{"id":445521,"date":"2011-07-22T23:16:35","date_gmt":"2011-07-22T21:16:35","guid":{"rendered":"http:\/\/diablo3.ingame.de\/?page_id=445521"},"modified":"2021-05-18T09:49:01","modified_gmt":"2021-05-18T07:49:01","slug":"die-story","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/planetdiablo.eu\/de\/diablo-2\/die-story\/","title":{"rendered":"Diablo 2 &#8211; Die Story"},"content":{"rendered":"<p>Diablo wurde oft nachgesagt, dass es eine zu d\u00fcnne Story bes\u00e4sse und zu wenig Tiefe biete. Ich denke aber, dass dies nicht der Fall ist, sondern viel mehr, dass das actionhaltige Spielgeschehen und die Atmosph\u00e4re die zugegebenerma\u00dfen nicht ganz leicht zu durchschauende Story in den Hintergrund dr\u00e4ngte. Gibt man sich aber etwas M\u00fche, sich in die Geschichte von Diablo 2 einzulesen und sozusagen mal hinter die Kulissen zu schauen, kann man doch ein paar mystische Geschichten entdecken. Also lasst uns das Licht dimmen, das Popcorn holen und den Vorhang \u00f6ffnen &#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/story_1.jpg\" alt=\"Diablo 2 Story\" class=\"alignleft size-medium wp-image-445517\" width=\"300\" height=\"158\"><\/p>\n<p>Wer k\u00f6nnte die Geschichte des Kampfes gegen die gro\u00dfen Drei besser erz\u00e4hlen als der Eingeweihte <i>Deckard Cain, the Elder<\/i>? Und ich freue mich, dass wir bei Diablo2.de Cain exklusiv gewinnen konnten, uns in die Geheimnisse der finsteren D\u00e4monen und der M\u00e4chte des Lichtes einzuweihen. So lauschen wir gebannt seiner rauen, gebrechlichen, aber teils auch vor Erregung bebenden und unendliche Weisheit verspr\u00fchenden Stimme:<\/p>\n<p>&#8222;&#8230; der <i>Horadrim<\/i> &#8230; hrmmmm &#8230;<br \/>\nWarte, gib meinem angestaubtem Geist ein paar Sekunden der Besinnung&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>[Kratzt sich bed\u00e4chtig am Hinterkopf und blickt dann auf.]<\/p>\n<p>&#8222;Jaaaa&#8230; der <i>Horadrim<\/i>, lange ist es her&#8230; nur die edelsten und besten Zauberer aus dem Osten geh\u00f6rten diesem Orden an, welcher von dem uns immer r\u00e4tselhaft gebliebenen Erzengel Tyrael einst gegr\u00fcndetet wurde. Er berichtete als erster \u00fcber den Konflikt der beiden gro\u00dfen Parteien und \u00fcberlieferte dem Horadrim die Geschichte wie wir sie heute kennen &#8230;<\/p>\n<h2>Die Vorgeschichte<\/h2>\n<p>&#8222;Nun &#8230; ich wei\u00df nicht ob ich die Geschehnisse wie sie dem Horadrim urspr\u00fcnglich angetragen wurden, noch richtig wiedergeben kann, aber ich will es versuchen&#8230;<br \/>\nDer Kampf, der hier gef\u00fchrt wird, geht weiter zur\u00fcck als sie denken m\u00f6gen. Er ist auch nicht mit der Menschheit entstanden, nein &#8230; gek\u00e4mpft wird seit ewigen Zeiten, seit Anbeginn der Welt! Es ist der Kampf zwischen Gut und B\u00f6se, zwischen den M\u00e4chten des Lichts und den M\u00e4chten der Finsternis: <i>Der Gro\u00dfe Konflikt<\/i>. Und obwohl Der Gro\u00dfe Konflikt schon viele verherende Schlachten der beiden M\u00e4chte gesehen hat, gelang es doch keiner Seite die Vorherrschaft zu erringen.<\/p>\n<p>Erst mit dem Erscheinen der Menschheit schien die M\u00f6glichkeit einer Entscheidung n\u00e4her zu r\u00fccken. Man war sich einig: je nachdem, auf welche Seite sich die Sterblichen schlagen w\u00fcrden, dem sollte der Erfolg gewiss sein. So verlagerte sich Der Gro\u00dfe Konflikt in das Reich der Sterblichen und wurde fortan als <i>Der Krieg der S\u00fcnde<\/i> gef\u00fchrt.