Frostbrynger
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Ich bin jetzt eine Weile im offiziellen Diablo3-Forum unterwegs. Leider haben Postings dort die Tendenz, ziemlich schnell gelöscht zu werden. Betrifft jetzt nicht mich im speziellen. Es gibt viele unerwünschte Themen die ziemlich schnell verschwinden, aber bei Diskussionen die über "Rip off" und "Clones" gehen scheint es besonders schnell zu gehen, wenn sie sich in die falsche Richtung entwickeln.
Das Sacred, TitanQuest und ein paar andere Spiele nur einfache Kopien von Diablo sind, sollte eigentlich bekannt sein. Und dass sie zum Teil von mangelhafter Qualität sind, ist auch kein Geheimnis. Und solange die Diskussion sich auf der Ebene befindet, kann ein Thread locker 3 oder 4 Seiten über mehrere Tage entwickeln.
Jedoch geht es auch in die andere Richtung: Diablo ist ja nicht gerade eine Innovation. Um genau zu sein, sind die ersten Hack&Slays noch vor Pong anzusiedeln, auch wenn es die entsprechenden Programme nicht bis in die Gegenwart überlebt haben. Damals gab es noch recht harte Speicherbeschränkungen, weshalb man gezwungen war Dungeons zufällig zu generieren. Irgendwo in den 70ern kam dann auch Moria. Damit meine ich nicht dieses Pseudo-3D Hack&Slay in der PLATO-Engime, sondern der Zweig, aus dem sich Angbang und in weiterer Folge Unangbang entwickelt haben. Da es ein OpenSource-Spiel ist, wird die Sache etwas komplex. Weil es gibt eine schier endlose Menge an Varianten. Die Variante von Moria die ich meine, ist ein paar Jahre vor Diablo 1 erschienen und wurde von mir ziemlich oft gespielt. Ich möchte hier mal die Unterschiede zu Diablo 1 erläutern, kann aber leider keinen Link bereitstellen. Ist ja doch schon mehr als 10 Jahre her. Wenn wer weiterführende Informationen hat, würde ich mich freuen.
Also, dann mal in die Hände gespuckt:
*) Moria ist rundenbasiert und strikt Singleplayer
*) Es gibt nur eine 80*25-ASCII-Grafik
*) Es gibt 3*4 Leveln, und zwar Dungeon, Cave und Hell.
*) Moria hatte man im Idealfall in 2 Stunden durch. War also um einiges kürzer. Weiß jetzt aber nicht, wie lange man an Diablo gesessen ist.
*) Babarian, Wizard und Thief haben alle eigene Skills.
*) Die Zaubersprüche der Magierklasse sind an DnD angelehnt und eigentlich lässt sich jeder Moria-Zauberspruch einem Diablo-Spruch zuordnen. Magic Missle = Charged Bolt, Fire Arrow = Fire Bolt. Nova heißt noch immer Nova, passiert aber auf Blitz. "Summon Earth Elementar" beschwört keinen Begleiter, der sich nach einer Weile gegen den Caster wendet. Man sollte in Moria sicher gegen, dass ein Erdelementar von den Gegnern vernichtet wird, weil es ziemlich extreme Ressistenzen hat. Aber man kann es notfalls mit "Shining Wall" einkerkern. Die entsprechende Firewall in Diablo funktioniert ganz anders. Das lustige "ich baue meine eigenen Wände" habe ich in Diablo am meisten vermisst. Der andere Suizid-Skill in Moria war Fireball. Der Explosionsradius war um einiges größer als in Diablo und man konnte ihn in 8 Richtungen auf die Reise schicken. Der Schaden war verdammt heftig. Dies hat man besonders dann gespürt, wenn direkt vor der Nase ein unsichtbarer Gegner gestanden ist. Der höchste Skill in Moria ist Sunlight, mit dem alle untoten Monster im Blickfeld sofort den Löffel abgeben. Wobei es eigentlich nur den Skelettdrachen gibt, für den sich dieser Zauber lohnt. Und mit einer Chance von 33% begegnet man diesen nie.
