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Neulich in der Hoelle III

  • Ersteller Ersteller Der WAHRE Zisar
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Der WAHRE Zisar

Guest
KAPITEL 4 - Code 3

Wow! Was für ein Feuer! Die Flammen des Scheiterhaufens schlagen meterweit in den feurig roten Himmel. Das knistern der brennenden Holzscheite verbreitet eine angenehm entspannende Atmosphäre. Zu meinen Lebzeiten waren Hexenverbrennungen schon fast wieder ”out” und mir wurde leider nie die Ehre zu teil an solch einem Spektakel teilzunehmen.
In den Flammen rekelt sich ein halbnacktes, bildhübsches Mädchen. Frivol grinst es zu uns herunter. Johanna is‘ wirklich ‘ne geile Sau, wenn ich das jetzt mal so sagen darf. Der Scheiterhaufen wird umringt von einigen Höllensprössen die begeistert gröhlen und sich nebenbei einen runter holen. Einige Todesengel und ich stehen etwas abseits und genießen im Stillen.
Tja, ehrlich gesagt ist mir ohne Baphy etwas langweilig geworden. Da habe ich mich von ein paar Todesengeln breitschlagen lassen und bin halt dann doch in’s Krematorium gegangen. Und ich muß sagen, es hat sich gelohnt! Das kleine Luder legt einen Strip hin, da könnte sogar Lilith noch was lernen.
Plötzlich stößt mich jemand mit dem Ellenbogen in die Seite. Es ist Kain der Todesengel.

KAIN: Geil, hä?
ICH: Jo.
KAIN (grinst): Nach der Show is‘se für jedermann zu haben.
ICH (auch grinsend): Wieviel?
KAIN: Ein oder zwei Seelen und sie macht was du willst.
ICH (erschrocken): Ein oder zwei Seelen! Wucher! Damit kann ich ja bei Baphomet ein ganzes Jahr lang umsonst vögeln!!
KAIN (lachend): Sicher. Aber nicht so!
ICH: Und du bist ihr Zuhälter, oder was?
KAIN (scheinheilig): Ich? Nö! Ich kassiere nur 10% des Umsatzes.
ICH (sarkastisch): Aha. Schneidet ihr die Seelen in Scheibchen oder wie?
KAIN: Quatsch! Nach jedem 10ten Fick krieg ich eine Seele, du Hirni.
ICH: Und das funktioniert?
KAIN: Und wie. Mittlerweile bin fast an allen Geschäften im Erotikbereich beteiligt. Ich hab‘ einen eigenen Puff...äh Begleitservice meine ich natürlich mit allen Schikanen. Mir gehört der ”Club der Tierfreunde” und der Babystrich und selbstverständlich auch die Gay-Zone im Nordviertel von Babylon. Ich exportiere unsere Dienstleistungen sogar ins Ausland, wenn man das so nennen kann. Ich hab‘ neulich sogar meinem Bruder Abel ein kleines ”Geschenkpaket” ins Paradis geschickt. Zur Versöhnung sozusagen.
ICH (erstaunt): Ach! Du bist der Kain der seinen Bruder von hinten mit ‘ner Axt erschlagen hat?
KAIN (böse): Scheiß Gerüchteküche! Das war alles ein Mißverständnis. Dieser Trottel hat sich beim Holzhacken selbst geköpft. Ich war nur zufällig in der Nähe. Aber lassen wir das. Jedenfalls hab‘ ich meine Mittel und Wege überall hin zu liefern. Sogar ins Paradies. Oder zu dir nach Hause. Unfrei natürlich. Ganz wie du willst. Aber es gibt keine Rücknahmegarantie, nur daß du‘s weißt.
ICH (zaghaft): Äh, hast du auch...äh...Sonderangebote.
KAIN: Selbstverständlich! Und der berühmte Mephisto hat bei mir sowieso unlimited credit. Ohne Zinsen natürlich.
ICH: Wow...Ich glaub wir könnten...

PIEP, PIEP, PIEP, PIEP, PIEP...

KAIN: Was’n das?
ICH: Ach du Scheeeiiiiße!
KAIN: Hey, laß‘ ma‘ sehen. Das is‘ ja heftig. Is‘ das eine Art Sexspielzeug?
ICH: Quatsch! Ich muß schnell weg hier.
KAIN: Is‘ das ‘ne Bombe?
ICH: Nö. Aber ich muß los. Wir sehen uns.
KAIN (mir hinterherbrüllend): Hey! Was wird jetzt aus unserem Geschäft?
ICH: Später. Ich muß zum Alten...ein Notfall!
KAIN (kopfschüttelnd): ...was du nich‘ alles mußt...

Keine 10 Minuten später steh‘ ich vor der Festung des Satans. Neue Rekordzeit. Das alte Gemäuer ist immer noch so unansehnlich wie früher. Das Tor is‘ verschlossen. Hm. Eigentlich nichts besonderes. Aber ich seh‘ auch keine Wachen davor. Es scheint als hätte der Alte für Belial noch keinen Ersatz gefunden. Wie auch, er weiß ja noch garnicht das sich Beli Urlaub genommen hat. Aber wie komm‘ ich jetzt da rein? Mal Klopfen? Tonk, tonk... Nix. Rufen?

ICH: Haaaaalllloooo! Aufmachen!!

Das Echo meiner Stimme hallt tausendfach von den gewaltigen Wänden der Burg. Aber nix tut sich. Na gut. Es gibt sicher hier noch andere Eingänge. Vielleicht ein paar Etagen höher? Es muß doch so eine Art Hangar geben für die geflügelten Diener des Alten. Also schwinge ich mich in die Luft und kreise ein paar mal über dem alten Gemäuer. Plötzlich knallt ein Schuß durch die Nacht, gefolgt von einem sirrenden Geräusch. Nur um Haaresbreite pfeifft ein glühendes Geschoss an meinem Kopf vorbei. Von einem der Türme ist irres Gelächter zu vernehmen. Plötzlich donnert eine ganze Salve dieser kreischenden Teile auf mich zu. Mit Mühe gelingt es mir auszuweichen. Ich muß mich erst an die größe meiner neuen Flügel gewöhnen.

ICH (erschrocken): Hey!! Aufhören.

Noch mehr irres Gelächter.

ICH (sauer): Was soll der Scheiß?!?
STIMME VOM TURM (brüllend): Feindlicher Jäger auf 6 Uhr. Neue Peilung. Zielkoordinaten setzen und nachladen!
ICH: Hey! Ich bin einer von Euch ihr Doofköppe.

Als Antwort erhalte ich einen direkten Treffer in den Sack. Das Geschoss explodiert und wäre ich kein Todesengel gewesen hätte man meine Einzelteile noch 100 Meilen weiter südlich von Nirgendwo gefunden. Aber ich leb‘ noch. Dennoch ist der Schlag gewaltig und ich werde wie eine Puppe durch die Luft geschleudert. Triumphierendes Gejohle schlägt mir vom Geschützturm entgegen. Wie ein Stein falle ich nach unten. Der Aufprall ist mörderisch. Ich glaub‘ meine Wirbelsäule hat sich soeben verabschiedet. Na wartet ihr Schweine. Ihr wollt Krieg? Könnt ihr haben! Höchste Zeit mein Flammenschwert auszuprobieren.
Ich Schnippe lässig mit der recht Hand und ein fast zwei Meter langer Flammenstrahl wächst daraus hervor. Boah! Im Inneren des Strahls glüht ein unheilvolles, giftgrünes Licht und die Flammen lodern beständig nach oben um dort, allen Naturgesetzten zum trotz, eine pulsierende, weiß glimmende Spitze zu bilden. Sieht ja geil aus. Abermals öffne ich meine Schwingen und stoße mich vom Boden ab. Doch diesmal hock ich mich nich‘ auf den Präsentierteller. Ich schwebe ganz nah an der Mauer des Turms nach oben um im toten Winkel zu bleiben. Als ich oben an den Zinnen ankomme, spähe ich vorsichtig über den Rand. Eine kleine Horde Höllenspröße und Koboldzombies stehen an einem uralten Flaggeschütz und hantieren begeistert dran herum. Ein besonders fetter, kleiner Kobold mit einer deutschen SS-Uniform steht wild gestikulierend auf einer Munitionskiste und kichert wie verrückt.
Ein Höllensproß guckt mit einem Fernrohr über die Burgmauer.

HÖLLENSPROß: Nix mehr zu sehen, Major.
MAJOR (ungläubig): Waaat??? Dat jibt es doch jar nischt. Der kann dosch noch nit alle sein.
HÖLLENSPROß: Der is‘ aber nicht mehr da!
MAJOR: So ‘ne Scheese och. Wir ham‘ nosch tonn’weise Muni zu verballern hier.

