In dem Loch liegt, schmutzig und wütend...

Narzgho wacht auf, als die Sonne am Himmel steht. Vor dem Zelt angekommen, sieht er Sarah wie sie mit unverhohlenem Interesse in Scotts Zelt blickt und etwas beobachtet. Umso besser, so kommt er ungestört aus dem Lager, damit er seine kleine Erkundungstour von letztem mal fortführen kann. Im Blutmoor sieht er eine Baracke von einem Zelt stehen und vor ihm zwei Wächter. Kathrin und Pardellio. Vorsichtig schleicht er um das Zelt, zur unbewachten Seite hin und schneidet die Zeltwand eine Handbreit auf. Wie schön doch Sandy aussieht, wenn sie schläft... Vor allem, wenn ihre Kleider ein wenig verrutscht sind, findet er die Aussicht wahrlich „spannend“. Wie er so dasteht, beginnt es unter seinen Füßen zu Knacken und er fühlt wie ihm mit einem harten Ruck der Boden unter seinen Füßen entrissen wird...

Kathrin sieht ein kleines Geschöpf vorbeihuschen. Ihre Augen sind ermüdet von der Nachtwache, so braucht sie erst ihre Zeit um Scott zu erkennen. Sie hat Durst und Hunger. Als diese beiden Faktoren eine unendlich Wichtigkeit in ihrem Kopf einnehmen, zischt sie leise um die Ecke: „He, Pardellio... wann wollen wir uns eigentlich auf Nahrungssuche begeben?“ Nichts. „Pardellio?“ Noch immer kommt keine Antwort...

Pardellio jedoch wird nicht von dem Schrei geweckt, sondern von einem harten Schlag auf den Kopf. „Bist ja ein toller Wächter, Schnarchnase. Was hättest du gemacht hätte man uns angegriffen?“ Kathrin hält einen Speer in der Hand, mit dessen flacher Seite sie ihm einen Hieb auf den Kopf versetzt hat. „Hmmmm?“ „Ich bezieh wieder meinen Posten, nehme dir ein Beispiel an mir!“ Träge richtet er sich auf. Nichts zu sehen. Eine lange Zeit vergeht bis...

Auch Dudulov und Sandy zucken sofort hoch, als ganz nah bei ihnen ein Schrei die Stille durchzieht. Dudulov rennt raus und findet Narzgho in dem Loch vor, Sandy jedoch läuft etwas langsamer. „Was hast du wohl hier gemacht, Narzgho?“ Sie grinst bösartig. Alle starren sie an. „Dieses Loch habe ich direkt nach dem Baden ausgehoben, dann bin ich an Pardellio und Kathrin vorbei ins Zelt und habe mich hingelegt. Denn als ich badete, sah ich jemanden und dachte er könnte vielleicht zurück kommen und weiterspannen, dieser Perverse!“ Narzgho senkt den Blick und starrt mit eindeutig gespielter Unschuld zu Boden.
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6.Akt: 2. Tag – ein Abenteuer