*) Moria war viel schwerer. Wenn man nur blöd herumrennt verhungert man ziemlich schnell. Es gibt Perma-death, also Tod bedeuted, dass man neu beginnen muss. Die Gefahr von unsichtbaren Gegner habe ich bereits erläutert. Das sind absolute Magierkiller. Der Alptraum für Barbaren schleicht auch in Level 6-8 herum: Rostmonster. Mit jeden Schlag besteht eine hohe Chance, dass ein metallener Gegenstand zu Staub zerfällt. Und der Barbar muss in den Nahkampf. Die Lösung sind stainless steel-Gegenstände, die viel Geld kosten.
*) Es gab Deathstrike. Das heißt, dass bei einem erfolgreichen Treffer der Gegner Tod ist. Dementsprechend gab es Deathstrike-Fallen an Schatztruhen und Türen, Monster mit Deathstrike (z.B. Skelettdrachen). Es gab aber auch einen unique-deathstrike Ring der das eigene Leben absaugt (imho schlechtestes Unique im Spiel) und beim Händler die Deathstrike-Lanze. Die beste Waffe im Spiel und wenn man kräftig spart sogar recht früh verfügbar. Wobei ich sie mir persönlich erst ziemlich spät holen würde, da man das Geld einfach für andere Dinge braucht.
*) Wenn man Heiltränke auf vollen Leben trinkt, gibt es +1 HP.
*) An einem Schrein muss man eine Opfergabe darbringen. Wobei man sich genau überlegen sollte, ob man einen Schrein untersucht. Weil wenn man einen Schrein untersucht und keine Opfergabe gibt bevor man das Level verlässt, wird sich der Gott des Schreins rächen. +2 HP für eine Opfergabe von 1000 Gold tun weh, wenn ein Heiltrank in der Stadt 320 Gold kostet und es für 42 500 Gold die Lanze gibt. Aber wenn man sich weigert, verliert man 2HP. Am besten hat man die Dinger nur angefasst, wenn sie einen Weg versperrt haben.
*) Townportals waren extrem selten (~2 im ganzen Spiel)
*) Es mussten auch Tränke, Schriftrollen Bücher usw. identifiziert werden, wozu es nie genug Rollen gab. Und 100 Gold beim Schätzmeister in der Stadt waren ziemlich heftig. Dafür konnte besonders der Magier viele schwache Gegenstände selbst schätzen. Der Barbar mit Level 10 (15 ist Maximum) hat gerade mal einen Dolch +1/+0 erkannt. So etwas wandert bei dem Level auf den Boden zurück.
*) Der größte Unterschied war wohl das Inventar. Man hatte 26 Plätze in den Inventar und einen Platz am Character. In diesen einen Platz konnte man eine Waffe legen. Wobei es keine schlechte Idee war, unterschiedliche Waffen mitzuführen (Keule für Skelette, Schwert für Dämonen ...). Außerden gab es Runen, Ringe und Amulette, mit denen man sein gesamtes Inventar zupflastern konnte und die alle als angelegt gelten. Ringe und Amulette konnte man mit Edelsteinen verzieren. Runen haben den Vorteil, dass ein Rostmonster sie nicht zerstört. In einer anderen Variante habe ich gesehen, dass es ebenfalls einen Rüstungsslot gab. Die Variante habe ich nie gespielt. War das Inventar vollgeplastert, konnte man jedoch weniger aufheben und Geld damit verdienen. Man konnte jedoch im Gegensatz zu Diablo gleichnamige Gegenstände stapeln. 22 Ritterlanzen brauchten genauso viel Platz wie eine Fire Arrow-Rolle. Eine Paradoxie war, dass 5 unidentifizierte Rollen einen Slot brauchen. 2 Fire-Arrow-Rollen, 2 Magic-Missile-Rollen und 1 Holy-Touch-Rollen verbrauchen aber 3 Slots.
