{"id":502393,"date":"2011-12-07T12:43:17","date_gmt":"2011-12-07T11:43:17","guid":{"rendered":"http:\/\/diablo3.ingame.de\/?page_id=502393"},"modified":"2011-12-07T12:43:17","modified_gmt":"2011-12-07T11:43:17","slug":"was-macht-diablo-aus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/planetdiablo.eu\/de\/szene\/kolumnen\/was-macht-diablo-aus\/","title":{"rendered":"Was macht Diablo aus?"},"content":{"rendered":"<p>Immer wieder liest man, wie Fans sich bei kleineren \u00c4nderungen dar\u00fcber aufregen, dass das Spiel nun nicht mehr Diablo sei. Ob es nun die fehlenden Stadtportale, die Grafik oder sonstige Dinge sind: Man liest oft Vergleiche mit World of Warcraft oder Beschwerden, dass das Spiel bis zur L\u00e4cherlichkeit vereinfacht wird. Meist f\u00e4llt in diesem Zusammenhang der Satz <em>&#8222;Das ist nicht mehr Diablo&#8220;<\/em>.<\/p>\n<p>Doch was macht eigentlich Diablo aus? Was sind die Kernelemente des Spiels? Wenn man dar\u00fcber nachdenkt, kommt man auf ein paar Punkte, die das Spiel definieren, die es zu dem machen was es ist. Es sind diese Dinge, die man einem Freund, der noch nie von Diablo geh\u00f6rt hat nennen w\u00fcrde, um ihm zu erkl\u00e4ren worum es geht. Niemand w\u00fcrde dabei Dinge wie Stadtportale, die Grafik oder die ausgekl\u00fcgelten Trademechaniken der bisherigen Spiele erw\u00e4hnen. Im Prinzip geht es doch um ganz andere Dinge.<\/p>\n<h2>Viele Monster t\u00f6ten &#8211; und das m\u00f6glichst schnell<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/10\/Wizard-casting-shock-pulse-modified-by-Indigo-Runestone.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/10\/Wizard-casting-shock-pulse-modified-by-Indigo-Runestone-251x141.jpg\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"141\" class=\"newsimage alignleft size-medium wp-image-497884\" \/><\/a>95% der Zeit verbringt man damit, stupide agierende Monster zu t\u00f6ten, von denen vielleicht jedes Tausendste eine Gefahr darstellt. Auf der Jagd nach immer mehr Items und Erfahrung muss das ein oder andere Monster das Zeitliche Segnen. Besonders intelligent verhalten sie sich dabei nicht und schwer zu besiegen sind sie eigentlich auch fast nie, doch dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Der Kampf ist ein integraler Bestandteil eines jeden Diablo-Spiels, denn egal was man vorhat, sei es nun Items finden, den eigenen Charakter optimieren oder das n\u00e4chste Level erreichen, f\u00fcr alles muss man Monster bek\u00e4mpfen. Man darf den Kampf sicher als eines der wichtigsten Elemente des Spiels ansehen.<\/p>\n<h2>Items sammeln &#8211; Oder: Wo verstaue ich nur den ganzen Kram&#8230;<\/h2>\n<p>Jeder kennt es: Man hat mal wieder ein Item gefunden, das man zwar wahrscheinlich niemals benutzen wird und das auch keinen besonderen Wert besitzt. Trotzdem wird man es f\u00fcr alle Ewigkeit auf einem der zahlreichen Mule-Accounts lagern. Diablo versteht es wie kein zweites Spiel, die Sammelleidenschaft des Spielers zu wecken und das obwohl der komfortabel zug\u00e4ngliche Stauraum mehr als beschr\u00e4nkt ist. Da man fast das ganze Inventar mit Zaubern voll belegt hat, kann man meistens nur ein oder zwei Items aufsammeln, so dass man st\u00e4ndig in die Stadt muss. Und wenn dann die eher kleine Truhe einmal voll ist, muss man sich auch schon wieder eine M\u00f6glichkeit zum Mulen suchen. Doch trotz aller Widrigkeiten besitzen die meisten Spieler dutzende Items, die sie einmal archivieren und danach nie wieder auch nur eines Blickes w\u00fcrdigen. Items sammeln, das ist definitiv eines der Kernelemente des Spiels.<\/p>\n<h2>Traden &#8211; Mach mich Reich!