• Herzlich Willkommen!

    Nach der Schließung von inDiablo.de wurden die Inhalte und eure Accounts in dieses Forum konvertiert. Ihr könnt euch hier mit eurem alten Account weiterhin einloggen, müsst euch dafür allerdings über die "Passwort vergessen" Funktion ein neues Passwort setzen lassen.

    Solltet ihr keinen Zugriff mehr auf die mit eurem Account verknüpfte Emailadresse haben, so könnt ihr euch unter Angabe eures Accountnamens, eurer alten Emailadresse sowie eurer gewünschten neuen Emailadresse an einen Administrator wenden.

In Teufels Küche -Geschichte-

Hirschbraten

Mitglied
Registriert
4 April 2007
Beiträge
178
Inspiriert vom D3 Hexendoc und H.P. Lovecraft hab ich hier ne kleine Geschichte verfasst,
ich hoffe sie unterhält einigermaßen.

Kritik kann ich vertragen^^


grüße :hy:






In Teufelsküche​


Mit letzter Kraft zieht er sich auf dem morastigen Boden auf die Pfütze zu. Das Wasser in ihr ist schwarz und voller Gewürm, und wahrscheinlich das letzte was er trinken wird. Seit Tagen irrt er nun schon in diesem gottverlassenen Dschungel umher, ohne Nahrung, voller Gier. "Geht in den Dschungel", haben sie gesagt. "Geht und findet die Schätze in den uralten Tempeln". Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit. Ächzend rappelt er sich hoch und stolpert weiter durch das Unterholz. Ranken peitschen sein Gesicht blutig. Der Boden saugt mit jedem Schritt mehr Lebenskraft aus ihm heraus.

Schlagartig hält er inne. "Was zum.. ?" Vor ihm, mitten im dichten Gestrüpp des Dschungels, von widerlichen Pflanzen umwuchert, qualmend und von einem scharfen Gestank umweht, erspäht er eine große, flache Hütte wie aus einem Alptraum erbaut. Grauen erfüllt ihn, und gleichzeitig Hoffnung auf seine Rettung. Nach mehreren bangen Augenblicken schleicht er ängstlich auf die Hütte zu, nach einer Tür lugend. Keine Tür. Aber ein Fenster. Zitternd und mit Schweiß auf der Stirn schiebt er langsam seinen Kopf von unten auf das Glas zu.

Was er erblickt, war niemals für sterbliche Augen erdacht. Beißender Rauch wabert um staubige Regale voller Einmachgläser mit unsagbarem Inhalt, kreischende Vögel flattern in winzigen Käfigen um ihr leben, giftiges Getier fleucht in einem schier endlosen durcheinander von Pergamenten auf dem Boden, und in all diesem Horror aus Lärm und Gestank erblickt er eine Gestalt an einem langen, modrigen Tisch. Zitternd ein besudeltes Pergament in der Hand haltend um mit der anderen Hand in einem Mörser Knochen zu mahlen, rezitiert ihre hohle, brabbelnde Stimme Worte und Laute, die ihm die Haare zu berge stehen lassen. Wo zum Teufel war er da nur hineingeraten?

Urplötzlich dreht sich die Gestalt jaulend zum Fenster, um mit erhobenen Armen in einen Bannkreis zu treten. Jetzt sieht er den Schrecken von Angesicht zu Angesicht. Der Körper über und über mit grässlichen Narben bedeckt, im Gesicht Tätowierungen von schrecklicher Bedeutung. Auf dem Haupt thront wie ein Geschwür eine knöcherne Maske, mit blutigem Gedärm ausgeschmückt. Als einziges Kleidungsstück trägt sie ein Lendenschurz, der mit einem großen Gürtel voller Elixiere und Fläschchen vollgestopft zu sein scheint. Langsam beginnt die Gestalt eine Art Singsang aus kehligen und glucksenden Lauten anzustimmen, und mit hastigen Bewegungen ein Pulver im Raum zu verstreuen das sich augenblicklich in gelbe Schwaden auflöst. Schwarze Schemen zucken in den Schwaden umher, gleich geisterhaften Toten, um sich zu einem formlosen Ding zusammenzuballen. Der nun ohrenbetäubende Gesang verstummt mit einem grellen Blitz aus Feuer und Asche. Was sich da schmatzend im Zwielicht der Hütte aus dem Dunst löst kann nicht sein, darf nicht sein. Aber Es, von scheußlichen Flüchen belegt und mit Bann zaubern umgarnt kann sich nicht mehr aus dieser Dimension lösen. Ein Ungeheuer, herbeigerufen von einem Wahnsinnigen, mit Tentakeln am ganzen Leib, Mund und Augenlos, den Tod bringend.