In einer kleinen Gruppe gehen sie den Weg zurück ins Lager. Babbos, Sarah und Scott voraus, Narzgho betreten hinter ihnen her. Sandys Siegerlächeln bohrt sich immer noch in seinen Kopf und auch die Sonne scheint ihn auszulachen. Man darf alles machen, nur nicht den Fehler begehen sich erwischen zu lassen, wie Naiv er doch war. Er muss einen anderen Gedanken fassen. Kopfschüttelnd kommt er im Lager an. Er setzt sich ins Gras und denkt nach. Der Baum spendet ihm tröstet ein wenig Schatten, doch überschattet er damit noch lange nicht die Ereignisse, die in wohl zu einem unbeliebten Mitglied machten. Scott und Babbos ist es egal, Pardellio und Dudulov haben bei seinem Anblick einen Lachanfall bekommen. Dann waren da noch die Frauen... Vor allem Sandy hatte ihn mit einem bösen Lächeln angeblickt, das er nicht Leiden kann. Sarah und Kathrin beantragen inzwischen einen Nachtwächter um vor Spannattacken sicher zu sein. „Ich bin doch gar nicht Pervers!“ flucht er vor sich hin. „Erzähl das nicht mir...“ Da er die Nacht sehr Beschäftigt gewesen war, schläft er nach ein paar Minuten ein. „Aufwachen, es gibt Essen. Wir haben einen Plan erstellt, bei dem die Aufgaben gerecht verteilt sind. Morgen bist du mit Kochen dran.“ Narzgho blinzelt ein paar mal in das Licht, steht auf und gesellt sich zu den anderen. Danach hilft er beim Säubern der Teller. Als er dieses Werk vollbracht hat, denkt er nach was er machen kann. Diese Entscheidung wird ihm von Babbos abgenommen, der ihn dazu anspornt mit ihm das Zelt zu verbessern. Zuerst reißen sie das restliche Gras aus dem Boden des Zeltes, dann fragen sie Scott ob er ihnen den Besen leihen kann und Babbos fegt durch. Derweil ist Narzgho damit beschäftigt, die überflüssigen Kisten Auseinanderzubauen, doch das Holz reicht nicht um sich Betten zu bauen. Babbos und Narzgho beschließen im Dunkelwald zu holzen, damit sie das ganze Lager verbessern können. Zuerst wandern sie durch den Blutmoor. In der Nähe steht eine Gruppe Gefallener, die sie schleichend umgehen, doch nicht vorsichtig genug, denn sie werden von einem Gefallenen erspäht. Diese kleinen Wesen sind zwar schwach und dumm, aber sie haben Waffen. Babbos zückt seine Klinge und Narzgho erschafft einen kleinen Tongolem. Auf in den Kampf, heißt es nun. Vier Gefallene kommen auf sie schreiend zu. So ist der Kampf offiziell eröffnet. Der erste hat Babbos erreicht, der Mühe hat der Fackel des kleinen zu entkommen, die er wie eine Waffe schwingt. Babbos hiebt nach ihm aus und um ein Haar hätte er ihn auch getroffen, wenn dieser nicht mit dem Schild geblockt hätte. Schon sirrt die brennende Gefahr wieder durch die glühende Luft, als der Golem dem kleinen einen Schlag auf den Hinterkopf verpasst. Narzgho zieht unterdessen eine Art Zauberstab aus der Hosentasche und wirbelt damit vor sich herum, denn eine weitere Kreatur hat ihn erreicht. Im Gegensatz zu seinem Kumpanen hat dieses Geschöpf eine rissige Axt in der Hand. Narzgho duckt sich unter der todbringenden Klinge durch und rammt dem Wesen seinen Stab in den Magen. Dem Gefallenen fliegen ein paar Tropfen Spucke aus dem Mund und er fliegt, den Bauch umgriffen, um. Schon stürzt sich der Nächste auf Narzgho, der sich die Axt des Besiegten geschnappt hat und damit wild um sich schlägt. Zwei Klingen treffen funkenversprühend mit einem krachenden Geräusch aufeinander. Narzgho kann zwar Knochengeister erschaffen, aber sie taugen nur um Kaninchen und Kleintiere anzugreifen, für solche Wesen ist er noch nicht geübt genug. Der Gefallene auf dem Boden stellt sich wieder auf und Narzgho tritt das Wesen vor sich es dem Weg, um das sich regende zu beseitigen. Noch ehe das Biest weiß, wie ihm geschieht trifft die Axt seinen Schädel und es ist tot. Babbos hat inzwischen auch eines der Wesen niedergestreckt und führt mit dem zweiten einen Kampf. Der Arm des Geschöpfes, welches von Narzgho aus dem Weg getreten wurde, schleudert zornig direkt auf ihn zu. Er schafft es nicht mehr auszuweichen, jeden Moment muss die Klinge ihn durchbohren. Doch nichts der gleichen geschieht. Vor ihm sieht er das Schwert, doch durchbohrt es seinen Golem, der sich tapfer vor seinen Herrn geschmissen hat. Während das Wesen damit beschäftigt ist, das Schwert aus ihm herauszuziehen, rennt Narzgho auf es zu und zerteilt es mit einem schnellen Hieb in der Mitte, während Babbos auch einen tödlichen Schlag gegen seinen Gegner ausführt. Somit war die ganze Gruppe vernichtet und die beiden begutachten die Schätze, die die kleinen Wesen bei sich haben. Insgesamt haben sie eine Axt, zwei Schwerter, eine Fackel und eine Schärpe. Die Schwerter, die Schärpe und die Axt nehmen sie vorsichtshalber mit, man kann ja nie wissen was noch so alles geschieht. Als sie den Eingang zur Kalten Ebene erreichen, wird ihnen der Weg von zwei Stachelratten versperrt. Narzghos Golem, der inzwischen arg geschwächt ist, rennt voraus um die beiden Kämpfer vor den giftigen Stacheln zu schützen, die von den Ratten durch die Luft geschleudert werden. Eine hübsche Jägerin sieht die Helden dort stehen, zückt ihren Bogen und zielt auf die Kreaturen. Sie scheint geübt zu sein, denn ihre Pfeile verfehlen das Ziel nicht. Die Stachelratte sieht, wie ihrem Partner das Leben ausgehaucht wird und quiekt wütend auf, wobei sie eine Reihe von Stacheln auf die Jägerin losschickt. Ohne eine Chance auszuweichen, fällt sie, sich vor Schmerzen windend, zu Boden. Geschockt beobachtet Narzgho dieses Schauspiel, während Babbos zornfunkelnd auf die Ratte zurennt und das Schwert auf sie niedersausen lässt. Das Geschöpf dreht sich um, doch zu spät. Blut spritzt durch die Luft und färbt sie rot. Durch die blutende Jägerin, werden sie von ihrem Vorhaben abgebracht, denn sie müssen sie ins Lager bringen und Kontakt zu Akara aufnehmen. Die Jägerin ist bewusstlos und ihre Stirn glüht. Das Gift der Stachelratten tötet Menschen erst nach ein paar Stunden, falls man nichts dagegen unternimmt. Babbos trägt sie ins Lager, wo die beiden Scott und Sarah antreffen. Ohne Fragen zu stellen, rennt Sarah los und stellt sich in den Kreis, dessen Fackeln plötzlich aufflammen. Mit einem leisen Ploppen löst sie sich in Luft auf. Babbos legt die Jägerin in Sarahs Zelt auf eine Decke und die beiden warten. Langsam vergeht die Zeit, bis Sarah dann mit Akara auftaucht. Narzgho und Babbos erzählen, was geschehen war, während Akara die Jägerin vorsichtig verpflegt. Der Abend bricht an und die beiden legen sich todmüde auf ihre Decken und schlafen sofort ein. Im Traum verarbeiten sie den Tag, an dem sie sehr viele Erfahrungen gesammelt haben.
--------------------------------------------------------------Update7---------------------------------------------------------------