Alle Anwesenden drehen mir den Rücken zu und keiner hat mich bemerkt. Oh wie Schade auch. Zeit für einen coolen Auftritt. Lautlos schwebe ich über die Zinnen.

ICH (kalt lächelnd): Kann ich Euch irgendwie helfen?

Allgemeines Entsetzen.

MAJOR (verblüfft): Heilisches Kanonenröhrschen!!

Ich hole aus und zerhack den Erstbesten, der mir über den Weg läuft. In diesem Fall ein kleiner Höllensproß. Die Eingeweide des Unglücklichen verteilen sich gleichmäßig auf die Anwesenden. Stolz betrachte ich mein Schwert. Das ging ja wie durch Butter, wow!

MAJOR (brüllend): So’ne Kacke och. Det is‘ nisch lustisch!!
ICH (brülle zurück): Nein. Lustig is‘ das wirklich nicht!!!

Dabei pack ich einen fliehenden Kobold am Genick und schnippe ihn lässig über die Burgmauer. Quiekend verschwindet er in der Tiefe.

MAJOR: Hörs’te jetz‘ sofort uf meene Leude zu killen, du Arschloch!
ICH (sauer): Nö.

Der Höllensproß mit dem Fernrohr löst sich von der Mauer und kommt auf mich zugeschossen. Seine langen Krallen zum Schlag erhoben. Er is‘ zwar klein aber sehr schnell, das muß man ihm lassen. Nur zu blöd, daß mein Gebiß größer is‘ als er selber. Ich muß nur das Maul aufreißen. Bremsen kann der eh‘ nicht mehr. SLURP!! Pfui Teufel, schmeckt der Scheiße. Tonk. Aua! Jetzt hab‘ ich mir an seinem blöden Fernrohr einen Zahn ausgebissen. Fluchend spuke ich es aus.

MAJOR (gröhlend): Macht die Sau ferdisch!
ICH (grinsend): Tja. Keiner mehr da, du kleiner Fettsack.
MAJOR (bibbernd): Waawawad willst’e von mir??

Ich heb den kleinen Major am Kragen hoch und halt ihn vor mein Gesicht. Eine wahrhaft jämmerliche Gestalt. Er zittert am ganzen Leib und ist so blaß wie ein Toter nur sein kann.

ICH: Was fällt euch Gewürm eigentlich ein auf mich zu ballern? Wißt ihr nicht wer ich bin? Ich bin der große Mephisto!!

Der Koboldmajor wird noch ein bißchen blasser.

MAJOR (heulend): Det jut mir jetz‘ leid, aber wir hem die Anweisungen jeden Eindringling eens vor‘n Latz zu knall‘n.
ICH: Welcher Idiot gibt solche Anweisungen?
MAJOR: Lord Astarod!
ICH: So ein Depp!
MAJOR (entrüsted): Wat? Wie redst‘n du über jen großen Lord Astarod!?
ICH: Halt’s Maul.

Ohne mit der Wimper zu zucken werfe ich den kleinen Komplexer über die Mauer. Ein heller Aufschrei erklingt, gefolgt von einem ekelerregenden Pflatscher. Was soll’s. Er wird’s überleben. Wir sind hier schließlich schon alle tot. Da fällt mir ein, mein unverhofftes Abendessen scheint mir aufzustoßen. Is‘ schon irgendwie ein blödes Gefühl wenn man etwas frißt, daß nicht verdaut werden kann. Der kleine Arsch in meinem Bauch tritt dauernd gegen die Magenwand. Ich glaub ich krieg Sodbrennen.
Dieser Turm scheint keinen sichtbaren Zugang zur Burg zu besitzen. Aber irgendwie müssen dieser Major und seine kleinen Quälgeister hier heraufgekommen sein. Kobolde und Höllensprösse haben keine Flügel. Es muß also noch einen anderen Weg geben.
Aua! Dieses Mistvieh in meinem Magen fängt an zu randalieren. Ich glaub ich muß kotzen.

BUAHHHGLGL!

Ich möchte jetzt nicht näher auf die folgenden Minuten eingehen. Aber eins kann ich Euch sagen, sowas hab' ich zum letzen mal gemacht. Einfach grauslich.
Inmitten diverser Körpersäfte liegt der Höllensproß wimmernd am Boden. Er sieht wahrhaft aus wie ausgekotzt.

HÖLLENSPROß (keuchend): Ich hoffe du bist jetzt zufrieden du Arschloch!
ICH: Reg‘ dich ab. Zeig mir lieber den Weg zum Alten. Ich muß ihn dringend sprechen.
HÖLLENSPROß: Du kannst mich mal.
ICH: Danke, ich verzichte. Wie heißt du.
HÖLLENSPROß: Dimmpy. Und jetzt laß mich in Ruhe.
ICH (boshaft): O.k., aber vorher laß mich dir noch schnell das Rückgrat brechen und deinen dummen Affenkopf abschrauben.
DIMMPY (verunsichert): Das würdest du doch nicht machen, oder?
ICH (kichernd): Ich hab‘ schon ganz andere Dinge getan. Ich bin der große Mephisto!!
DIMMPY (verständnislos): Meff...was? Muffti? Nie gehört.

Scheiße! Meine ”Ich bin der große Mephisto”- Nummer läuft hier wohl nicht. Kurzerhand scheuer ich dem kleinen eine, daß es nur so pfeift. Dimmpy schlittert lauthals plärrend über den Boden. Ups. Ich kenne mich nicht wieder. So brutal war ich doch früher nicht? Ich führe mich ja schon auf wie Astarod. Jetzt tut mir der Kleine richtig leid. Ich pack den Höllensproß am Kopf und stell ihn wieder auf die Füße.

ICH: Tut mir leid, Kleiner. Hast du dich verletzt? Das wollt‘ ich nicht. Aber ich reagiere etwas ungehalten wenn man versucht mir die Eier weg zu sprengen.
DIMMPY: Nimm‘ die Hände weg. Es geht schon wieder.
ICH: Also was is‘ jetzt. Bringst du mich in die Festung oder nich‘?
DIMMPY: Meinetwegen. Aber wenn uns Lord Astarod erwischt sind wir fällig.
ICH: Glaub‘ ich nicht. Er is’n alter Kumpel von mir.
DIMMPY: Ach deshalb bist du so’n Arschloch.
ICH (tadelnd): Hey! Noch so ‘ne Frechheit und du landest wieder in meinem Magen!! Loß jetzt, gehen wir...



Zur gleichen Zeit, aber eine Etage höher...

BAPHOMET: Ouuuh! Mein Kopf. Mein armer, armer Kopf.
VERTIGO: Bei allen Höllenwürmern! Wo sind wir?
JUDAS: Keine Ahnung. Irgendwo zwischen der neutralen Zone und der Hölle.
VERTIGO: Eine Zwischenwelt?
JUDAS: Vermutlich.
BAPHOMET: Oh, nein. Wir sind verloren! Wie sollen wir hier je wieder hinaus finden?
VERTIGO (sauer): Keine Ahnung. Aber wie immer ist alles deine Schuld, du Volltrottel!!!
BAPHOMET: Ich?? Wer hat uns denn in dieses verdammte Loch geschippert? Dieser Megaidiot von einem Engel!!
JUDAS: Ich bin kein Engel, nur Anwärter. Obwohl ich schon fast 2000 Jahre hier bin hat man mir den Verrat an Cheesus noch nich‘ wirklich verziehen.
VERTIGO (kichernd): Und jetzt bescheißt du sie schon wieder, hä,hä. Wieviel hat dir Gabriel bezahlt?
JUDAS (grinsend): 30 Seelen. Was denn sonst.

Allgemeines Gegrinse.

BAPHOMET: Und jetzt? Wo sollen wir hin? Es is‘ so dunkel, ich seh‘ nicht mal die Hand vor Augen.
VERTIGO: Du hast überhaupt keine Hand, Dumpfbacke.
BAPHOMET (böse): Mußt du mich immer daran erinnern, du Schweinsnase?
JUDAS: Jetzt hört auf. Immerhin sind wir Damokles losgeworden.
BAPHOMET: Ja Toll. Also ich würde lieber einen schnellen Tod durch das Damokles-Schwert vorziehen als bis in alle Ewigkeit hier unten herum zu irren.
JUDAS (spitz): Damokles hat noch nie jemanden schnell getötet. Das kannst du dir hinter deine nicht vorhandenen Ohren schreiben, Bowlingkugel.
BAPHOMET (sauer): Hört, hört. Der Kerl der uns vom Regen in die Traufe gehetzt hat, hat gesprochen. Und wie soll’s jetzt weitergehen?
VERTIGO: Wir warten.
BAPHOMET: Bitte?
VERTIGO: Wir warten bis uns Mephisto findet. Ich konnte noch ein Notsignal senden, bevor wir in das Loch gefallen sind.
JUDAS: Dann können wir nur hoffen das er uns findet bevor Damokles auftaucht. Sonst sind wir geliefert...