<\/h2>\n<p><div style=\"float:right\"><a href=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/10\/dagobert-duck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/10\/dagobert-duck-251x179.jpg\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"179\" class=\"alignright newsimage  size-medium wp-image-497920\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align:center\">Bild von <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/puppet-master\/\">Marco Facci<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>Hat man erstmal diverse Items angesammelt, so m\u00f6chte man sie doch auch ab und an in virtuellen Reichtum verwandeln. Hier kommen die ausgekl\u00fcgelten Trademechaniken zum tragen. Entweder man stellt sich in ein auf 8 Spieler beschr\u00e4nktes Tradegame und versucht seine Items in diesem doch sehr beschr\u00e4nkten Markt los zu werden, oder man f\u00fchrt penibel Buch \u00fcber die vorhandenen Items und bietet sie in externen Foren an. Wenn man Gl\u00fcck hat findet sich ein anderer Spieler, der bereit ist einen angemessenen Preis f\u00fcr den eigenen Gegenstand zu bezahlen. Dann muss man nur noch einen Termin mit dem anderen Spieler ausmachen und sich im Battle.net treffen um die Items auszutauschen, was meist auch ganz gut funktioniert &#8211; solange die zu handelnden Items nicht mehr als 40 Slots einnehmen, kann man sie halbwegs komfortabel \u00fcber das Tradefenster tauschen. Sollte es mal um mehr Gegenst\u00e4nde gehen, z.B. bei perfekten Edelsteinen, dann muss man entweder kreativ werden oder seinem Gegen\u00fcber einfach Vertrauen entgegen bringen, im Battle.net eine spannende Geschichte.<\/p>\n<h2>Diablo ist einfach &#8211; meistens<\/h2>\n<p>Es ist sogar so einfach, dass manche Spieler sich bildlich gesprochen eine Hand beim Spielen auf den R\u00fccken binden, wenn sie z.B. versuchen \u00dcbertristram mit nackten Charakteren zu bezwingen, weil das Spiel sie sonst nicht fordert. Es d\u00fcrfte wohl kaum jemanden geben, der bestreiten wird, dass der \u00fcberwiegende Gro\u00dfteil der Monster einfaches Fallobst ist. Nach maximal ein bis zwei Attacken f\u00e4llt fast jeder Gegner um und \u00fcberl\u00e4sst dem Spieler bereitwillig die Drops. Daran ist nichts verkehrt, lebt Diablo doch von einem schnellen Kampfsystem und dem t\u00f6ten vieler Monster. An manchen Stellen wird es dennoch schwer, teilweise absurd schwer. <a href=\"http:\/\/135.181.204.8\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/akt1_kampf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/07\/akt1_kampf-300x126.jpg\" alt=\"Diablo 2 Akt 1\" width=\"251\" height=\"105\" class=\"newsimage alignleft size-medium wp-image-445639\" \/><\/a>Wenn man wieder einmal irgendwo gestorben ist, ohne den Gegner \u00fcberhaupt gesehen zu haben, oder dank Immunit\u00e4ten stundenlang auf ein Monster einhaut, fragt man sich teilweise schon, was da denn schief gelaufen sein k\u00f6nnte. Denn statt einem regelm\u00e4\u00dfig fordernde Gegner mit angemessenem Schwierigkeitsgrad in den Weg zu stellen schafft Diablo es, den Spieler einzulullen um ihm dann alle 100 Spiele einen Gegner in den Weg zu stellen, der fast jeden Charakter mit einem einzigen Schlag t\u00f6ten k\u00f6nnte, von verbuggten Gegnern wie stygischen Puppen, Souls oder den Vipern bei Nilhatak mal ganz zu schweigen. Hinzu kamen fr\u00fcher Herausforderungen der eher seltsamen Art wie Iron Maiden zaubernde Monster, die das Spiel f\u00fcr viele Nahkampfcharaktere in den beliebtesten Gebieten nahezu unspielbar machten. Auch wenn das Spiel meist ziemlich einfach ist, gab es doch unvorhersehbare Situationen, die viele Spieler mit Sicherheit schon einmal an den Rande des Wahnsinns getrieben haben.<\/p>\n<h2>Schnelle Fortschritte &#8211; Auch f\u00fcr Leute mit wenig Zeit<\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich wird man das beste Equipment nicht ohne ordentlichen Zeitaufwand erreichen, zumindest nicht auf legalem Wege. Doch auch f\u00fcr Leute mit weniger Zeit war es immer m\u00f6glich, Diablo zu spielen. Es gab stets ein Gebiet, dass man mal eben besuchen konnte in der Hoffnung, das ein oder andere Item abgreifen zu k\u00f6nnen oder ein wenig Erfahrung zu sammeln. Die meisten Aufgaben sind in 5 Minuten erledigt, wenn man also nur wenig Zeit hat, kann man mal eben schnell eine Runde spielen und hat nachher trotzdem das Gef\u00fchl, etwas geschafft zu haben und wenn es nur die H\u00f6hle des B\u00f6sen war.