*) Das letzte Encounter war praktisch identisch. Besiege Saruman und nutze seinen Stab um an den Balrog zu kommen. Und da unten gab es unsichtbare Magier, die mit Feuerbällen um sich werfen. Sowie die Uruk-hai Blackorcs. Super wenn man die Lanze hat, wenn man die Gegner auch mit einem +1/+5-Dolch mit einem Schlag klein kriegt. War lustig, wenn man zwischen 2 Gruppen stand und die sich gegenseitig gegrillt haben. Der Balrog ist aber ohne die Lanze für Babaren nicht machbar (Und die Drachen in den Leveln davor eigentlich auch nicht). Und wenn man nicht viel Glück mit den wenigen Deathstrike-Pfeilen im Spiel hat, braucht der Dieb ebenfalls die Lanze. Der Magier nietet den Balrog leicht um, aber ich habe es mit ihm noch nie an den anderen Gegnern in diesem Level vorbeigeschafft. Wobei die sich mit richtig plazierten Shining Walls schnell selbst dezimieren. Aber es gibt ja noch die Uruk-hai, die ganze Mauern mit einen Schlag einreisen und feuerimmun sind. Ein Mitschüler hat immer gemeint, mit dem Wizard ist Balrog am leichtesten zu killen. Leicht ist aber in diesen Spiel sehr relativ. Meistens hat man sowieso im Bereich ab Level 6 in das Gras gebissen. Wenn man nicht weiß was man tut konnten einen aber schon die Goblin-Shamanen in Level 2 einen umbringen.
*) Die Gegner in Diablo waren ziemlich eintönig. Keine Monstergeneratoren, keine Dämonen die sich selbst mit vollen MP beschwören und das gesammte Level mit sich selbst zupflastern. Keine Zombies die einem dauerhaft HP wegnehmen. Keine Aciddogs und Rustmonsters, die Gegenstände am Körper zerstören. Keine Mimikris. Keine Drachen, die zwischen verschiedenen Formen wechseln können und ziemlich gut darin sind die unpassendste zu wählen. Am besten man lässt sich in einer angenehmeren Form die HP mehrmals runterklopfen, damit alle Drachen diese Form annehmen. Keine Gegner, die das gesamte Gebiet in ein undurchdringliches Flammenmeer verwandeln. ( Feuerskelette! ) Gegner die zustürmen gab es in Diablo auch, waren in Moria mit den Gängen die 1 Feld breit waren aber deutlich brutaler. Oh, habe ich schon erwähnt, dass ich Shining Wall geliebt habe? Die Wand ist zwar zerbröselt, aber der Gegner hatte dann so 3/16HP übrig und manchmal sogar betäubt (In Moria heißt das KO). In der Situation konnte dann sogar ein Wizard in den Nahkampf gehen.
*) In Diablo konnte man nicht laufen. Oder um genau zu sein 2 identische physische Zugoptionen auf einmal ausführen. Jedoch wurde dies durch Stamina beschränkt. Extrem war dies mit Whirlwind. 2 Angriffe in 4 angrenzende Felder. Mit einer Lanze konnte man sogar 12 Felder in der Umgebung 2 mal angreifen. Dies war eigentlich nur durch Sunlight auf Untote zu überbieten. Die Kosten sind aber in beiden Fällen verdammt hoch. Der Barbar hatte einen Skill, um 3 Felder auf einmal zu laufen (Charge). Der war sehr billig, aber selten anzuwenden. Ein Charge in eine Wand hinein kann immerhin einen Character bei voller HP töten. Und der Dieb schaut zwar neidisch auf diese Optionen, aber dafür kann er Deathstrike-Fallen in Serie legen und hat seine paralysierenden Giftpfeile. Whirlwind dagegen ist auf etwa 15 Anwendungen im gesamten Spiel beschränkt und Sunlight ist eine Schriftrolle die sich für 520 Gold verkauft und einen vollen Inventarslot verbraucht.
Nachdem Diablo 2 doch einige Sachen von Moria eingeführt hat, denke ich, dass es vielleicht durchaus interessant ist mal etwas von diesen Spiel zu erzählen. Die Heilorbs sind ja für mich auch nicht gerade unbekannt, auch wenn ich diese von Doom 3D kenne. Andere Roguelikes von denen ich gelesen habe besitzen die auch, kann also von mir aus nicht erkennen woher die Idee kommt.
Und auch wenn Blizzard anscheinend recht verschnupft auf solche Dinge reagiert, bin ich persönlich nicht der Meinung, dass dies eine schlechte Sache ist. Moria selbst glänzt ja nun wirklich nicht durch ein einzigartiges Setting und hat die Ideen für seine Sprüche zum Großteil von den damals neuen D&D geklaut. Und die Bezeichnungen Moria, Saruman und Balrog sind offensichtlich von Herr der Ringe inspiriert. Würde niemand Ideen "klauen", würden die Menschheit wahrscheinlich noch immer kein Feuer kennen.