Zurück in der Hölle.

ICH: Is‘ es noch weit, Dimmpy?
DIMMPY: Weit genug. Jetzt halt die Klappe, Blödmann.
ICH: Du kleine, dreckige Eidechse! Hör auf mich zu beleidigen sonst trete ich dir in den Arsch. Aber gehörig.
DIMMPY: Oh ja. Ich höre den alten Astarod aus dir sprechen. Aber eins sag‘ ich dir. Wenn ich groß bin wirst du dafür bezahlen daß du mich geschlagen hast. Soviel is‘ sicher.
ICH (kichernd): Halt lieber deinen frechen Rand oder ich sorge dafür, daß du niemals groß wirst. Verstanden, du Made?
DIMMPY: Grummel, grummel...

Wir wandern durch die unwirtlichen Gänge des alten Gemäuers. Es scheint als wären wir schon eine Ewigkeit unterwegs. So groß kann die Festung doch gar nicht sein, oder? Was soll’s. Im Jenseits ist halt alles anders. Ich hab‘ längst aufgehört mich über irgend welche Dinge zu wundern. Doch irgendwann gelangen wir an das riesige schwarze Tor des Thronsaals. Die geschmackvollen Ornamente darauf wurden leider entfernt. Stattdessen prankt jetzt dort ein Schild mit der Aufschrift:

BIN IM URLAUB!

Diese Institution ist bis auf Weiters geschlossen.
Bei wichtigen Anliegen steht Ihnen mein Stellvertreter
Astarod gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Mit höllischen Grüßen,
Ihr über alles gefürchteter, ungnädiger Herrscher

LUZIFER

Ich weiß ja nich‘, aber ich glaub irgendwas ist gerade in mir zerbrochen.

ICH (stammelnd): Da..da..dada..das kann der doch nicht machen, oder? Ich meine... er is‘ der Satan. Er kann sich doch nich‘ einfach so aus dem Staub machen. Der hat doch Verpflichtungen!!! Das is’n Scherz! Genau!
DIMMPY (kichernd): Wie du schon sagtest, er is‘ der Satan. Er is‘ hier der Boss. Und genau deshalb kann er machen was er will. Wer sollte ihn denn Aufhalten? Du vielleicht, hä, hä, hä.

Ich grapsche mir den kleinen Höllensproß an den Ohren und schüttle ihn kräftig durch.

ICH (brüllend): Gib’s zu! Du hast es gewußt, du Schmeißfliege!! Du hast mich die ganze Zeit verarscht. Du Rindvieh! Du weißt ja gar nicht was du angerichtet hast. Es geht hier um Leben und Tod und du läßt mich eine halbe Ewigkeit durch dieses Scheißgemäuer rennen obwohl du genau weißt, daß der Alte gar nicht da ist. Dafür zertrete ich dich. Du dummes Arschloch!!

DIMMPY (schreiend): Halt! Nein! Ich bin unschuldig. Kann ich doch nix für, daß du ‘ne Doofnuß bist!

Trotz meiner höllischen Abstammung hab‘ ich bisher immer versucht, mich einigermaßen zivilisiert aufzuführen. Aber jetzt platzt mir entgültig der Kragen. Ich konzentriere meinen ganzen Haß auf diese jämmerliche Kreatur und mit gewaltigem Getöse entlädt sich ein weißglühender Feuerball aus meinen Händen der auf Dimmpy zurast. Ein unglaubliches Inferno aus Flammen bricht los, erfüllt den ganzen Gang und läßt seine Wände schmelzen Ein hallender Donnerschlag läßt mir fast das Trommelfell platzen. Ich werde von der Wucht zurückgeworfen und bin für einen kurzen Moment blind. War ich das etwa?

Als sich der Rauch langsam verzieht ist der Höllensproß verschwunden. Eine andere Gestalt steht plötzlich vor mir. Der massige Körper füllt die gesamte Breite des demolierten Ganges aus.

ASTAROD (hustend): Boah. Der war aber nich‘ von schlechten Eltern, Boni. Kannst wirklich stolz auf dich sein.
ICH (ungläubig): Astarod!?!
ASTAROD: Höchstpersönlich.
ICH: Aber wo is‘ Dimmpy?
ASTAROD: Dimmpy? Hätte es ihn wirklich gegeben würde Dr. Mengele Jahre brauchen um ihn zusammenzuflicken. Du hast wirklich ‘nen harten Schuß drauf, Baby.
ICH: Was?
ASTAROD: Stehst du auf der Leitung? Ich war Dimmpy. Ich wollte nur mal deine Reizgrenze austesten. Hast ja ganz schön lange durchgehalten. Aber ich wußte daß auch dir irgendwann mal der Kragen platzt.
ICH (wütend): Was soll das? Ich dachte wir sind Freunde?
ASTAROD: Natürlich. Aber ich bin auch dein Lehrmeister und Mentor. Und Lektion Nr. 1 für einen frisch ernannten Todesengel: Sei böse. Und du kannst wirklich sehr böse werden, daß hab‘ ich gemerkt.
ICH (brüllend): Du Arschloch. Wir haben einen CODE 3 und du spielst hier deine blöden Spielchen mit mir!!
ASTAROD (erschrocken): CODE 3? Warum hast du mir das nicht gleich gesagt du Idiot!! Das is‘ was ganz anderes!!
ICH: Ich konnte doch nich‘ ahnen das du Dimmpy bist. Du Depp. Wenn wir Pech haben, dann Vertigo und Baphy bereits Futter für die Würmer!!
ASTAROD: Was is‘ passiert?
ICH: Die beiden haben sich auf den Weg in die neutrale Zone gemacht. Mit gefäschten Ausweisen! Keine Ahnung was sie wieder angestellt haben, aber Vertigo hat mir diesen Pieper gegeben und er hat gesagt wenn das Ding los geht dann...
ASTAROD: ...stecken die ganz, ganz übel in der Klemme. Verdammt noch mal! Irgendwann dreh‘ ich Baphomet eigenhändig den Hals um.
ICH: Was heißt eigentlich CODE 3?
ASTAROD: ”Agent in höchster Not.” Wahrscheinlich ist ein Exorzist wenn nicht sogar Schlimmeres hinter ihnen her. Und wenn sich Petrus auch noch eingeschaltet hat, könnte das einen Internationalen Konflikt heraufbeschwören. Wir sollten uns verdammt noch mal beeilen.
ICH: Das sag‘ ich doch schon die ganze Zeit...


KAPITEL 5 - Damokles

Der Weltraum... Unendliche Weiten... Ups, falscher Film. Aber der Vergleich ist gar nicht mal so schlecht. So weit das Auge reicht nur düstere Schwärze und wabbernde, finstere Nebelschleier. Die Luft ist angereichert mit eigenartigen Gerüchen, sphärische Klänge hallen durch die unendliche Leere und es ist kalt - schweinekalt. (Das erinnert mich an eine alte Folge von Raumschiff Enterprise, wo Cpt. Kirk und Pille ... aber lassen wir das)
Baphomet, Vertigo und Judas hocken am Boden im Kreis und warten auf Rettung...