Die Gestalt bückt sich, krallt einen Schädel vom Boden auf, den sie über das monströse Ding hält. Mit stockendem Atem hört er sie etwas urböses flüstern, das den Schädel bersten lässt. Benommen und mit einem eisigen Gefühl in sich sieht er das Monster in einer Woge aus Schwefel und Gift aus der Hütte stürzen. :flame:
 
Zuletzt bearbeitet:
[In Teufelsküche]
[] Tipps für die Überschrift: statt Tabs zu verwenden, die eh nicht umgesetzt werden, zentriere sie doch mit dem Tag [CENTER] [/CENTER]


Seit Tagen irrt er nun schon in diesem gottverlassenen Dschungel umher, ohne Nahrung, voller Gier. "Geht in den Dschungel", haben sie gesagt. "Geht und findet die Schätze in den uralten Tempeln." Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit. Ächzend rappelt er sich hoch und stolpert weiter durch das Unterholz. Ranken peitschen sein Gesicht blutig, der => blutig. Der Boden saugt mit jedem Schritt mehr Lebenskraft aus ihm heraus.

Schlagartig hält er inne. "Was zum...?" Vor ihm, mitten im dichten Gestrüpp des Dschungels, von widerlichen Pflanzen um wuchert => umwuchert, qualmend und von einem scharfen Gestank umweht, erspäht er eine große, flache Hütte wie aus einem Alptraum erbaut.
...

[LEFT][LEFT][/LEFT][/LEFT]Was er erblickt, war niemals für sterbliche Augen erdacht.
...
Zitternd ein besudeltes Pergament in der Hand haltend um mit der anderen Hand in einem Mörser Knochen zu mahlen, rezitiert ihre hohle, brabbelnde Stimme Worte und Laute, die ihm die Haare zu berge stehen lassen. Wo zum Teufel war er da nur hineingeraten[ ]?
[] ohne Leerzeichen vor dem Fragezeichen

...
Was sich da schmatzend im Zwielicht der Hütte aus dem Dunst löst, kann nicht sein.
...
Die Gestalt bückt sich, krallt einen Schädel vom Boden auf, den sie über das Monströse => monströse Ding hält.


Ein Tipp, den mir mal jemand gegeben habe und den ich auch an dich weiter reichen möchte: Im Präteritum geschrieben liest sich die Gesichte besser.



Die Geschichte beschreibt kurz und pregnant, dazu sehr bildhaft wie man sich einen Hexendoktor vorstellen kann. Dein Einsatz von Adjektiven und Beschreibungen ist zu loben. Viel geschieht zwar nicht in dieser Kurzgeschichte, aber das muss es auch nicht. Wie in einem Stillleben fängst du die Szene ein und lässt den Leser mit all seinen Sinnen an der Atmospähre teilhaben.
-> schön!
 
Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.

lg
faxi

PS: Wie wäre es mit [eigenmächtigkeit]Portraits der anderen Charaktere[/eigenmöchtigkeit]?
 
Danke Fenix für die Korrektur und das Lob^^

Was sich als sehr umständlich erwies war die Formatierung..gibts da nen Trick ?

@Thorfax: Brüte grad in meinem Kopf was aus *g*

[In seinem Haus in R’lyeh wartet träumend der tote Cthulhu.]
Der Fall Charles Dexter Ward ist meine Lieblingsgeschichte..
 
Zuletzt bearbeitet:
geh beim editieren auf erweitert.
Dann markierst den Text, den du formatiert haben willst und wählst in den Feldern oben das aus, was du machen willst.
das setzt dir die passenden Tags.
 
Der wahnsinnige Lovecraft und seine noch wahnsinnigeren Charaktere. Ja, das ist wirklich schön bildhaft, aber eigentlich wüsste ich schon gern, was mit dem Kerl und dem Monster passiert oder ob da gar nichts... du weißt schon.
Anderseits ist dieses "animated Stilleben" auch nicht schlecht^^

Ja, "Der Fall Charles Dexter Ward" ist ziemlich dicht für Lovecraft, ich fand auch die "Berge des Wahnsinns" sehr schön, ist, glaube ich (schon einige Jahre nicht mehr gelesen) irgendwo in Australien oder in der Antarktis angesiedelt.
 
Zurück
Oben