&#8220;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/story_3.jpg\" alt=\"Diablo 2 Story\" class=\"size-medium wp-image-445519\" width=\"300\" height=\"134\"><\/p>\n<h2>Die M\u00e4chte des B\u00f6sen und deren dunkles Exil<\/h2>\n<p>&#8222;Nach unseren Aufzeichnungen regieren drei M\u00e4chte des B\u00f6sen in der H\u00f6lle, deren Einfluss durch vier weitere D\u00e4monen der Unterwelt verst\u00e4rkt wird. Diese <i>Vier Niederen<\/i>, wie sie auch genannt wurden, sind bekannt als:<\/p>\n<p align=\"center\"> Duriel, der Herr des Schmerzes<br \/>\nAndariel, die Tochter der Qual<br \/>\nBelial, der Herr der L\u00fcgen und<br \/>\nAzmodan, der Herr der S\u00fcnde.<\/p>\n<p>Als die f\u00fchrenden M\u00e4chte der H\u00f6lle bilden allerdings <i>Drei B\u00fcrder<\/i> ein Triumvirat:<\/p>\n<p align=\"center\"> Mephisto, Herr des Hasses<br \/>\nBaal, Herr der Zerst\u00f6rung und<br \/>\nDiablo, Herr des Schreckens<\/p>\n<p> und \u00fcben mit brutaler Gewalt und b\u00f6sartiger Verschlagenheit ihre Macht aus. Im Kampf gegen die Armeen des Lichtes traten sie durch zahlreiche Siege in Erscheinung, welche allerdings nie eine Entscheidung herbeif\u00fchren konnten Mit dem Erscheinen der Menschheit ersannen diese Kreaturen nun eine andere Taktik.<\/p>\n<p>Die Drei Br\u00fcder konzentrierten sich von nun an auf die Kontrolle der Sterblichen, um so eine entscheidende Kraftverschiebung zu erreichen und den Gro\u00dfen Konflikt f\u00fcr sich zu entscheiden. Sie versuchten also die Seelen von Sterblichen zu kontrollieren und so ihren Einfluss auszu\u00fcben.<\/p>\n<p>Dieser an sich kluge Plan wurde allerdings von den Vier Niederen missverstanden und in ihrer masslosen Unvernunft interpretierten sie ihn als Schw\u00e4che der Drei Gro\u00dfen Br\u00fcder. Die Niederen, angef\u00fchrt von Azmodan und Belial, fa\u00dften einen Plan, die Drei Br\u00fcder zu entmachten und somit auch die verha\u00dfte Menschheit als St\u00f6renfried ihres Siegeszuges zu unterwerfen.<\/p>\n<p>Es kam alsbald zu riesigen, vernichtenden Kriegen zwischen den beiden Partien innerhalb der Unterwelt, an deren Ende sich die Drei Br\u00fcder geschlagen geben mussten und schliesslich in das Reich der Sterblichen zusammen mit ihren treuesten Anh\u00e4ngern verbannt wurden, was als das <i>Dunkle Exil<\/i> in die Geschichte einging.&#8220;<\/p>\n<h2>Der Kampf gegen die Drei auf der Erde<\/h2>\n<p>&#8222;Das Dunkle Exil war nat\u00fcrlich f\u00fcr die Menschheit der schlimmste Alptraum, den man sich vorstellen konnte. Chaos und Zerst\u00f6rung hinterliesen die Drei, wo auch immer sie der Weg hinf\u00fchrte, denn sie hatten zwar ihren Konflikt in der H\u00f6lle zeitweilig verloren, doch im Fernen Osten des besiedelten Landes w\u00fcteten sie um so mehr&#8230;<\/p>\n<p>Es war nat\u00fcrlich offensichtlich, dass die Menschheit den Kampf gegen den \u00fcberm\u00e4chtig erscheinenden W\u00fcterich aufnehmen musste. Und so kam es, dass unter der Leitung des Erzengels Tyrael der m\u00e4chtige Orden der Horadrim gegr\u00fcndet wurde, mit dem Ziel die Drei Br\u00fcder gefangen zu nehmen! Nun werdet Ihr fragen: Wie sollte das je gelingen?<\/p>\n<p>Nun&#8230; dem Horadrim stand ein Mittel zu Verf\u00fcgung, das in seiner Kraft so m\u00e4chtig war, dass es nur von \u00fcberirdischer Natur sein konnte. Erzengel Tyrael weihte den Orden in die Natur der <i>Seelensteine<\/i> ein. Mit Hilfe dieser Steine war es den Zauberern des Horadrim m\u00f6glich, D\u00e4monen in ihnen einzuschliessen und sie so ihrer Kraft zu berauben.<\/p>\n<p>Schau&#8230; ich hab hier eine \u00fcberlieferte Papierrolle, auf der die Horadrim die Natur der Seelensteine genau erkl\u00e4ren.