BAPHOMET (mürrisch): Wenn du glaubst, daß Boni unseren Arsch rettet, dann irrst du dich aber gewaltig. So blöd kann nich‘ mal der sein. Niemand legt sich freiwillig mit Damokles an.
VERTIGO: Sei dir mal da nich‘ so sicher. Boni is‘ ja nich‘ so verkommen wie du. Er würde nie seine Kumpels im Stich lassen. Er is’n ehrenhafter Dämon.
JUDAS: Ehrenhafter Dämon? So’n Quatsch. Sowas gibt’s doch gar nicht.
BAPHOMET: Oh, doch. Der is‘ manchmal so liebenswürdig und hilfsbereit, daß es schon beihnahe wieder zum kotzen is‘.
VERTIGO: Und eben deshalb wird er kommen.
BAPHOMET: Er is‘ aber auch nich‘ dämlich oder lebensmüde. Was soll Bönchen denn machen wenn er hier is‘? Um unser jämmerliches Leben betteln? Das kann ich alleine auch.
JUDAS: Entschuldigt wenn ich euch unterbreche, aber von wem redet ihr da eigentlich?
VERTIGO: Bonifatius Kleinmeier. Besser bekannt als Mehphisto.
JUDAS: Mephisto? Der Mephisto?
BAPHOMET (grinsend): Hört, hört! Boni ist in aller Munde, hä,hä.
VERTIGO: Sach‘ bloß. Wohl auch schon von ihm gehört?
JUDAS: Wer nicht? Seinetwegen wurden die halben Streitkräfte mobilgemacht. Petrus schreit nach seinem Kopf! Er will Blut sehen. Er hat eine eigene Taskforce zusammenstellen lassen. Die „M-for“.
BAPHOMET: Waas? Nur wegen dieser lächerlichen Geschichte damals?
JUDAS: Lächerlich? Ich glaub‘ ihr schnallt garnicht was ihr da angerichtet habt, oder?
VERTIGO: Warum? Wir ham‘ uns eine einzige kleine Seele gekrallt. Zugegebenermaßen etwas unrechtmäßig. Na und?
JUDAS: Erstens war es nich‘ eine Seele sondern genau 387. Und zweitens geht‘s Petrus da ums Prinzip. Dämonen haben auf Erden einfach nix verloren!
BAPHOMET: 387 Seelen! Du machst Scherze.
JUDAS: 197 Menschen kamen bei dem Flugzeugabsturz ums leben, den Vertigo verursacht hat. 171 starben auf diesem Black-Metal-Konzert dank eurem durchgedrehten Todesengel. Wie hieß er noch gleich ... Blinki?
VERTIGO: Belial.
JUDAS: Genau! Außerdem hat er noch so’n Zuhälter und ‘ne Nutte auf dem Gewissen. Ach ja und diesen Pfarrer!
BAPHOMET: Hi,hi,hi. Affengeil!
JUDAS: Zwölf weitere Seelen wurden gefressen beim Versuch, den Pfaffen zum schweigen zu bringen. Das geht auf dein Konto, mein lieber Vertigo. Und Azrael, auf den ist Petrus übrigens besonders sauer, hat einen seiner besten Exorzisten gekillt.
VERTIGO: War nich‘ schade drum.
JUDAS: Aber die allerübelsten Schandtaten hat dieser Mephisto zu verantworten.
VERTIGO: Was der ??
JUDAS: Zunächst hat er durch eine fiese Manipulation der Realität eine alte, arme Dame, bei rot über die Straße laufen lassen. War ‘ne wüste Sache. Ihre Därme hatten sich um das Getriebe gewickelt. Es hat Tage gedauert bis sie alles von ihr gefunden haben. Außerdem hat sich der Fahrer des Wagens eine Woche nach diesem traumatischen Erlebnis erhängt!
BAPHOMET (gröhlend): Wahhahahaha! Scheiße ich brech' ab! Hahahahaar!! Zu blöd, daß ich keine Schenkel mehr hab‘ auf die ich mir klopfen könnte!
JUDAS: Dann hat er die Seele eines jungen und vielversprechenden Mannes direkt zur Hölle fahren lassen!
VERTIGO (verblüfft): Wen meint der?
BAPHOMET: Doch nicht etwa unseren guten, alten Rasierklinge? Hahahaha!
JUDAS: Nicht zu vergessen, die beiden Unglücklichen, die Ihre Seele an ihn verkauft haben. Und zu guter letzt natürlich die Seele von Ralf Siegl! Ach ja und dann war da noch dieser Polizeibeamte, der den Rest seines Lebens als irrer, sabbernder Lappen in einer geschlossenen Anstalt verbringen wird.
BAPHOMET: Was? Der hat überlebt? Zähes Kerlchen. Hätt‘ ich im garnicht zugetraut, so übel wie ihn Boni zugerichtet hat.
VERTIGO: Kaum zu glauben! Reden wir über den selben Mephisto den ich kenne?
JUDAS: Na ja. Keiner von uns da oben hat Mephisto je gesehen. Aber wenn man den Ausführungen von Petrus glauben schenken will, dann ist euer Boni ein 12-Köpfiger gift -und gallespeiender Seelenfresser, mindestens so groß wie ein Haus und das übelste Ungetüm, daß die Hölle je hervorgebracht hat.
BAPHOMET (bricht ab): Wahahahaha! Boni das Ungetüm? Wahahaha! Hör‘ auf, ich lach‘ mich tot. Hihihi!
JUDAS (trocken): Aufgrund deiner Reaktion, gehe ich davon aus, daß diese Informationen nicht ganz der Realität entsprechen.
VERTIGO: Realität? Ha, ha. Du könntest ihm eins seiner Eier abreißen und er würde dich fragen ob du das andere auch noch willst. Hi,hi.
JUDAS: Wenn er so ein Schlappschwanz ist warum erwartet ihr ihn dann so sehnsüchtig?
BAPHOMET (böse geiffernd): Hey! Boni ist kein Schlappschwanz! Nur manchmal ein bißchen zu nett für eine Höllenkreatur.
VERTIGO: Außerdem würde er uns niemals wegen dreißig lächerlichen Seelen verraten, wie das gewisse Anwesende dauernd praktizieren!
JUDAS: Seit doch froh darüber! Schließlich hab‘ ich euren Arsch vor Damokles gerettet. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.
VERTIGO: Was soll das heißen?
JUDAS: Tut nich‘ so doof. Ihr wißt doch auf was die alten Griechen scharf waren, oder?
VERTIGO (entsetzt): Du meinst ... er steckt... er steckt sein Ding in unsere...!?
JUDAS: Korrekt!
VERTIGO: Scheiße!
BAPHOMET (grinsend): Kannst du dich noch erinnern als du zu mir sagtest ich würde dir noch dafür dankbar sein, daß du meinen Körper zerstört hast?
VERTIGO: Ja!
BAPHOMET: Danke, nochmal.
VERTIGO: Arschloch. Hach was soll’s. Er treibt’s doch wohl nich‘ mit Höllenhunden?
JUDAS UND BAPHOMET (im Chor): Am liebsten!!
VERTIGO: Vielen Dank, ihr Wichsköppe...


Drohend hallt Astarods mächtige Stimme durch die finsteren Hallen der Satanszitadelle.

ASTAROD: Wo is‘ dieser Gottverdammte Azrael!!
ICH (gequält): Was fällt dir ein mir dermaßen ins Ohr zu plärren?
ASTAROD: Halt den Rand du jämmerliche Napfsülze!
ICH: Dann laß wenigstens meinen Kopf los! Ich kann auch ohne deine Hilfe fliegen!

Mit wahnwitziger Geschwindigkeit jagen wir durch die Gänge und Säle der schwarzen Festung. Kurz nachdem er die schlechten Neuigkeiten erfahren hatte ist der alte Astarod total ausgetickt. Ehe ich mich versah hatte er mich auch schon am Kragen gepackt und ist mit mir wie ein Kugelblitz davongezischt. Das alte Ekelpaket hält mich mit eisernem Griff und die Wände der Festung rasen so unglaublich schnell an uns vorbei, ich glaub mir wird übel.

ICH: Laß mich endlich los! Oder ich kotz‘ dir die Hucke voll.
ASTAROD: O.k.

Das war ein Fehler.
Ohne Vorwarnung läßt mich der schlechtgelaunte Erzteufel fallen. Währen er eine scharfe Rechtskurve einschlägt, jage ich mit hilflos rudernden Flügelchen und Ärmchen geradeaus weiter. Wie eine Kanonenkugel donnere ich in die nächstgelegene Wand.

ICH: Scheißeeee...KAWUMS.

Ich erwache als Astarod gerade damit beschäftigt ist mich an den Ohren aus dem riesen Felshaufen zu ziehen, der mich verschüttet hat.

ASTAROD: Dich kann man keine Sekunde allein lassen, oder?
ICH: Hmpf...
ASTAROD: Hab‘ ich dir schon gesagt, daß du dämlich aussiehst, Boni?
ICH (aufbrausend): Was sollte der Scheiß jetzt wieder! Wolltest du mich umbringen ?

Astarod setzt seine berühmte Unschuldsmine auf, die ihm nicht mal ein blinder Grottenwurm abgekauft hätte und schüttelt in einer abwehrenden Geste den Kopf.

ASTAROD: Aber du wolltest doch alleine fliegen. Von sanft absetzen war nie die Rede gewesen (grins).
ICH: Wichser... Ach ja und übrigens, du kannst meine Ohren jetzt wieder loslassen.
ASTAROD: Ups, ‘tschuldigung.