Das Sacred, TitanQuest und ein paar andere Spiele nur einfache Kopien von Diablo sind, sollte eigentlich bekannt sein. Und dass sie zum Teil von mangelhafter Qualität sind, ist auch kein Geheimnis. Und solange die Diskussion sich auf der Ebene befindet, kann ein Thread locker 3 oder 4 Seiten über mehrere Tage entwickeln.
Jedoch geht es auch in die andere Richtung: Diablo ist ja nicht gerade eine Innovation. Um genau zu sein, sind die ersten Hack&Slays noch vor Pong anzusiedeln, auch wenn es die entsprechenden Programme nicht bis in die Gegenwart überlebt haben. Damals gab es noch recht harte Speicherbeschränkungen, weshalb man gezwungen war Dungeons zufällig zu generieren. Irgendwo in den 70ern kam dann auch Moria. Damit meine ich nicht dieses Pseudo-3D Hack&Slay in der PLATO-Engime, sondern der Zweig, aus dem sich Angbang und in weiterer Folge Unangbang entwickelt haben. Da es ein OpenSource-Spiel ist, wird die Sache etwas komplex. Weil es gibt eine schier endlose Menge an Varianten. Die Variante von Moria die ich meine, ist ein paar Jahre vor Diablo 1 erschienen und wurde von mir ziemlich oft gespielt. Ich möchte hier mal die Unterschiede zu Diablo 1 erläutern, kann aber leider keinen Link bereitstellen. Ist ja doch schon mehr als 10 Jahre her. Wenn wer weiterführende Informationen hat, würde ich mich freuen.
Also, dann mal in die Hände gespuckt:
*) Moria ist rundenbasiert und strikt Singleplayer
*) Es gibt nur eine 80*25-ASCII-Grafik
*) Es gibt 3*4 Leveln, und zwar Dungeon, Cave und Hell.
*) Moria hatte man im Idealfall in 2 Stunden durch. War also um einiges kürzer. Weiß jetzt aber nicht, wie lange man an Diablo gesessen ist.
*) Babarian, Wizard und Thief haben alle eigene Skills.
*) Die Zaubersprüche der Magierklasse sind an DnD angelehnt und eigentlich lässt sich jeder Moria-Zauberspruch einem Diablo-Spruch zuordnen. Magic Missle = Charged Bolt, Fire Arrow = Fire Bolt. Nova heißt noch immer Nova, passiert aber auf Blitz. "Summon Earth Elementar" beschwört keinen Begleiter, der sich nach einer Weile gegen den Caster wendet. Man sollte in Moria sicher gegen, dass ein Erdelementar von den Gegnern vernichtet wird, weil es ziemlich extreme Ressistenzen hat. Aber man kann es notfalls mit "Shining Wall" einkerkern. Die entsprechende Firewall in Diablo funktioniert ganz anders. Das lustige "ich baue meine eigenen Wände" habe ich in Diablo am meisten vermisst. Der andere Suizid-Skill in Moria war Fireball. Der Explosionsradius war um einiges größer als in Diablo und man konnte ihn in 8 Richtungen auf die Reise schicken. Der Schaden war verdammt heftig. Dies hat man besonders dann gespürt, wenn direkt vor der Nase ein unsichtbarer Gegner gestanden ist. Der höchste Skill in Moria ist Sunlight, mit dem alle untoten Monster im Blickfeld sofort den Löffel abgeben. Wobei es eigentlich nur den Skelettdrachen gibt, für den sich dieser Zauber lohnt. Und mit einer Chance von 33% begegnet man diesen nie.
*) Moria war viel schwerer. Wenn man nur blöd herumrennt verhungert man ziemlich schnell. Es gibt Perma-death, also Tod bedeuted, dass man neu beginnen muss. Die Gefahr von unsichtbaren Gegner habe ich bereits erläutert. Das sind absolute Magierkiller. Der Alptraum für Barbaren schleicht auch in Level 6-8 herum: Rostmonster. Mit jeden Schlag besteht eine hohe Chance, dass ein metallener Gegenstand zu Staub zerfällt. Und der Barbar muss in den Nahkampf. Die Lösung sind stainless steel-Gegenstände, die viel Geld kosten.