&#8220;<\/p>\n<p>[Er h\u00e4ndigt dir <a href=\"die-natur-der-seelensteine\/\">diese Schriftrolle<\/a> aus.]<\/p>\n<p>&#8222;Es gelang dem Horadrim letztendlich tats\u00e4chlich, Mephisto und Baal in die Seelensteine einzuschliessen und sie wurden tief im heissen W\u00fcstesand des Ostens vergraben. Auch Diablo, der Herr des Schreckens musste unter allen Bedinungen unsch\u00e4dlich gemacht werden, allerdings erst nach langen K\u00e4mpfen mit seinem Gefolge gelang es dem Eingeweihten Jered Cain, auch ihn in einen Seelenstein zu zwingen und er wurde mitsamt des verfluchten Steins in einer verschlossenen H\u00f6hle im Land Khanduras Vergraben. Oberhalb dieser H\u00f6hle errichteten die Horadrim ein grosses Kloster, damit sie den Seelenstein fortan st\u00e4ndig bewachen konnten. Unterhalb des Klosters konstruierten sie ein weitverzweigtes System von Katakomben, um den sterblichen \u00dcberresten der M\u00e4rtyrer ihres Ordens dort eine letzte Ruhest\u00e4tte zu geben.&#8220;<\/p>\n<h2>Die R\u00fcckkehr des Schreckens im Land Khanduras<\/h2>\n<p>&#8222;Viele Jahre nach diesen heldenhaften Taten der Horadrim begab es sich, dass der Lord Leoric aus dem Norden nach Khanduras kam und sich selbst zum K\u00f6nig des Landes ernannte. Leoric und sein Ratgeber, der Erzbischof Lazarus, gelangten auch nach Tristram. Als Leoric das antike, aber l\u00e4ngst verfallene Kloster am Stadtrand sah, beschloss er, dies zum Zentrum seiner Regentschaft zu machen und in alter Bl\u00fcte wiederzuerrichten.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ahnte keiner etwas von den b\u00f6sen M\u00e4chten die tief unter der Kathedrale schlummerten, aber kurze Zeit sp\u00e4ter erschien Diablo dem Erzbischof in einem Apltraum und befahl ihn zu sich in seine dunkle unterirdische Welt. In seinem unvorstellbaren Schrecken rannte Lazarus sogleich durch die verlassenen G\u00e4nge, bis er schliesslich die Kammer fand, in der sich der brennende Seelenstein befand. Die Kontrolle \u00fcber seinen K\u00f6rper und seinen Geist hatte er in Wahrheit schon verloren, und so hob er den Stein an und sprach magische Worte aus, die eigentlich im Reich der Sterblichen schon lange als vergessen galten und befreite so den Herr des Schreckens aus seiner Gefangenschaft.<\/p>\n<h2>Die Auferstehung Diablos und der Untergang Leorics<\/h2>\n<p>Befreit aus dem Seelenstein, ben\u00f6tigte Diablo nun einen sterblichen Anker und er suchte sich keine geringere als die Seele von K\u00f6nig Leoric aus, welcher alsbald komplett dem Wahnsinn verfiel und sein Land und sein Gefolge in den Ruin trieb&#8230;<\/p>\n<p>Dennoch gelang es dem K\u00f6nig sich nicht dem immer noch geschw\u00e4chten D\u00e4monen komplett auszuliefern und Diablo konnte keine Kontrolle \u00fcber Leorics Seele erlangen.<\/p>\n<p>Lazarus ersann nun ein Ablenkungsman\u00f6ver, er n\u00e4hrte deshalb auf teuflische Weise die Wahnvorstellungen des K\u00f6nigs, dass das K\u00f6nigreich Westmarch ein Komplott gegen ihn schmiede, ihn entthronen und Khanduras annektieren wolle. Diese Manipulation wirkte nachhaltig, und der geisteskrank gewordene K\u00f6nig erkl\u00e4rte letztlich den Krieg an Westmarch.<\/p>\n<p>Diablo lies nun von Leoric ab, was dessen Seele und Verstand allerdings auch nicht mehr retten konnte, und zwang mit seinen magischen Kr\u00e4ften Leorics einzigen Sohn Albrecht in die Dunkelheit des Labyrinths. Der wehrlose Verstand des Jugendlichen wurde vom Schrecken Diablos voll und ganz erfasst und der D\u00e4mon erm\u00e4chtigte sich auch seines K\u00f6rpers und verlieh ihm nun seine ganz eigene Gestalt.