Kann es sein, dass der eine (der Unberührte) bestimme Netzwerkeinstellungen hatte, die es Warden unmöglich gemacht haben, seinen Speicher auslesen zu können etc.? Warden hätte ja auch nicht einfach dem User melden können: "Hey, du blockst mich, lass mich rein, will dich ma scannen!" Bestimmt nicht. Ich weiß der Port blalblabla ist während dem Spielen offen, aber man kann doch trotzdem jemanden, der auf den Rechner zugreift (bei Warden wäre es ja nur das lesen, aber nicht schreiben oder verändern) bestimmte Sachen verwehren. Sonst könnt ja Warden alles auslesen, was es möchte. Also kann es sein, dass bestimme User unswissentlich nen paar Einstellungen an ihren Rechner gemacht haben, die es zwar ermöglichen ohne Problem zu zocken, aber Warden in seiner Funktion einschränkt? Möcht das gerne mal von einen "Fachmann" mit Begründung plz, beantwortet haben.
Ich bin gerade dabei, mich mal näher mit der Funktionsweise von Warden zu befassen, soweit sich das aus den verstreuten Quellen im Netz rekonstruieren lässt.
Mit den Netzwerkverbindungen (netstat etc.), die dein Rechner zum Battle.net hält hat es nichts zu tun. Das, was gemeinhin als der Warden bezeichnet wird ist ein der Teil des Schutzsystems
Warden, der auf deinem Rechner durch die Diablo2-Instanz zur Ausführung gebracht wird. Blizzard weist dein Diablo2 an, nach bestimmten Kriterien zu suchen. Z.B. Modifikationen an den Spiel-DLLs. Der Teil von Warden, der diese Aufgabe auf deinem Rechner ausführt meldet das Ergebniss der Suche an Blizzard zurück. Also
im Prinzip kann Warden damit tatsächlich "alles auslesen, was es möchte" -- bzw. was es als Bestandteil des ausgeführten Diablo2 auch darf. Es wäre also durchaus möglich, Warden den Zugriff auf bestimmte Informationen gezielt zu verwehren -- aber nicht
unwissentlich. Da würden schon Vorsatz und tiefergehende Kenntnisse über das Betriebssystem nötig sein.
Vor allem kann man mit diesen Warden-Aussperrungen vielleicht einige, aber nicht alle Scans von Warden blockieren. Unklar ist auch, ob nicht Blizzard eine solche Verweigerung auch als Indiz für Beschiss verwendet. Nach meinem bisherigen Kenntnisstand dürfte die modifizierte DLL auch in die Abteilung Modifikationen fallen, die man nicht Warden vorenthalten kann.
Der Fall, dass jemand trotz modifizierter DLL dem Bann (bisher) entkommen ist, ist möglich, wenngleich recht unwahrscheinlich
(! was nur heisst, dass das es wenig wahrscheinlich ist !). Warden scannt nämlich, soweit ich das wie gesagt rekonstruieren kann, nicht auf alle bekannten Cheats auf einmal, sondern wählt aus der Liste der verfügbaren Scans immer eine gewissen Anzahl der durchzuführenden Scans per Zufall aus. Nach einem Scandurchlauf werden wieder zufällig Scanroutinen ausgewählt usw. und Warden "merkt" sich dabei nicht, welche Routine bereits ausgeführt wurde und welche nicht. It's all Statistik und so: Nach einer gewissen Zeit sind für einen gegebenen Account alle Routinen durchgeführt worden. D.h., rein theoretisch kann es sein, dass die modifizierte DLL genutzt wurde aber durch verdammtes Glück oder kurze online-Zeiten der Scan auf die DLL (noch) nicht durchgeführt wurde.
Alle Informationen basieren übrigens auf den Erfahrungen mit Warden vs. WoW und, auch das ist ja nicht unwichtig, das Schutzsystem basiert wohl auch auf heuristischen Verfahren, die das Nutzerverhalten analysieren.
Quellen für meine Informationen gebe ich hier erstmal nicht an, wenngleich sie bisher aus dem hellgrauen Bereich stammen (WoW-Nutzer, die sich für Warden aus Datenschutzgründen interessieren).