<br \/>\nDoch auch wer mehr Zeit investieren konnte, hatte seinen Spa\u00df, da man f\u00fcr bestimmte Ziele auch Stunden, Wochen oder Monate spielen konnte und immer noch weitere Ziele vor Augen behielt.<\/p>\n<h2>Charakterfortschritt &#8211; Es gibt immer etwas zu verbessern<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/09\/items.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/09\/items-251x178.png\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"178\" class=\"newsimage alignright size-medium wp-image-494360\" \/><\/a>Es gibt kaum ein Spiel, in dem es so schwierig ist, einen perfekt ausger\u00fcsteten Charakter zu besitzen wie in Diablo. Eigentlich gibt es fast immer noch ein Item, das ein wenig besser w\u00e4re, als das eigene. Und auch wenn die Chance verschwindend gering ist, so ein Item jemals zu finden, ganz gibt man die Suche als Spieler wohl nie wirklich auf. Oder wer hofft nicht mehr darauf, die ein oder andere hohe Rune oder ein perfektes Greifenauge zu finden? Perfektion hat nat\u00fcrlich ihren Preis, so dass perfekte Items meist sehr begehrt und damit auch teuer sind. Auch wenn dieser Perfektionsdrang eigentlich unsinnig ist, da fast alle Charaktere auch mit mittelm\u00e4\u00dfigem Equipment sehr gut spielbar sind, h\u00e4lt er doch viele Spieler bei der Stange und sorgt f\u00fcr die n\u00f6tige Langzeitmotivation, frei nach dem Motto <em>Gier ist geil<\/em>.<\/p>\n<h2>Und was soll das alles?<\/h2>\n<p>Sehen wir uns einmal an, was Blizzard f\u00fcr Diablo 3 an diesen Kernelementen des Spiels ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p>Der Kampf ist mit Sicherheit nicht schlechter geworden, durch die Cooldowns bei Heiltr\u00e4nken kann man sich nun nicht mehr jederzeit heilen wie man gerade lustig ist, sondern muss tats\u00e4chlich auch bei normalen Gegnern darauf achten, nicht mit einem Fernk\u00e4mpfer auf einmal mitten in der Gegnerhorde zu landen. Das Castdelay des Stone of Recalls sorgt daf\u00fcr, dass man nicht einfach fliehen kann, wenn man in Bedr\u00e4ngnis ger\u00e4t. Au\u00dferdem agieren auch die Monster intelligenter und schlurfen nicht einfach stumpf auf den Charakter zu oder bleiben an jeder Ecke h\u00e4ngen, die im Weg steht. Wenn man dies mal mit dem Kampf gegen Mephisto vergleicht, kann man nur sagen, dass der Kampf in Diablo 3 wohl deutlich anspruchsvoller und interessanter sein wird als noch in Diablo 2.<\/p>\n<p>Das Itemsystem wurde auch grundlegend \u00fcberarbeitet. W\u00e4hrend man in Diablo 2 noch haufenweise Items einlagerte, obwohl ihr Nutzen ungewiss war, kann man nun nicht ben\u00f6tigte Items in n\u00fctzliche Craftingmaterialien umwandeln um sich so neue Items beim Schmied herstellen zu lassen. Alternativ kann man die vorhandenen Items verzaubern oder sockeln lassen. Die Zauber wurden abgeschafft, damit Spieler nicht mehr ihr ganzes Inventar belegen m\u00fcssen um den Charakter zu verbessern. Auch die Runenw\u00f6rter gibt es nicht mehr. Durchaus verst\u00e4ndlich, wenn man sich die neuen Runen ansieht. Diese ver\u00e4ndern nun die Skills und bringen somit eine ganz neue Itemdynamik ins Spiel. Durch die Aufwertung der Rare-Items werden wir wohl auch viel mehr individuell ausger\u00fcstete Charaktere sehen als bisher. Das Itemsystem ist definitiv breiter angelegt als in Diablo 2 und d\u00fcrfte f\u00fcr wesentlich mehr Individualisierungsm\u00f6glichkeiten sorgen.