Noch etwas belämmert guck ich mich um. In diesem Teil der Festung war ich noch nie. Wahrscheinlich hätte ich das garnicht gemerkt. Hier sieht’s eigentlich genau so langweilig aus wie überall in Satans Heimstatt. Schwarzes Obsidiangestein, Lavabrunnen, Schädelhaufen, Leichen – geschmacklos halt. Aber etwas ist doch anders. In der Mitte des Raumes thront ein mannshoher, ovaler Spiegel. Seine Oberfläche ist dunkel und fast blind. Umschlossen wird er von einem aus Stein gemeiselten Rahmen der mich stark an einen überdimensionalen Hintern erinnert, wobei die Fläche des Spiegels wohl das Arschloch darstellen soll. Sehr apart – gelinde gesagt.

ICH: Wo sind wir hier?
ASTAROD (geheimnisvoll): In der geheimen Überwachungszentrale.
ICH: Nie gehört.
ASTAROD: Natürlich nicht, Doofbatz. Sonst wär’s ja nicht geheim.
ICH: Hm, schon klar...
ASTAROD (sichtlich angefressen): Was heißt hier „Hm“? Ein bißchen mehr Begeisterung wenn ich bitten darf. Du stehst hier vor einer der größten Schöpfungen in der Höllengeschichte!
ICH (trocken): Eine Statue von Satans Arsch? Großartige Schöpfung.
ASTAROD (jetzt schon recht sauer): Ein bißchen mehr Ehrfurcht wenn ich bitten darf. Du befindest dich im Allerheiligsten! Dem großartigen Sanctus Rektum !
ICH: Heiliger Arsch. Passend.
ASTAROD (wütend): Du kleiner, nichtswissender Blödian. Du hast ja keine Ahnung!
ICH (amüsiert): Wie denn auch? Wenn er doch sooo geheim ist, dieser ...Arsch.
ASTAROD (drohend): Machst du dich über mich lustig? Mich? Einen Erzteufel! Ich warne dich Boni!
ICH (grinsend): Ich würde dich doch nie verarschen. Mir geht jetzt schon der Arsch auf Grundeis.
ASTAROD (brüllend). Blasphemie! Wenn ich noch einmal das Wort „Arsch“ aus deinem Mund höre dann...
ICH: ...was dann? Reißt du mir dann den Arsch auf? Hi, hi, hi!

An Astarods Hirn scheinen sich unzählige, blaue Adern zu bilden, jede einzelne so dick wie ein Arm. Er läuft rot an und Dampf steigt aus seinen Ohren. Jetzt kocht er! Hi, hi. Aber ich glaub, ich übertreib’s besser nicht.

ICH (spitz): Is‘ ja gut. Beruhige dich. Ich wollte nur mal deine Reizgrenze austesten. Oder wie war das vorhin?
ASTAROD (grunzend): Leck mich doch.
ICH: Am Arsch?

Einen Moment lang scheint es so, als wolle er mir den Kopf abbeißen. Aber dann überlegt er es sich wohl anders. Mit einer wegwerfenden Handbewegung dreht sich der hühnenhafte Erzteufel um und wendet sich dem häßlichen Satansarschspiegel zu.

ASTAROD (grübelnd): Wenn ich nur wüßte wo dieser verdammte Azrael steckt.
ICH: Was willst‘n von Azzi?
ASTAROD (mich ignorierend): Na gut. Dann muß ich es halt selber machen. Selbst ist der Satan.

Beschwörend faltet er seine gewaltigen Pranken und aus heiterem Himmel (äh...heiterer Höhlendecke) beginnt er plötzlich einen schaurigen Gesang zu intonieren.

ASTAROD: Hnnnng. Haaarg. Hmmmmng!
ICH: Hast du Blähungen?
ASTAROD (übellaunig): Hör zu. Wenn du deine dämlichen Kumpels jemals wiedersehen willst, dann halt jetzt endlich die Klappe, o.k.?
ICH: Ja, ja.

Fast eine halbe Ewigkeit beobachte ich das merkwürdige Treiben des Erzteufels, der angestrengt mit den Armen rudert und abartige Geräusche von sich gibt. Ein bißchen sieht es so aus als wolle er kacken und kann aber nicht. Irgendwann scheint sich dann auch tatsächlich etwas zu tun. Kleine blaue Fünkchen erscheinen und beginnen auf der Spiegeloberfläche zu tanzen. Die ganze Halle wird von einem unheilvollen Licht erfüllt. Astarods schrecklicher Gesang wird lauter und nimmt eine neue schrille Tonlage an. Kommt’s ihm jetzt? Es ist auch merklich kühler geworden. Genaugenommen scheint es zu frieren. In meinem Nacken bilden sich langsam Eiskristalle. Ein eisiger Windhauch streift mich von hinten und erschrocken drehe ich mich um.
Ich blicke in die seelenlosen, kalten Augen eines zwei Meter großen schwarzen Ungetüms mit gigantischen Engelsschwingen. Es ist in eine dunkle Robe gehüllt und an der Stelle an der sich das Gesicht hätte befinden müssen ist nur eine wabbernde schwarze Masse zu erkennen. Einzig und allein seine Augen starren mich an und die grausige Kälte die von ihm ausgeht läßt meine nichtvorhandenen Augenbrauen vereisen.
Kein sterblicher hätte diesen Anblick überlebt. Ich hingegen freu‘ mich wie ein Schnitzel.

ICH (lachend): Hey Azzi! Alter Schwede! Was geht’n!!

Astarod fährt mit einem Urschrei auf und prallt zurück. Sofort verschwinden die kleinen Funken und die Halle wird wieder dunkel.

ASTAROD: Uahh! Scheiße! Verdammt noch mal! Was fällt dir Dämlack ein hier so herumzubrüllen? Ich hab mich zu Tode erschreckt. Und jetzt kann ich auch noch von vorne Anfangen! Weist du Arschgesicht eigentlich was das jedesmal für eine Mühe macht!?!

Azraels Augen starren mich fragend an.

ICH: Ach weißt du, er versucht anscheinend diesen Heiligen Arsch in Gang zu bringen.

Azrael zuckt gleichmütig mit den Schultern, schnippt einmal lässig mit dem Finger und aus dem Sanctus Rektum schießen ellenlange Feuerzungen hervor. Die Halle wird erleuchtet und die Spiegeloberfläche erwacht zum Leben.

ICH: Hey, cool! Jetzt funktioniert’s!

Schade, daß Ihr das nicht miterleben könnt. Es ist mir nämlich leider nicht möglich Astarods Gesichtsausdruck in Worte zu fassen. Ich glaub für ihn ist soeben eine Welt zusammengebrochen. Unglauben und blanker Haß spiegeln sich auf seinem verdatterten Antlitz wieder.

ASTAROD (peinlich berührt): Äh...ja... das is‘ wohl der Vorführeffekt. Ähem.
ICH (grinsend): Sicher.
ATSAROD: Wie auch immer. Auf jeden fall finden wir Vertigo und die Bowlingkugel mit diesem Ding.
ICH: Und wie?
ASTAROD: Mit dem Spiegel bin ich in der Lage alle Orte in dieser und jeder anderen Dimension zu finden. Ich geb‘ nur das zu findende Objekt an und schon bin ich mittendrin, statt nur dabei, Hä,hä!
ICH: Aha. Und die Eingabe erfolgt durch deine Gedankenströme. Richtig?
ASTAROD (erstaunt): Das stimmt! Wie bist du darauf gekommen?
ICH (grinsend): Weil ich im Spiegel gerade drei nackte, blutjunge Englein sehe, die „Hasch mich“ mit einem Pitbull spielen. Sowas Krankes kann nur aus deinem Hirn kommen.
ASTAROD: Wouh!

Schnell verschwindet das Bild wieder.

ASTAROD: Aber... äh... das is‘ nur der Bildschirmschoner.
ICH: Bildschirm...was?
ASTAROD: Das kapierst du sowieso nich‘. Und jetzt halt’s Maul.

Dann wendet sich der Erzteufel wieder dem Spiegel zu und würdigt mich keines weiteren Blickes. Ich tausche einen fragenden Blick mit Azrael. Der zuckt wie immer gleichmütig mit den Schultern und zeigt Astarod einen Vogel.

ICH: Wie recht du hast, Azzi.

Ein neues Bild entsteht auf dem Spiegel. Inmitten von düsteren Nebelschwaden kann ich ganz deutlich die Umrisse mehrerer Gestalten erkennen. Das müssen sie sein. Vertigos Riesenschnautze erkenne ich auf 100 Meilen.

ICH: Aber das is‘ doch nicht die neutrale Zone, oder?
ASTAROD: Wohl nicht. Is‘ mir auch scheißegal. Die soll’n mir mal nach Hause kommen, dann setzt es aber was!