Scott und Sarah kommen im Lager an. Heute muss Scott das Essen machen, aber Sarah hilft ihm. Sie ist keine gute Köchin, dennoch kann sie ihm beim Schneiden und Fischfang helfen. In der Vorratskammer gibt es Äpfel und anderes heimisches Obst, Gemüse, Früchte und Kräuter. Fleisch und Fisch müssen sie selber fangen. Nachdem sie zuende gespeist haben und Babbos und Narzgho gegangen sind, geht Scott in sein Zelt. Sarah jedoch nutzt die freie Zeit für ihr Training. Als sie das Training gerade beendet, sieht sie Babbos und Narzgho mit einer Verletzten ankommen. Ohne zu Fragen rennt sie zu dem „Wegpunkt“ wie Akara es ihr erklärt hat und zischt: „Akaras Heim“ Um sie herum verschwimmt alles, die Wände aus Farben werden zerrissen und keuchend fällt sie auf den Boden. Die Gegend um sie herum hat sich verändert. Sie liegt auf dem Boden eines normalen Zimmers. Vor ihr steht Akara. Sarah rappelt sich auf und berichtet Akara dass sie eine Verletzte im Lager zu versorgen hat. Akara geht ins Nebenzimmer und so hat Sarah Zeit sich den Raum genauer anzusehen, in dessen Mitte ein runder, alter Holztisch steht. An einer der Wände verbraucht ein großer, ebenfalls hölzerner Schrank einen Großteil des Platzes. In dem Schrank sind Pflanzen und Figuren von Tieren und Menschen. Durch eine Wandritze dringt schwach Licht und die Luft ist sehr trocken und warm. Akara kommt mit einer Tasche voller Heilkräuter und Tränken wieder und die Beiden gehen den gleichen Weg wie Sarah gekommen ist wieder zurück. Während Akara die Jägerin verarztet, die sich Flavie nennt, hört sie sich die Geschichte an, die Babbos und Narzgho ihr erzählen. Die Nacht ist inzwischen angebrochen und so legt sich Sarah wieder in ihr Zelt. Die Jägerin war nun in Akaras Haus, damit sie in Ruhe genesen kann. So schläft Sarah nach einer Weile ein.