<\/p>\n<p>Und wenn man dennoch \u00fcbersch\u00fcssige Items besitzt, kann man diese ganz bequem \u00fcber das Auktionshaus verkaufen, statt wie zuvor in Foren zu traden oder ewig im Battle.net auf m\u00f6gliche Tradepartner zu warten, die einen dann wom\u00f6glich noch bei jeder Gelegenheit zu beschei\u00dfen versuchen. Das Echtgeld-Auktionshaus sorgte f\u00fcr eine gro\u00dfe Kontroverse, doch seien wir mal ehrlich: Bisher ist niemandem eine andere Methode eingefallen, den Itemverkauf durch Drittanbieter zu verhindern, die dubiose Gegenst\u00e4nde aus unbekannten Quellen anboten und daf\u00fcr massiv mit Bots arbeiteten, die Spieler im Battle.net vollspammten oder sogar Dupes verkauften. Fakt ist, dass es den Handel von Gegenst\u00e4nden gegen echtes Geld auch weiterhin geben wird, ob nun durch Blizzard oder durch Drittanbieter. Mit dem Echtgeld-Auktionshaus ist es aber wenigstens m\u00f6glich, kontrollierte Rahmenbedingungen zu schaffen, w\u00e4hrend rechtliches Vorgehen gegen externe H\u00e4ndler sich bisher mehr als schwierig gestaltet hat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/08\/Wizard-fighting-skeletons-in-the-Cathedral.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/08\/Wizard-fighting-skeletons-in-the-Cathedral-251x141.png\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"141\" class=\"newsimage alignleft size-medium wp-image-488037\" \/><\/a> Am Kampfsystem wurde auch gedreht, so dass Nahk\u00e4mpfer nun zum Beispiel versuchen, Fernk\u00e4mpfern Deckung zu geben und Monster deutlich aggressiver und intelligenter vorgehen k\u00f6nnen. Hier kommt ein in Diablo 3 neues System zum tragen, das die Monster mit steigendem Level immer besser agieren l\u00e4sst. W\u00e4hrend die Monster auf den niedrigen Leveln, wie wir sie aus der Beta kennen, noch teilweise sehr langsam auf den Spieler reagieren und auch nicht so viele Attacken ausf\u00fchren, sollen sie bei weiterem Spielfortschritt immer besser werden. Dies geschieht nicht ausschlie\u00dflich durch die Anpassung ihrer Statuswerte, sondern auch durch die Verbesserung ihres Verhaltens, so dass Gegner versuchen werden den Charakter zu umzingeln, das Tempo wechseln und so eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Herausforderung darstellen.<br \/>\nIm Gegenzug wurden die Immunit\u00e4ten entfernt. Es wird also nicht mehr vorkommen, einen Gegner mit seinem Charakter \u00fcberhaupt nicht t\u00f6ten zu k\u00f6nnen. Resistenzen gibt es nat\u00fcrlich immer noch, so dass unterschiedliche Angriffe immer noch unterschiedlich effektiv sein k\u00f6nnen. Ob Zufalls-Monster noch in der Lage sind, den Charakter mit einem Schlag zu t\u00f6ten ist bisher nicht bekannt, in der Beta haben sich vor allem Bosse mit Arkan-Verzauberung hervorgetan, die zum Teil wirklich enormen Schaden austeilen.<\/p>\n<p>Wer die Beta gespielt hat d\u00fcrfte es bemerkt haben, auch in Diablo 3 kann man mit relativ wenig Zeiteinsatz einen Fortschritt im Spiel erreichen. Erfahrung sammelt man in einer \u00e4hnlichen Geschwindigkeit wie in Diablo 2 und die meisten Quests lassen sich mit vergleichbarem Zeiteinsatz l\u00f6sen. Nach einer kurzen Runde Diablo 3 zwischendurch d\u00fcrfte man also immer noch das Gef\u00fchl haben, etwas erreicht zu haben. Doch die Itemdropraten zeigen schon, dass man wohl auch Monate spielen k\u00f6nnte, ohne das gew\u00fcnschte Item selbst zu finden, so dass auch f\u00fcr ausreichend Langzeitmotivation gesorgt sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/09\/new-skill-wd.