Gespannt starre ich weiter auf die Spiegeloberfläche. Ein kleiner hüpfender Gegenstand liegt neben Vertigo auf dem Boden. Ist das vielleicht...? Tatsächlich! Das Bild wird jetzt klarer. Es ist Baphys Kopf! Aber wo is‘ sein Körper? Das ist ja mal wieder typisch für ihn. Auf nix kann der aufpassen! Aber da ist noch jemand. Träum , ich? Ein...Engel?

ASTAROD (plötzlich losbrüllend): Waaaas? Was fällt diesen elenden Bastarden ein sich mit dreckigem Engelszeugs rumzutreiben? Das is‘ ja ungeheuerlich!
ICH: Beruhige dich! Das hat sicher einen guten Grund.
ASTAROD (immer noch brüllend): Einen Grund? Einen Grund? Natürlich hat das einen Grund – Verrat!!! Diese Vaterlandsverbrecher werd‘ ich mir kaufen. Ich werd‘ sie...

Urplötzlich zerschneidet ein klirrendes Geräusch die Luft und sogar Astarods Gebrüll geht darin unter. Azrael steht mit funkelnden Augen hinter uns und hat sein mannsgroßes schwarzes Schwert gezogen. Wow, das nenn‘ ich Showeffekt. Mit der freien Hand deutet er auf eine Stelle hinter Vertigo und Baphomet. Und tatsächlich, kaum sichtbar schält sich ein hühnenhafter dunkler Umriß aus dem dichten Nebel.

ICH: Wer ist das?
ASTAROD (ungläubig): Oh nein, das auch noch!

Azrael schwebt langsam nach vorne um sich direkt vor dem magischen Spiegel in Position zu bringen. Sein Schwert zum Schlag erhoben und fauchende, unheimliche Laute von sich gebend. Wie macht er das? Er hat doch gar keinen Mund? Jetzt wird das Bild deutlicher. Ein Glatzköpfiger Riese mit nacktem Oberkörper und mächtigen, ledernen Dämonenschwingen tritt aus dem Nebel.

ASTAROD: Damokles!
AZRAEL: (fauch, zisch)
ICH: Wer?
ASTAROD (entsetzt): Wir müssen unsere Jungs da raus holen! Sonst bohrt er ihnen ein zweites Arschloch!! Scheiße verdammt!
ICH: Was?
ASTAROD: Das ist Damokles! Er ist ein ...
AZRAEL: (fauch, zisch)
ASTAROD: ...Dämon aus dem Hades. Keine Ahnung was der hier tut, aber mit Damokles ...
AZRAEL: (fauch, zisch)
ASTAROD: Verdammte Kacke, Azrael! Kannst du mal mit deinem dämlichen Gefauche aufhören!

Hm... Das bringt mich auf eine Idee.

ICH: Damokles, Damokles, Damokles!
AZRAEL: (fauch,zisch, fauch zisch, fauch, zisch)
ICH: Hahahaha!

Mit einem Wutschrei fährt Astarod herum und rammt mir aus der Bewegung heraus seine riesige Faust in den Körper. Mit einem scheußlichen Krachen kommt sie aus meinem Rücken wieder heraus. Aua! Ich hatte fast schon vergessen wie weh das tut. In der Vorhölle machen sie sowas andauernd mit einem. Gurgelnd sacke ich in mich zusammen.

ASTAROD: So! Und jetzt is‘ Ruh‘. Schluß mit den Blödeleien.
ICH (keuchend): Aber sonst findest du sowas auch komisch ...
ASTAROD: Das ist aber nicht „sonst“. Siehst du das Schwert das Damokles trägt?
AZRAEL: (fauch, zisch)
ICH: Hat Azzi eine Allergie?
ASTAROD (ernst): Oh ja. Und die wirst du auch bald bekommen. Das Schwert, das Dam ... äh, dieser Kerl dort trägt ist dem von Azrael ganz ähnlich. Es ist ein Seelenfresser. Wer damit berührt wird, wandert unwiederbringlich in die ewige Verdammnis. Verstehst du? UNWIEDERBRINGLICH! Oder glaubst du Vertigo hätte CODE 3 zum Spaß ausgelöst?

Scheiße. Plötzlich find‘ ich die Sache überhaupt nicht mehr komisch.

ASTAROD (im gewohnten Befehlston): Azrael! Such‘ Lilith! Sie soll ihren hübschen Arsch hier runter schwingen. Aber zackig!
ICH: Was hast du vor?
ASTAROD (mit wölfischem Grinsen): Das wirst du gleich sehen...



Auf der anderen Seite des Spiegels...

BAPHOMET: Ich hab‘ jetzt keine Lust mehr hier auf mein Ende zu warten. Laßt uns von hier verschwinden.
VERTIGO (sauer): Und wohin? Wir sitzen hier fest du Armleuchter schon vergessen?
BAPHOMET: Das wissen wir gar nicht! Wir haben uns seit unserer Ankunft keinen Zentimeter von der Stelle gerührt, du Halbaffe!

Vertigo gibt dem quengelnden Totenschädel eine Kopfnuß (was auch sonst). Baphy rollt schreiend von dannen.

BAPHOMET: Auaaa!
VERTIGO: Wen nennst du hier Halbaffe, du Hohlkopf?!
BAPHOMET: Halbaffe, Halbaffe, Halbaffe...
VERTIGO: Bin ich nicht!
BAPHOMET: Bist du doch!
VERTIGO: Ich reiß dir gleich den Kiefer ab, ich schwör’s du lästige Scheißhausfliege!

Mit diesen Worten packt der Höllenhund Baphys Kopf und hämmert ihn mehrmals gegen den Boden.

BAPHOMET: Ah, ahhhh... Arschloch.
JUDAS (kopfschüttelnd): Geht’s bei Euch eigentlich immer so zu?
VERTIGO: Was hast du denn? Das sind doch nur freundschaftliche Neckereien.
JUDAS: Herr im Himmel! Wenn das „freundschaftliche Neckereien“ sind, dann möcht‘ ich gar nicht erst wissen wie ihr mit euren Feinden umspringt.
BAPHOMET (irre kichernd): Soll ich’s dir zeigen, ja? Soll ich? Hä,hä,hä.
DAMOKLES (näselnd): Entschuldigt bitte... hatschie... ich stör‘ ja nur ungern... schnief... aber könnt‘ ich ma‘ kurz um eure geschätzte Aufmerksamkeit bitten ...hust, hust.

Über unseren drei Freunden taucht eine riesige Schattengestalt aus dem Nebel auf. Eine gewaltige Sense in der Hand und die Dämonenschwingen zu voller Größe aufgerichtet. Beim Anblick des Ungetüms bricht erst mal heillose Panik aus. Wild schreiend und gestikulierend purzeln Vertigo, Baphy und Judas durcheinander ohne allerdings wirklich vom Fleck zu kommen.

BAPHOMET: AHHHH!
JUDAS: AHHHH!
VERTIGO: AHHHH!

Sichtlich gelangweilt steht Damokles auf seiner Sense gestützt daneben und betrachtet das absurde Schauspiel. Ab und zu fährt er sich mit der Hand unter die Nase und schnippt sich den Rotz von der Oberlippe. Nach einiger Zeit räuspert er sich theatralisch.

DAMOKLES (keuchend): Ähem... Würdet ihr mir mal freundlicherweise... ha...ha...ha-tschie! Oh, beim Hades, dieser verdammte Schnupfen...schnief. Hätte ich gewußt wie kalt es im Paradies ist, hätte ich diesen Auftrag nie im Leben angenommen.

Langsam kommt wieder etwas Ruhe in unsere drei furchtsamen „Helden“. Und anstelle der Panik tritt Neugier.

BAPHOMET: Paradies? Du...du meinst wir sind hier im Paradies?
DAMOKLES (schniefend): Was? Nein. Aber nicht weit davon entfernt... hust,hust. Mit einem schnellen Sprungschiff höchstens zwei bis drei klicks.
JUDAS: Hä?
DAMOKLES: Vergeßt es. Haaatschieee!!!
VERTIGO: Gesundheit.
DAMOKLES: Vielen Dank! Gut, dann laßt uns mal zum geschäftlichen Teil kommen...schnief.

Mit diesen Worten zieht er ein zwei Meter langes schwarzes Schwert aus der Scheide. Ein grausiges klirren zerreißt die Stille und Blitze zucken aus der Klinge.

BAPHOMET (stotternd): Da-da-das Damoklesschwert! Der S-s-s-seelenfresser!!
DAMOKLES: Was? Nein. Ich nenne es Seelenvertilger. Hört sich gepflegter an. Findet ihr nich‘ auch? Also wer will zuerst?

Allgemeine Panik!