Nachdem Scott mit Sarahs Hilfe ein Mahl zubereitet hat und die Gruppe aufgegessen hat, denkt Scott in seinem Zelt nach. Was könnte wohl diese ominöse Aufgabe sein? Was kann er jetzt tun? Ihm ist langweilig, was man ihm anmerkt. Als er einen Blick aus dem Zelt wirft, beobachtet er wie zwei Gestalten das Lager verlassen. Als er sie näher betrachtet, erkennt er Babbos und Narzgho. Er wartet ein paar Minuten und verlässt dann ebenfalls ungesehen das Lager. Blutmoor wird dieser Ort also genannt, das hört sich interessant an. Zu interessant für ihn, denn Orte wie diese muss er dann immer erkunden. So, vom Instinkt geführt, entdeckt er eine Höhle. Die Öffnung führt in eine vollkommene Schwärze, die er zunächst nicht näher auskundschaften will. Neben dem Eingang sind Zeichnungen in einen Stein eingebracht, die an Höhlenzeichnungen aus der Steinzeit erinnern. Eine Blitze speiende Kreatur, umgeben von drei Wesen mit Waffen. Ob es Menschen oder diese roten Wesen sind, kann man nicht mehr erkennen, dazu ist die Zeichnung zu Verwischt. Direkt über dem Eingang kann man eine weitere Zeichnung erkennen. Ein Dämonenkopf, der voller Hass auf einen herabstarrt. Scott betritt die Höhle, doch es ist zu dunkel um etwas sehen zu können. Für normale Menschen. Doch Scott erkennt die Umrisse von Felsen, manche davon laufen spitz zu. Schreie zerschneiden die Stille, von einem schwachen Echo gefolgt. Mit zitternder Hand umklammert er seinen Dolch, bereit sich in der Not verteidigen zu können und er dringt weiter in die Dunkelheit ein. Vor ihm ist eine Gabelung, er hat die Wahl zwischen dem Weg geradeaus und dem nach Rechts. Ein verschwörerisches Flüstern dringt an seine Ohren. Scott lauscht aufmerksam. Das Flüstern kommt von dem Weg geradeaus. Sich genau den Rückweg einprägend, schleicht er nach rechts. Wieder wird der Weg zerteilt, diesmal nach links und nach rechts. Wenn er den Weg links geht, dann kommt er an den Ort, dem er gerade ausgewichen ist. So geht er nach rechts. Zu spät hört er ein leises Stöhnen dass aus einer Ecke vor ihm dringt und er erkennt ein Wesen, groß wie ein Mensch. Es kommt näher und Scott erschaudert bei dem Anblick. Da, wo die Augen sein sollten, starren ihn nur Aushöhlungen an, aus der schrumpelige Fetzen von Haut heraushängen. Die ganze Kreatur war zerfetzt und Blutleer. In Erzählungen hat er oft davon gehört. Diese Wesen werden Zombies genannt. Untote Kämpfer, einst Menschen, die seelenlos durch die Lande streifen von der Suche nach Opfern bewegt. Ein wahrhaft ekliger Geruch ruft ihn aus seinem Schock. Er muss etwas tun und zwar schleunigst! Der Dolch würde ihm nicht helfen, so bleibt nur die Flucht. Mit schnellen Schritten läuft er rückwärts, bis er wieder die Gabelung erreicht. Dann dreht er sich um und rennt so schnell er kann aus der Höhle. Stolpernd betritt er das Tageslicht und blinzelt in die Sonne. Mit zugekniffenen Augen rennt er weiter. Vor ihm erkennt er die Brücke. Als er sie erreicht hat, wirft er hastig einen Blick zurück. Der Zombie hat ihn nicht verfolgt. Aufatmend legt er sich wieder auf den Zeltboden. Was machen Untote an einem friedlichen Ort wie diesem? Haben diese Wesen vielleicht mit seinem Auftrag zu tun? Nach langer Überlegung, beginnt die Sonne unterzugehen und Babbos und Narzgho betreten wieder das Lager. Scott will niemandem etwas von seinem Erlebnis erzählen und so zieht er sich in sein Zelt zurück und legt sich auf die Decke. Hier im Lager wird ihnen nichts passieren... hofft er.