*) Es gab Deathstrike. Das heißt, dass bei einem erfolgreichen Treffer der Gegner Tod ist. Dementsprechend gab es Deathstrike-Fallen an Schatztruhen und Türen, Monster mit Deathstrike (z.B. Skelettdrachen). Es gab aber auch einen unique-deathstrike Ring der das eigene Leben absaugt (imho schlechtestes Unique im Spiel) und beim Händler die Deathstrike-Lanze. Die beste Waffe im Spiel und wenn man kräftig spart sogar recht früh verfügbar. Wobei ich sie mir persönlich erst ziemlich spät holen würde, da man das Geld einfach für andere Dinge braucht.
*) Wenn man Heiltränke auf vollen Leben trinkt, gibt es +1 HP.
*) An einem Schrein muss man eine Opfergabe darbringen. Wobei man sich genau überlegen sollte, ob man einen Schrein untersucht. Weil wenn man einen Schrein untersucht und keine Opfergabe gibt bevor man das Level verlässt, wird sich der Gott des Schreins rächen. +2 HP für eine Opfergabe von 1000 Gold tun weh, wenn ein Heiltrank in der Stadt 320 Gold kostet und es für 42 500 Gold die Lanze gibt. Aber wenn man sich weigert, verliert man 2HP. Am besten hat man die Dinger nur angefasst, wenn sie einen Weg versperrt haben.
*) Townportals waren extrem selten (~2 im ganzen Spiel)
*) Es mussten auch Tränke, Schriftrollen Bücher usw. identifiziert werden, wozu es nie genug Rollen gab. Und 100 Gold beim Schätzmeister in der Stadt waren ziemlich heftig. Dafür konnte besonders der Magier viele schwache Gegenstände selbst schätzen. Der Barbar mit Level 10 (15 ist Maximum) hat gerade mal einen Dolch +1/+0 erkannt. So etwas wandert bei dem Level auf den Boden zurück.
*) Der größte Unterschied war wohl das Inventar. Man hatte 26 Plätze in den Inventar und einen Platz am Character. In diesen einen Platz konnte man eine Waffe legen. Wobei es keine schlechte Idee war, unterschiedliche Waffen mitzuführen (Keule für Skelette, Schwert für Dämonen ...). Außerden gab es Runen, Ringe und Amulette, mit denen man sein gesamtes Inventar zupflastern konnte und die alle als angelegt gelten. Ringe und Amulette konnte man mit Edelsteinen verzieren. Runen haben den Vorteil, dass ein Rostmonster sie nicht zerstört. In einer anderen Variante habe ich gesehen, dass es ebenfalls einen Rüstungsslot gab. Die Variante habe ich nie gespielt. War das Inventar vollgeplastert, konnte man jedoch weniger aufheben und Geld damit verdienen. Man konnte jedoch im Gegensatz zu Diablo gleichnamige Gegenstände stapeln. 22 Ritterlanzen brauchten genauso viel Platz wie eine Fire Arrow-Rolle. Eine Paradoxie war, dass 5 unidentifizierte Rollen einen Slot brauchen. 2 Fire-Arrow-Rollen, 2 Magic-Missile-Rollen und 1 Holy-Touch-Rollen verbrauchen aber 3 Slots.