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Leoric war dem Wahnsinn inzwischen vollends verfallen und geriet in Rage \u00fcber das unerkl\u00e4rliche Verschwinden seines einzigen Sohnes. Er hetzte nun seine eigenen Gefolgsleute gegeneinander, was letztendlich dazu f\u00fchrte, dass Lachdanan, ein Hauptmann des Lichtordens und einst engster Gefolgsmann Leorics, den entr\u00fcckten K\u00f6nig mit seiner Klinge erl\u00f6ste.&#8220;<\/p>\n<p>Der dunkle K\u00f6nig war tot, der junge Prinz Albrecht vermisst, und von der Armee von Khanduras war nur eine Handvoll Soldaten \u00fcbriggeblieben. Seltsame, schaurige Lichter erschienen in den verdunkelten Fenstern des Klosters, jeder Bewohner Tristrams wusste, dass sich innerhalb der Katakomben etwas zusammenbraute&#8230; Pl\u00f6tzlich tauchte Lazarus, ein Schatten seiner selbst, wieder auf und \u00fcberredete eine w\u00fctende Menge der Stadtbewohner sich auf die Suche des verlorenen Sohnes Albrecht zu machen&#8230; und lockte sie so in eine weitere Falle. Nur sehr wenige sahen je wieder das Tageslicht Tristrams&#8230;&#8220;<\/p>\n<h2>Der Auftritt eines Helden<\/h2>\n<p>&#8222;Als in der Welt von Sanktuario das Ger\u00fccht des Erstarkens des B\u00f6sen bekannt wurde, str\u00f6mten die &#8222;mutigen Helden&#8220; nur so in das kleine Dorf. Das Dorf wurde regelrecht von Helden erdr\u00fcckt, jedoch wussten die Bewohner von Tristram, das ihre einzige Chance in diesen Helden lag.<\/p>\n<p>Mit diesem schier unaufh\u00f6rlichen Strom von Helden kam auch einer, der sich von der gro\u00dfen Masse abhob. Es war ein ruhiger, besonnener Krieger, den solch eine Aura von Ruhe und Konzentration umgab, dass sie selbst die hartgesottensten Krieger beunruhigte. Niemand in Tristram erfuhr jemals seinen Namen oder etwas \u00fcber sein Leben. Mit der Zeit kamen immer mehr Helden um sich mit dem B\u00f6sen, welches in der Kathedrale herrschte zu messen. &#8230; Wenige kehrten jemals zur\u00fcck.<br \/>\nNur dieser eine Held kam jedes Mal wieder von seinen Suchen im Untergrund zur\u00fcck. Manchmal zwar so schwer verletzt und am Ende seiner Kr\u00e4fte, dass er mehrere Tage im Haus von Peppin dem Heiler verbringen musste, aber er kam! Mit der Zeit drang &#8222;unser Held&#8220;, wie wir ihn inzwischen bezeichneten, immer weiter in die Tiefen des Labyrinths unter der Stadt ein. Dieser eine Held war es auch, der schlie\u00dflich Diablo, den Herren des Schreckens, besiegte, ihn dadurch seines K\u00f6rpers beraubt und wieder in den Seelenstein verbannte. Der Todesschrei Diablos, tief unter der Erde, war selbst in Tristram noch so laut zu h\u00f6ren, dass die Scheiben des Klosters barsten.&#8220;<\/p>\n<p>[Cain zittert vor Grauen bei den Erinnerungen]<\/p>\n<p>&#8222;Ich kann mich noch genau an den Anblick des Kriegers erinnern, als er aus dem Kloster wieder hinaus ins Freie trat. Er war mit dem Blut seiner Feinde, aber auch mit dem eigenen Blut besudelt. Er sah tats\u00e4chlich so aus, als habe er die H\u00f6lle selbst durchquert, und wer wei\u00df? &#8230; Vielleicht hatte er das.<\/p>\n<p>Was mich jedoch am meisten erschreckte, war eine seltsame, fast kreisrunde Wunde an seiner Stirn. Es sah fast so aus, als h\u00e4tte er sich die Wunde selbst zugef\u00fcgt, denn sie war pr\u00e4zise mittig \u00fcber den Augen. Ich habe ihn jedoch nie danach gefragt.<\/p>\n<h2>Das Ende des Schreckens &#8230; oder?