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Sandy liegt auf dem Boden des Zeltes und ruht sich aus. Warum bin ich hier? Was kann ich als nächstes machen? Warum sie hier ist weiß sie ganz genau: Sie will etwas über ihre Familie erfahren. Vielleicht erkennt sie einer ihrer Verwandten wieder, wenn er in der Zeitung ein Portrait von ihr sieht. Vor einigen Jahren, als eine Welle des bösen die Welt überflutete, wurde sie an einem Strand aufgefunden und von einer reichen Familie adoptiert. Damals war sie ungefähr acht Jahre alt. Sie konnte sich an nichts erinnern, nicht an ihren Namen und an ihre Familie. Seitdem ist so viel geschehen und doch hat sie noch nichts über die Geschehnisse erfahren, die vor ihrem auffinden stattfanden. Ihr Adoptivvater war ein Arzt, der jedoch aufgrund seiner Kraft die Menschen zu heilen auch „Priester“ genannt wurde. Ihre Adoptivmutter hingegen war eine Zauberin, was Sandy jedoch erst Jahre später mit einem riesigen Schock erfuhr. Ihre „Mutter“ ging in Urlaub, hieß es und so kümmerte sich die inzwischen geschätzt Dreizehnjährige Sandy um die Einkäufe, eine der wenigen Sachen für die sie keine Bediensteten hatten. Als ihre Mutter Adrienne auf Reisen war, beobachtete sie eines nachts zufällig ihren Vater, wie er mit einer ihrer Dienstmädchen schlief. Als sie das sah, weinte sie erbitterte Tränen denn sie liebte ihre „Eltern“. Als sie gerade in ihr Zimmer rannte, vernahm sie einen Schrei, der sich in ihren Kopf bohrte wie ein Speer, eine gewaltige Explosion und ein Licht, heller als jedes das sie bisher gesehen hatte, blendete sie. Eine Druckwelle stieß sie ein paar Meter durch den weiten Gang. Voll schrecklicher Erwartungen drehte sie sich um und erblickte ein Loch von gigantischem Ausmaß, dort wo die Wand des Schlafzimmers ihrer „Eltern“ sein sollte. Als sie aufstand, zitterte sie am ganzen Leib und Schweißtropfen rannen ihr über die Stirn. Sie nahm all ihren Mut zusammen und warf einen Blick in das Loch. Vor ihr bot sich etwas dar, das ewig in ihrer Erinnerung verweilen wird und sie noch immer erschauern lässt. Ein riesenhafter Kreis der Zerstörung hatte das Zimmer zerfetzt und die Wände waren Blutverschmiert. Obwohl es Windstill war, wehte das Kleid der Gestalt die in der Mitte des Zimmers schwebte. Blutrot, mit hasserfülltem Blick. Es war ihre „Mutter“ Adrienne. Sandy wurde in eine Psychiatrie verwiesen und ihr Körper verweilte dort ein Jahr. Ihr Geist jedoch schien verloren und die Kleriker wussten nicht wie sie ihr helfen konnten, als sie begann ein magisches Talent zu entwickeln. Anfangs wusste keiner davon, doch sie erfuhren es als ein Wachmann tot vor ihrer Zellentür aufgefunden wurde. Als sie die Zelle durchsuchten war Sandy verschwunden. So machte sie sich auf die Suche nach Adrienne, welche sie auch Jahre später fand. Sie wollte ihre „Mutter“ nicht töten, sie wollte von ihr lernen. Sie verbrachte weitere vier Jahre unter der Lehre Adriennes und begann dann mit achtzehn Jahren (ihr Geburtsdatum wurde von Adrienne festgelegt) ihre wahre Familie zu suchen. Nach fast einem Jahr der Suche wurde sie von einer Händlerin angehalten, von welcher Sandy schon lange beobachtet wurde. So erzählte Sandy ihre Geschichte und die Händlerin berichtete ihr von einem Wettbewerb der bald stattfinden sollte. Da sie keine andere Möglichkeit sah ihre Familie zu finden, bewarb sie sich und in der Wartezeit gewöhnte sie sich an das Leben in einem Gasthaus in Harrogath und verweichlichte immer mehr. Ihre Gedanken werden von einem Ruf unterbrochen: „Wir werden Angegriffen!“ Es ist Dudulovs Stimme.