*) Das letzte Encounter war praktisch identisch. Besiege Saruman und nutze seinen Stab um an den Balrog zu kommen. Und da unten gab es unsichtbare Magier, die mit Feuerbällen um sich werfen. Sowie die Uruk-hai Blackorcs. Super wenn man die Lanze hat, wenn man die Gegner auch mit einem +1/+5-Dolch mit einem Schlag klein kriegt. War lustig, wenn man zwischen 2 Gruppen stand und die sich gegenseitig gegrillt haben. Der Balrog ist aber ohne die Lanze für Babaren nicht machbar (Und die Drachen in den Leveln davor eigentlich auch nicht). Und wenn man nicht viel Glück mit den wenigen Deathstrike-Pfeilen im Spiel hat, braucht der Dieb ebenfalls die Lanze. Der Magier nietet den Balrog leicht um, aber ich habe es mit ihm noch nie an den anderen Gegnern in diesem Level vorbeigeschafft. Wobei die sich mit richtig plazierten Shining Walls schnell selbst dezimieren. Aber es gibt ja noch die Uruk-hai, die ganze Mauern mit einen Schlag einreisen und feuerimmun sind. Ein Mitschüler hat immer gemeint, mit dem Wizard ist Balrog am leichtesten zu killen. Leicht ist aber in diesen Spiel sehr relativ. Meistens hat man sowieso im Bereich ab Level 6 in das Gras gebissen. Wenn man nicht weiß was man tut konnten einen aber schon die Goblin-Shamanen in Level 2 einen umbringen.
*) Die Gegner in Diablo waren ziemlich eintönig. Keine Monstergeneratoren, keine Dämonen die sich selbst mit vollen MP beschwören und das gesammte Level mit sich selbst zupflastern. Keine Zombies die einem dauerhaft HP wegnehmen. Keine Aciddogs und Rustmonsters, die Gegenstände am Körper zerstören. Keine Mimikris. Keine Drachen, die zwischen verschiedenen Formen wechseln können und ziemlich gut darin sind die unpassendste zu wählen. Am besten man lässt sich in einer angenehmeren Form die HP mehrmals runterklopfen, damit alle Drachen diese Form annehmen. Keine Gegner, die das gesamte Gebiet in ein undurchdringliches Flammenmeer verwandeln. ( Feuerskelette! ) Gegner die zustürmen gab es in Diablo auch, waren in Moria mit den Gängen die 1 Feld breit waren aber deutlich brutaler. Oh, habe ich schon erwähnt, dass ich Shining Wall geliebt habe? Die Wand ist zwar zerbröselt, aber der Gegner hatte dann so 3/16HP übrig und manchmal sogar betäubt (In Moria heißt das KO). In der Situation konnte dann sogar ein Wizard in den Nahkampf gehen.
*) In Diablo konnte man nicht laufen. Oder um genau zu sein 2 identische physische Zugoptionen auf einmal ausführen. Jedoch wurde dies durch Stamina beschränkt. Extrem war dies mit Whirlwind. 2 Angriffe in 4 angrenzende Felder. Mit einer Lanze konnte man sogar 12 Felder in der Umgebung 2 mal angreifen. Dies war eigentlich nur durch Sunlight auf Untote zu überbieten. Die Kosten sind aber in beiden Fällen verdammt hoch. Der Barbar hatte einen Skill, um 3 Felder auf einmal zu laufen (Charge). Der war sehr billig, aber selten anzuwenden. Ein Charge in eine Wand hinein kann immerhin einen Character bei voller HP töten. Und der Dieb schaut zwar neidisch auf diese Optionen, aber dafür kann er Deathstrike-Fallen in Serie legen und hat seine paralysierenden Giftpfeile. Whirlwind dagegen ist auf etwa 15 Anwendungen im gesamten Spiel beschränkt und Sunlight ist eine Schriftrolle die sich für 520 Gold verkauft und einen vollen Inventarslot verbraucht.
Nachdem Diablo 2 doch einige Sachen von Moria eingeführt hat, denke ich, dass es vielleicht durchaus interessant ist mal etwas von diesen Spiel zu erzählen. Die Heilorbs sind ja für mich auch nicht gerade unbekannt, auch wenn ich diese von Doom 3D kenne. Andere Roguelikes von denen ich gelesen habe besitzen die auch, kann also von mir aus nicht erkennen woher die Idee kommt.
Und auch wenn Blizzard anscheinend recht verschnupft auf solche Dinge reagiert, bin ich persönlich nicht der Meinung, dass dies eine schlechte Sache ist. Moria selbst glänzt ja nun wirklich nicht durch ein einzigartiges Setting und hat die Ideen für seine Sprüche zum Großteil von den damals neuen D&D geklaut. Und die Bezeichnungen Moria, Saruman und Balrog sind offensichtlich von Herr der Ringe inspiriert. Würde niemand Ideen "klauen", würden die Menschheit wahrscheinlich noch immer kein Feuer kennen.