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/files\/2011\/09\/new-skill-wd-251x141.jpg\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"141\" class=\"newsimage alignleft size-medium wp-image-490654\" \/><\/a>Dem gegen\u00fcber steht der Charakterfortschritt und die Individualisierung. Auf den ersten Blick wirken die automatisch verteilten Status- und Skillpunkte wie eine starke Einschr\u00e4nkung. Wenn man sich an Diablo 2 erinnert, waren jedoch neun von zehn Charakteren exakt gleich geskillt und gestattet. Ob man nun selbst die immer exakt gleiche Punkteverteilung vornimmt oder dies automatisch geschieht, d\u00fcrfte also keine Rolle spielen. Da man nur sechs Skills gleichzeitig ausw\u00e4hlen kann, wird sich auch an der Vielfalt der Charakterbuilds nicht viel \u00e4ndern, man muss weiterhin sorgf\u00e4ltig ausw\u00e4hlen, welche Fertigkeiten man benutzen will. Im Prinzip ist die automatische Vergabe von Fertigkeitspunkten also nur eine leicht ver\u00e4nderte Respecc-Funktion. Die Individualisierung des Charakters wird \u00fcber die Items ablaufen, so dass man f\u00fcr jeden noch so exotischen Charakterbuild passende Items sammeln muss, wenn man ihn spielen will. Die gro\u00dfe Frage ist, wie die Langzeitmotivation aufrecht erhalten werden soll. Wenn das Spiel nicht kontinuierlich weiterentwickelt wird und neuer Content hinzu kommt, d\u00fcrfte es vielen Spielern irgendwann langweilig werden. Es gibt keinen Grund mehr als 5 Charaktere zu spielen, da jeder Charakter sich immer gleich entwickelt. Im Prinzip bleibt in sp\u00e4teren Stadien des Spiels nur die Itemsammelei und PvP als Motivation \u00fcber &#8211; ob dies nicht ein wenig d\u00fcnn ist wird sich zeigen. Ohne Ladder-Resets d\u00fcrfte die Motivationskurve bei vielen Spielern jedenfalls schnell sinken, wie man aktuell in Diablo 2 sieht. In jeder Ladder sinkt irgendwann die Spielerzahl drastisch, weil jeder ein paar gut ausger\u00fcstete Charaktere besitzt und noch bessere Ausr\u00fcstung einfach zu zeitaufw\u00e4ndig ist.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Blizzard hat die Kernelemente des Spiels konsequent ausgebaut, daf\u00fcr mussten hin und wieder ein paar altbekannte Features wie die jederzeit nutzbaren Stadtportale oder die unbegrenzt einsetzbaren Tr\u00e4nke darunter leiden. Doch niemand w\u00fcrde behaupten, er habe einen Teil der Diablo-Reihe gespielt, weil man dort Stadtportale nutzen oder Tr\u00e4nke trinken kann. Ich w\u00fcrde behaupten, dass fast jeden Spieler eine Mischung der oben genannten Punkte an Diablo fasziniert und bei der Stange gehalten hat. Man sollte also vorher einmal dar\u00fcber nachdenken, ob kleinere \u00c4nderungen so gravierend sind wie sie von einigen Nutzern immer dargestellt werden, oder ob sie nicht sogar die wichtigsten Elemente des Spiels verbessern.<\/p>\n<p>Oft entsteht n\u00e4mlich der Eindruck, dass Komplexit\u00e4t um der Komplexit\u00e4t Willen eine gute Sache w\u00e4re. Viele Spieler scheinen zu glauben, dass das Spiel mehr Spa\u00df machen w\u00fcrde, je komplizierter es sei. Doch niemand spielt das Spiel, weil es so herrlich kompliziert ist. Die vielen Berechnungen und Unsinnigkeiten in Diablo 2 zu beherrschen, sind h\u00f6chstens instrumentale Ziele, das fundamentale Ziel dahinter ist, seinen Charakter besser zu machen und so immer schneller Monster t\u00f6ten zu k\u00f6nnen um immer mehr Reichtum und bessere Items anzuh\u00e4ufen. Oder w\u00fcrde das Spiel tats\u00e4chlich weniger Spa\u00df machen, wenn der Schaden korrekt angezeigt w\u00fcrde und Berechnungen wie Angriffswert und Blockchance jedem klar w\u00e4ren? Wahrscheinlich nicht, denn wenn man nur wegen der vielen Berechnungen spielt, w\u00e4re ein Mathebuch wahrscheinlich der bessere Zeitvertreib.<\/p>\n<div style=\"float:right\"><em>von HorstSchlemmer<\/em><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/diablo3.ingame.de\/szene\/kolumnen\/\">Zur Kolumnen-\u00dcbersicht<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder liest man, wie Fans sich bei kleineren \u00c4nderungen dar\u00fcber aufregen, dass das Spiel nun nicht mehr Diablo sei. Ob es nun die fehlenden Stadtportale, die Grafik oder sonstige Dinge sind: Man liest oft Vergleiche mit World of Warcraft oder Beschwerden, dass das Spiel bis zur L\u00e4cherlichkeit vereinfacht wird. 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