Kathrin und Pardellio begeben sich unterdessen auf die Jagd. Wenn die Sonne untergeht, wollen sie bereits wieder vor dem Zelt sein. Dudulov und Sandy sind das Zelt bewachen und so können sie unbesorgt ein paar Hasen und Vögeln hinterher rennen. Doch auch Beeren sammeln sie eifrig ein. Sie kommen an einer Höhle vorbei, von der Pardellio eine starke Aura des Bösen ausgehen fühlt. Als sie eine andere Richtung einschlagen, hören sie wie etwas die Höhle zu betreten scheint. Pardellio ist im Besitz eines alten Schwertes und Kathrin trägt stets einen Speer bei sich und so ist es kein Problem die Tiere einzufangen. Im Augenwinkeln nimmt Kathrin etwas Kleines wahr, das vor ihr her flitzt. Ein Hase, ein besonders großes und saftiges Exemplar noch dazu! Kathrin und Pardellio spurten los, doch das Geschöpf schlägt einen Haken und rast um die Ecke, gefolgt von den beiden Jägern, die nun um die Ecke schlittern. Vor ihnen erhebt sich ein Schatten, der unmissverständlich die Hasenjagd zu beenden vermag. Eine Kreatur, zwei Mann hoch und breit, mit braunem Fell und langen, spitzen Krallen steht bedrohend vor Kathrin und Pardellio. Beängstigt stolpern sie ein paar Schritte rückwärts und fliehen so schnell wie es ihnen gewährt ist. Noch bevor das Zelt zu sehen ist, wirft Kathrin einen Blick nach hinten und stößt einen stummen Schrei aus. Die Bestie bewegt sich zwar nicht sehr gewandt, aber die langen Beine verhelfen ihr zu großen Schritten und so ist sie nur wenige Meter hinter ihnen. „Wir haben keine Chance, wenn wir fliehen!“ keucht Kathrin. Widerwillig drehen die zwei sich zu ihrem Verfolger um, mit vor Furcht glänzenden Augen. In Pardellios Geist herrscht vollkommene Ruhe und ein Kreis der Macht breitet sich um ihn aus und sogleich fühlen die Beiden ein überragendes Gefühl der Stärke. Nun müssen sie sich konzentrieren. Das Wesen hat die beiden erreicht und rammt Pardellio mit seinem massigen Körper zu Boden, bevor es auf ihn springt und mit seinen muskelbewehrten Armen die Fäuste in Pardellios Gesicht rasen lässt. Doch auch Kathrin zögert keine Sekunde und rammt ihren Speer in den Rücken des Untiers, das sich daraufhin zu ihr umdreht und den Speer, den sie inzwischen wieder vor sich hält, mit seiner unmenschlichen Kraft zerbricht. Zitternd steht sie vor ihm, als er die Speerspitze hebt und damit unverwandt auf sie einschlägt. Wie sie es gelernt hat, weicht sie ihm zur Seite aus, springt und lässt ihr Bein durch die Luft wirbeln, um ihn damit am Haupt zu verwunden. Krachend schlägt ihr Fuß gegen den Schädel des Riesen und sie stützt unter heftigen Schmerzen zu Boden, während das Wesen keinerlei Schaden genommen zu haben scheint. Drohend hebt es die blutige Waffe und holt zum finalen Schlag aus, doch Pardellio steht inzwischen wieder, und rammt der Kreatur mit aller Kraft sein Schwert in den Rücken. Dieses verliert daraufhin komplett den Verstand und wirbelt wild mit den Armen durch die Luft, wobei es Pardellio noch einen Kinnhaken verpasst, bevor es schließlich zusammenbricht. Nachdem sie das Wesen gehäutet haben, kehren sie geschwächt zu ihrem Zelt zurück, wo sie schon von Sandy und Dudulov erwartet werden. Und nicht nur Pardellio und Kathrin haben eine Interessante Geschichte zu erzählen...