<\/h2>\n<p>Noch immer wusste niemand etwas \u00fcber das bisherige Leben unseres Helden. Er schien aber keine Familie oder \u00e4hnliches zu haben, denn er macht keine Anstalten unser Dorf zu verlassen. Was lag also n\u00e4her als ihn in unserem Dorf willkommen zu heissen und ihn angemessen zu belohnen. Wir \u00fcbersch\u00fctteten ihn geradezu mit Belohnungen und Ehrungen, jedoch versank er immer tiefer in d\u00fcsterer, dumpfer Niedergeschlagenheit. Ich dachte, dass dies durch die unaussprechlichen Schrecken, welche er w\u00e4hrend seines Abenteuers getroffen hatte, bewirkt wurde.<\/p>\n<p>Er lebte eine ganze Zeit in unserem Dorf und begegnete jedem, der zu ihm kam, mit grosser Herzlichkeit. F\u00fcr gew\u00f6hnlich jedoch lebte er zur\u00fcckgezogen in seinem Haus, welches wir ihm zur Verf\u00fcgung gestellt hatten. Eines Tages schlug Odgen vor, wir sollten ein Fest veranstalten, um unseren Helden besser in das Dorf einzubinden und damit wir bei belebenden Getr\u00e4nken etwas mehr \u00fcber ihn erfahren sollten. Das Fest war ein totaler Misserfolg. Irgendwann, in einem unbeobachteten Augenblick, stahl er sich davon und lies uns verwirrt zur\u00fcck.<\/p>\n<p>[Cain zittert erneut]<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter am Abend besuchte ich ihn in seinem Haus. Was ich dort sah l\u00e4sst mich noch heute erschaudern. Der namenlose Mann sa\u00df in der Eingangst\u00fcr seines Hauses und murmelte in verschiedenen Sprachen vor sich hin. Viele dieser Sprachen wurden seit Jahrhunderten nicht mehr gesprochen und ich kannte sie nur aus alten B\u00fcchern und Schriftrollen. Der Mann hatte einen dunklen Mantel \u00fcbergeworfen und eine Kapuze verdeckte sein Gesicht. Mit einem Mal sah er mich an und ich erschrak beim Anblick seines Gesichtes. Durch das Feuer wurde sein Gesicht beleuchtet und ich sah den Ausdruck eines Menschen, der nicht mehr Herr seiner Selbst war. Seine Augen gl\u00e4nzten Fiebrig und glommen scharlachrot. Die Wunde an seiner Stirn, von der ich dachte, sie sei verheilt, war aufgeplatzt und ich sah rotes Licht pulsieren.<\/p>\n<p>Als er mich so ansah, fragte ich ob es ihm gutginge, doch er murmelte nur weiter. Ich h\u00e4tte in deisem Moment alles getam um seinem sengenden Blick zu entfliehen. und ich hatte gerade beschlosen ihn alleine zu lassen, als er pl\u00f6tzlich wie aus Trance aufwachte und mit einer Stimme, die mir das Blut in den Adern gefrieren lies, sprach: &#8222;Die Zeit ist gekommen diesen Ort zu verlassen. Meine Br\u00fcder warten im Osten auf mich. Ihre Ketten binden sie nicht mehr.&#8220;<br \/>\nIch verstand nicht, wovon er sprach, hatten wir doch alle gedacht er w\u00e4re ohne Familie. Jedoch dachte ich er sei wieder zu Verstand gekommen und ich zog mich zur\u00fcck. Ich sah &#8222;unseren Helden&#8220; nie wieder, denn er verlie\u00df Tristram heimlich schon am n\u00e4chsten Tag. Er lie\u00df alles zur\u00fcck, bis auf sein Schwert und einen Rucksack mit Proviant. Wie ich sp\u00e4ter erfuhr \u00fcberquerte er sehr bald den Pass im Osten. Nach seiner Abreise wurden die schlimmsten Alptr\u00e4ume aller Bewohner Tristram&#8217;s wahr, denn die D\u00e4monen aus der H\u00f6lle kehrten zur\u00fcck und das Kloster wurde erneut korumpiert.<\/p>\n<h4>Und hier beginnt nun Diablo 2&#8230;<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diablo wurde oft nachgesagt, dass es eine zu d\u00fcnne Story bes\u00e4sse und zu wenig Tiefe biete. Ich denke aber, dass dies nicht der Fall ist, sondern viel mehr, dass das actionhaltige Spielgeschehen und die Atmosph\u00e4re die zugegebenerma\u00dfen nicht ganz leicht zu durchschauende Story in den Hintergrund dr\u00e4ngte. 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