BAPHOMET: AHHHH!
VERTIGO: AHHHH!
JUDAS: AHHHH!
DAMOKLES (sichtlich entäuscht): Ach, kommt schon Jungs! Ich dachte ihr seid Profis...schnief. Ihr dürft das nich‘ persönlich nehmen.
BAPHOMET (kreischend): Persönlich? Persönlich? Du willst mich in die ewige Verdammnis befördern und ich soll’s nich‘ persönlich nehmen? Du Arschloch!!
DAMOKLES: Wir müssen doch nicht gleich ausfallend werden, oder? Macht es mir doch nicht so schwer. Ich hab‘ heut noch zwei andere Hinrichtungen, hust, hust und ich muß zur Apotheke. Ich brauch dringend was für die Nebenhöhlen. Die bringen mich noch um. Hatschie!
BAPHOMET(verzweifelt): Sag‘ mir was Petrus dir bezahlt! Sag es! Was auch immer! Unser Boß zahlt das doppelte!!
DAMOKLES (schniefend): Oh, je. Jetzt kommt der „Ich-bettle-um-mein-Leben-Teil“. Ich hatte gehofft den könnten wir uns sparen. Hört zu, mir wäre es auch lieber wenn wir Freunde wären aber Job ist Job.
VERTIGO (hoffnungsvoll): Du könntest dir wirklich vorstellen unser Freund zu werden?
DAMOKLES: Nein. Du?

Unvermittelt holt Damokles aus und mit einem einzigen Schlag seiner Sense säbelt er Vertigo in zwei gleiche Hälften. Einen ganzen Schwall von Eingeweiden und Blut hinter sich herziehend segelt Vertigos Oberkörper durch die Luft, während seine Beine leblos in sich zusammenfallen. Wie ein nasser Sack klatscht der Höllenhund auf dem Boden auf, wo er noch einige Meter auf seinen Innereien dahinschlittert.

VERTIGO (brüllend): AHHHH! Heilige Scheiße!
BAPHOMET: Boahh! Was für eine Schweinerei!
JUDAS: Grundgütiger!
DAMOKLES : Har har har! Ich liebe diesen Job!!! Der Nächste bitte.
JUDAS: Lauft!!
VERTIGO: Wie denn ohne Beine!?!
BAPHOMET: Halt wartet auf mich!

Judas grapscht sich Baphy’s Schädel und klemmt sich Vertigos zappelnden Oberkörper unter den Arm. Keuchend spurtet er los.
Fassungslos glotzen die drei Flüchtenden auf Vertigos Beine, als diese im Eiltempo an ihnen vorbei galoppieren.

VERTIGO: Hey, kommt zurück ihr Verräter. Laßt mich nicht im Stich!!
JUDAS (keuchend): Die sind ganz schön schnell.
BAPHOMET: Is‘ ja klar! Die müssen Vertigos fette Wampe nicht mehr tragen.
VERTIGO: Halt’s Maul! Sonst benutz ich dich als Analkugel!
BAPHOMET: So siehst du aus! Hi, hi, hi. Aber leider macht sich dein Arsch gerade aus dem Staub. Sieh mal wie flink der ohne dich ist. Hä, hä.
JUDAS (verzweifelt ): Wie könnt‘ ihr in so einem Augenblick Witze reißen!?! Wie werden alle sterben!
BAPHOMET: Na und! Ich bin eine Höllenkreatur. Ich lache dem Tod ins Gesicht. Ha, ha. Ich werde nicht heulend untergehen!
DAMOKLES (ist ihnen dicht auf den Fersen): Na das höre ich aber gern. Dann bist du gleich der Nächste!
BAPHOMET (heulend): Nein, bitte, bitte nicht!
VERTIGO (kreischend): Kannst du nich‘ schneller laufen.
JUDAS: Geht nicht!
VERTIGO: Wozu hast Flügel du Hohlkopf. Benutz sie gefälligst!
JUDAS (kreischend): Die sind doch nur Attrappe. Ich bin nur Engelsanwärter! Ich kann nich‘ fliegen.
BAPHOMET (entsetzt): Waaas! Ahhh! Wir werden alle sterben!
JUDAS: Das sag‘ ich doch!!
DAMOKLES: Gleich hab‘ ich euch! Hatschie!
JUDAS: Gesundheit!
DAMOKLES: Dankeschön.
VERTIGO: Was fällt dir ein diesem Monster auch noch Gesundheit zu wünschen!
JUDAS: Bin christlich erzogen.
DAMOKLES: Jetzt seid ihr dran, ha,ha!

Kreischend pfeifen abwechselnd das Damoklesschwert und die Sense dicht über den Köpfen der Flüchtenden hinweg. Obwohl er die beiden lädierten Dämonen im Schlepptau hat, schafft es Judas jedes mal mit knapper Not auszuweichen. Doch die gefährlichen Waffen kommen immer näher und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis eine von ihnen trifft. Doch plötzlich hält Damokles inne.

DAMOKLES: Oh, scheiße. Hey! Wartet mal ‘nen Moment, bitte.

Verdutzt bleibt Judas stehen und blickt sich um.

JUDAS: Was is‘?
DAMOKLES (triumphierend): Daaaa!!!

Mit unglaublicher Wucht rammt Damokles seinen Seelenfresser in Judas Brust. Ein gewaltiger Donnerschlag läßt die Erde erbeben. Blitze zucken aus der Klinge und hüllen den armen Judas in blaues Feuer. In Sekundenschnelle verglüht sein Körper und löst sich in Nichts auf. Ächzend stürzen Baphomets Schädel und Vertigos Oberkörper auf dem Boden. Dort wo Judas noch vor Augenblicken gestanden hatte, befindet sich jetzt nur noch ein schwarzer Brandfleck und sein verkohlter Stahlhelm.

DAMOKLES (biegt sich vor lachen): Wahrharharhar. Sie fallen doch immer wieder drauf rein. Har, har, har, har!
BAPHOMET (heulend): Du...dududu du Ungeheuer! Du hast ihn echt ausgelöscht. Du hast seine Seele vernichtet!
DAMOKLES (kann sich kaum noch beruhigen): Hi, hi,hi. Habt ihr gesehen wie doof der geguckt hat bevor er verdampft is‘? Ha, ha Ha-tschie!! Verdammter Schnupfen!
VERTIGO: Du elender Bastard! Ich werde dir...
DAMOKLES: Was? Mir in den Zeh beißen? Ha, ha, ha!
BAPHOMET: Oh, nein wir werden alle sterben!
DAMOKLES: Genau! So aber jetzt Spaß bei Seite. Ich glaub den dämlichen Totenkopf heb‘ ich mir bis zuletzt auf. Der jammert so schön.
BAPHOMET: Du krankes Schwein!
DAMOKLES: Na, na. Warum so böse? Was dagegen, daß ich Spaß an meiner Arbeit hab‘?

Verzweifelt versucht Vertigo davon zu kriechen, während Baphy versucht mit krotesken Hüpfbewegungen vorwärts zu kommen.
VERTIGO (zerknirscht): Welch jämmerliches Ende...
DAMOKLES: So, jetzt geb‘ ich dir den Rest, mein Bester...

Mit diesen Worten hebt er sein tödliches Schwert und... verschwindet gröhlend in einem Inferno aus explodierenden Feuerbällen.

DAMOKLES: Scheißeeee...!

Der glatzköpfige Dämon wird von den Füßen gerissen und meterweit durch die Luft geschleudert.

ASTAROD (jubelnd): Ja!! Ha, ha! So is‘ es gut Boni. Baller ihm die Hacken weg. Laß deinem Zorn freien Lauf!!

Meinem Zorn freien lauf lassen? Meinem Zorn? Astarod soll froh sein, daß ich‘s mir nicht frei in die Hose laufen lasse. (Wenn ich eine anhätte). Ich hab‘ Schiß ohne Ende. Immerhin ist dies mein erster offizieller Kampfeinsatz als Todesengel. Astarod, Azrael und ich stehen auf einer kleinen Anhöhe und verballern Feuerbälle und Eisblitze was das Zeug hält. Stück um Stück wird Damokles zurückgedrängt.
Astarod hatte nicht zuviel versprochen. Der Sanctus Rectum hat mehr drauf als ich dachte. Er ist nämlich nicht nur eine Beobachtungsplattform sondern fungiert auch gleichzeitig noch als Teleporter. Cool nicht!

BAPHOMET (gröhlend): Hurra! Mephisto! Ich wußte du kommst!
VERTIGO: So, jetzt kriegt dieser überhebliche Großkotz gewaltig eine aufs Maul, har, har, har!
ASTAROD (brüllend): Seht zu daß ihr eure fauligen Kadaver hier rüber schafft. Bewegung, Bewegung!