Dudulov ist langweilig, so spricht er einen kleinen, schwarzen Vogel an der sich gerade an einer Beere zu schaffen macht. „Möchtest du mir berichten, ob in letzter Zeit in dieser Gegend etwas geschehen ist? Ihr seid so still, man trifft seltsame Kreaturen und selbst die Bäume strahlen kein Leben aus.“ Der Vogel zuckt heftig, lässt die Beere liegen und fliegt gen Himmel. Besorgt sieht Dudulov sich um. Wie zuvor, kein Tier weit und breit das er fragen kann. Dieser Ort verströmt eine böse Energie, denkt er sich. Er wirft einen Blick ins Zelt und sieht Sandy wie sie gedankenversunken an die Zeltdecke starrt. Was sie wohl denken mag? Hinter sich hört er Schritte und schon will er sagen: „Na da seid ihr ja endlich!“ Doch vor ihm stehen nicht Kathrin und Pardellio, sondern zwei kleine rote Gestalten, die drohend ihre Krummsäbel auf ihn gerichtet haben. „Wir werden angegriffen!“ brüllt er mit aufgerissenen Augen. Schon rennen die Kreaturen auf ihn zu und er rollt sich nach links ab. Im selben Moment, dringt ein Strahl aus reinster Energie aus dem Zelt und trifft einen der „Gefallenen“, welcher auf der Stelle umfällt und - sich windend - auf der Erde liegt. Während der zweite noch irritiert herumsteht, verpasst Dudulov ihm einen Schlag auf den Kopf. Sandy hingegen beschäftigt sich mit dem gegrillten Gefallenen, indem sie ihm den Säbel aus der Hand nimmt, in seinen Bauch tritt und ihm mit seiner eigenen Waffe den Gnadenstoß verpasst. Der andere hingegen, schlüpft zwischen Dudulovs Beinen hindurch und hiebt mit seiner Waffe nach Sandy aus, die nicht früh genug ausweichen kann und einen blutigen Kratzer am Bein davonträgt. Nur zu gerne zauberte sie jetzt, doch ihre magischen Kräfte wurden gebannt, bis sie sich im klaren sei, wofür sie die Kräfte einsetzen will und so kann sie nur wenige schwache Zauber sprechen. Der „Gefallene“ stürzt sich erneut auf Sandy und trifft sie hart am Arm. Blut rinnt ihren Arm herunter und tropft zu Boden, der sich an kleinen Flecken rot verfärbt. Dudulov stürmt heran und springt mit voller Wucht mit seinen Füßen in den Rücken der kleinen Kreatur, die daraufhin zu Boden fällt. Sandy hebt voller Hass ihre Waffe und rammt sie dem kleinen auf direktem Wege in den Rücken. Dudulov verarztet Sandys Wunden provisorisch und ein paar Stunden später kommen Kathrin und Pardellio zurück und zusammen bereiten sie ein Mahl, während sie von ihren Erfahrungen an diesem Tag berichten.
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7.Akt: 3. Nacht – Eine ruhige Nacht
Im Lager herrscht Stille, alle Schlafen. (sehr langer Text, ich weiß. Aber was soll ich sonst machen?)

Pardellio und Kathrin liegen im Zelt und schlafen.

Dudulov und Sandy müssen heute Nacht vor dem Zelt wachen und so setzen sie sich vor den Eingang und reden. „Warum hast du dich eigentlich für dies hier beworben?“ fragt Dudulov Sandy „nicht weiter wichtig und du?“ „Ich kam aufgrund dieses Wettbewerbs, weil mir einfach langweilig war. Doch seit ich hier bin erkenne ich, dass dieses Land dringend Hilfe braucht. Die Tiere und Pflanzen sind anders, als sie einmal waren. Sie haben Angst. Angst, vor etwas dass nicht menschlich ist. Wie ich heraushören konnte, sind es dämonische Kräfte, stark und voller Dunkelheit. So werde ich wohl noch diese Aufgabe erledigen, ob ich bis dahin ausgeschieden bin oder nicht.“ „Das ist genial, vielleicht finde ich bei den Dämonen etwas, das den Bann bricht, der mich meiner magischen Kräfte beraubt.“ „Welcher Bann?“

„Es begann damit, dass ich bei meiner Adoptivmutter das Zaubern lernte. Ich hatte schon vorher ein wenig magische Kräfte, konnte diese jedoch nicht kontrollieren und war eine Gefahr für meine Umwelt. Als ich die Lehre abgeschlossen hatte, kehrte ich in die Heimat meiner Adoptiveltern zurück, um nach Anhaltspunkten zu suchen, die mich zu meinen echten Eltern führen könnten. Auf dem Weg allerdings, wurde ich von einem Ritter angehalten, da ich ja als Mörderin gesucht wurde. Dies geschah als ich meine Kräfte nicht kontrollieren konnte. Der Ritter hob sein Schwert und wollte mich abführen, damit ich vor Gericht komme. Doch ich...“
„Sprich weiter!“
„Ich muss sagen, dass ich inzwischen bereue was ich getan habe.“
“Du hast ihn umgebracht?“ Dudulov redet ganz ruhig.
„...Ja...“ gibt Sandy schließlich zu, „und so kam ich dann schließlich dort an. Nachdem ich das ganze Haus durchsucht habe und nichts gefunden hatte, kam schließlich Adrienne, meine Adoptivmutter, zu mir. Sie hatte erfahren, was ich getan habe und wusste auch wohin ich wollte. So hatte sie mich aufgespürt und mir diesen Bann auferlegt, den ich erst gebrochen wird sobald ich meine Schuld gesühnt habe. Ich habe genug geredet, erzähl du von dir.“ So beginnt Dudulov mit dem Bericht:

„Mein Leben begann ganz normal. Ich wuchs mit drei Brüdern und einer Schwester auf. Als der Krieg begann, starben zwei meiner Brüder. Damals war ich noch ein Kind und so kann ich mich kaum noch an sie erinnern, jedoch weiß ich dass mein Vater sich dadurch sehr veränderte. Meistens saß er nur in der Ecke und starrte in die Luft, so dass meine Mutter schließlich wahnsinnig wurde. Meine Schwester hatte das ganze nicht so mitgenommen, nur zog sie so schnell wie möglich von uns weg. Als ich dann siebzehn Jahre war und somit auch in den Krieg ziehen sollte, versteckten mich meine Eltern in einer Höhle im Wald und sagten, ich sei gestorben. Sie wollten nicht noch einen Sohn verlieren. Ein Jahr später, verbargen sie auch meinen Bruder und so lebten wir zu zweit in der Höhle. Unsere Mutter brachte uns Brot und Wasser und so lebten wir dann eine weitere Zeit lang.
Als uns keine Nahrung mehr gebracht wurde, mussten wir auf das Schlimmste gefasst sein und so machten wir uns vorsichtig Richtung Heimat auf. Als wir nach ein paar Stunden schließlich ankamen, erfüllten sich unsere ärgsten Ängste. Das Dorf war abgebrannt und niemand hatte dieses Massaker überlebt, das Dämonen angerichtet haben. Wir konnten kein normales Leben weiterführen, so schloss sich mein Bruder einer Paladingilde an und wurde von ihnen ausgebildet. Ich wurde von Druiden aufgenommen und auch ich begann mit der Ausbildung, die mich zum Druiden machen sollte.
Ich lernte mit Tieren zu sprechen und die Zeichen der Natur zu deuten, ebenso wie ein paar einfach naturverbundene Zauber. Sie lehrten mir die allgemeine Sprache (zur Erklärung: Es gibt in dieser Welt eine Sprache die jeder beherrscht, so können sich die Bewohner auch unterhalten, obwohl sie aus verschiedenen Ländern stammen) und als die Lehre beendet war, zog ich in eine Stadt nahe meiner Heimat, wo ich dann einige Jahre lebte.“

So verbringen die Beiden die Nacht, die für heute hinter ihrer dunklen Fassade keine Böswilligkeit zeigt.
 
soo ich kann nicht anders.. muss zyrion quoten. Also:

Dein Mutter is so dumm, die versucht M & M's alphabetisch zu ordnen

ich hab mich scheckig gelacht. :lol: :lol: :lol: :lol:
 
Nett zu wissen dass du dich so für die story interessierst magna, und noch was... Private Gespräche per PM oder Diablo führen, die gehören trotz upfunktion nicht in den Thread
 
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