Mir bietet sich ein Bild des Schreckens. Was ist denn mit Vertigo passiert? Der sieht ja fürchterlich aus. Langsam kommen er und Baphomet auf uns zu gekrochen bzw. gehüpft. Und hinter ihnen... Damokles. Er sieht mitgenommen aus. Aber auch ziemlich sauer!


ASTAROD (zähnefletschend): Das gibt’s ja wohl nich‘. Sag ma‘, wie kann dieser Scheißer eigentlich noch leben! Na gut. Geben wir ihm eine volle Breitseite!!
ICH (stöhnend): Ich kann nich‘ mehr. Mir glühen schon die Fingernägel!
ASTAROD (brüllend): Jammern kannst du später! Feuer frei!

Und wieder schleudern wir eine Salve aus Feuer und Eis gegen den zähen, schwer bewaffneten Riesen. Obwohl ich das Gefühl hab‘, meine Hände würden gleich abfallen und jeder Tropfen Lebensenergie aus mir rausgesaugt wird, gelingt es mir dennoch einen Feuerball von beachtlicher Größe zu erschaffen. Zu blöd daß ich keine Kraft mehr zum abfeuern hab. Mit einem gewaltigen Tosen explodiert das Teil und reißt die Anhöhe, samt uns in tausend Fetzen. Für mich ist der Ofen erst mal aus. Mir wird schwarz vor Augen und ich spüre meinen Körper nicht mehr. Uh Kacke, ich glaub ich bin gerade nochmal gestorben.

ASTAROD (brüllend): Booooniiii! Du verblödetes Arschloch!!

Oh nein. Doch nicht.

ASTAROD (lauter brüllend): Dafür laß ich dich 100 Jahre am Kreuz brennen, wenn wir wieder zu Hause sind!
ICH: Wa..wawawas is‘ los?
ASTAROD: Was los ist???? Du hast ... oh, nein, NEIN... was macht den dieser Volltrottel da? Baphomet! Bist du völlig bescheuert!?!

Azrael ist von der Explosion wohl ziemlich unbeeindruckt geblieben. Ohne Unterlaß feuert er einen Eisblitz nach dem anderen auf Damokles ab um Vertigos und Baphys Flucht zu decken. Aber was macht der irre Baphy da? Er hüpft in die falsche Richtung! Auf Damokles zu! Flink rollt er zwischen den Beinen des verdutzen Damokles hindurch, springt in die Höhe und beißt das Ungeheuer in den Allerwertesten.

DAMOKLES (gequält): AUAAA!
BAPHOMET: Ha, ha!! Wer ist jetzt die Heulsuße du zu groß geratener Bimsstein.
ICH: Der is‘ verrückt. Kein Zweifel der ist verrückt!

In diesem Moment erreicht uns der zu Tode erschöpfte Vertigo.

VERTIGO (keuchend): Das hab‘ ich ... hechel, hechel... doch schon immer gesagt... keuch, keuch...aber du hörst ja nie auf mich...Scheiße, bin ich fertig.

ASTAROD (plärrend): Na los! Was steht ihr so dumm rum? Helft der dämlichen Bowlingkugel gefälligst! Zum Angriff! Alle mir nach!

Mit einem gefährlichen “Tschak“ läßt Astarod ellenlange Klingen aus seinen Fingern Wachsen und rennt los.

ASTAROD: Die wollt‘ ich schon lange mal wieder ausprobieren! Auf in den Nahkampf!
ICH: Aber hast du nicht gesagt das hier wäre eine...
ASTAROD: Taktikänderung. Beweg deinen Arsch! Los!
ICH: Wenn’s denn sein muß.

Die Vorstellung mit diesem Riesen auf Tuchfühlung zu gehen behagt mir irgendwie überhaupt nicht. Azrael hingegen scheint auf einen Kampf zu brennen. Er zieht sein gewaltiges Schwert, öffnet seine Schwingen und stößt sich vom Boden ab. Gemeinsam stürmen wir an Vertigo vorbei in Richtung Damokles.

VERTIGO (stöhnend): Oh nein. Nich‘ den ganzen Weg nochmal zurück...

Hechelnd dreht der halbe Höllenhund sich um und beginnt ungelenk loszukrabbeln.
Inzwischen hat sich Damokles wieder etwas gefaßt und versucht den hin und her hüpfenden Baphy mit der Sense zu erwischen.

BAPHOMET: Hä, hä. Fang mich doch! Fang mich d...
DAMOKLES (grinsend): Hab‘ dich schon!
BAPHOMET: Wa...?

Tonk!

BAPHOMET: Aua!

Mit voller Kraft zieht Damokles Baphy die Sense über die Rübe. Glücklicherweise erwischt er ihn aber nur mit der stumpfen Seite. Dennoch reicht es um ihn kurzzeitig ins Reich der Träume zu schicken. Besinnungslos bleibt Baphy liegen.

DAMOKLES: Und jetzt sag‘ adios, Kürbiskopf!
ASTAROD: Nein! Du sagst adios, Freundchen.

Gerade als Damokles seinen Seelenfresser zum entscheidenden Schlag erhebt, erreicht ihn Astarod und bügelt ihn brutal über den Haufen. In einem Knäuel aus Gliedmaßen stürzen die beiden zu Boden. In diesem Augenblick erreiche auch ich den Ort des Geschehens. Ich überleg‘ mir wie ich wohl meinen ersten heldenhaften Kampfeinsatz gestalten sollte. Am besten theatralisch. Ich laß‘ mein Flammenschwert hervorschießen und meine tiefste Stimme ertönen.

ICH (gekünstelt): Hinfort du nichtswürdige Kreatur! Erzittere vor der unendlichen Macht der Hölle, Har, har, har!
ASTAROD (keuchend): Boni laß den Blödsinn. Hilf mir lieber!

Azrael schwebt mit erhobenem Schwert und glühenden Augen an mir vorüber. Dabei bedeutet er mir mit einer unmißverständlichen Geste, was er von meinem Auftritt hält. Is‘ ja gut, is‘ ja gut. Ich hör‘ ja schon auf. Ich versuch nur ein bißchen Heldenmut und Epik in die Geschichte zu bekommen. Aber wenn’s Keinen interessiert, dann halt nicht. Wie auch immer.
Der Erzteufel und der Killerdämon liegen am Boden und knüppeln aufeinander ein was das Zeug hält. Azrael steht ratlos daneben. Bei diesem Wirrwarr aus Gliedmaßen ist es unmöglich zu unterscheiden wer nun wer ist. Achselzuckend schiebt er sein Schwert ein und stürzt sich kopfüber ins Gegloppe. Ein wahrhaft höllischer Kampf auf Leben und Tod entbrennt.

ASTAROD (brüllend): Boni! Jetzt steh nich‘ so blöd rum! Auf in den Kampf du Memme sonst...Aua, laß mein Gehänge in Ruhe, du...
DAMOKLES: Dir werd ich‘s zeigen...hatschie...Nimm die Hand aus meiner Nase!!
Tja, ich fürchte jetzt bin ich wohl an der Reihe. Nun denn, ans Werk!

ICH (brüllend): Für den Satan!

Mit einem Hechtsprung werfe ich mich ins Geschehen... und lande übelst auf der Fresse als sich Damokles blitzschnell zur Seite dreht um einem vernichtenden Schlag Astarods auszuweichen. Aber Astarods Schlag trifft trotzdem – nämlich mich. Ein Dampfhammer läßt mich bunte Kreise sehen und ich höre die Glocken läuten. Na wartet. Jetzt bin ich an der Reihe auszuteilen. Blind vor Wut brüllend und wild um mich tretend stürze ich mich auf Damokles. Leider erreiche ich ihn nicht. Mit einem seiner langen Arme hält er mich am Kopf fest und hebt mich dran hoch. Meine Schläge gehen alle ins Leere. Lachend packt mich Damokles an meinen...äh...
Der Vorteil am Geschichtenschreiben ist, daß man tolle Momente hervorheben und peinliche Augenblicke beschönigen oder sogar ganz weglassen kann, und keiner merkt‘s. Dies tue ich hiermit. Ihr sollt kein allzu schlechtes Bild von mir bekommen. Es sei nur soviel gesagt, daß ich bei meinem ersten Kampfeinsatz wohl keine so gute Figur gemacht habe...
Was soll’s. Egal wieviel Prügel ich auch eingesteckt hab. Wir haben gewonnen. Gegen zwei Dämonen wie Astarod und Azrael und einen halben (mich), hat nicht mal Damokles eine Chance. Grün und blau geschlagen liegt der zertretene Killerdämon am Boden.

ASTAROD (grunzend): Ha, ha! Und jetzt gib ihm den Rest Azzi! Nimm Deinen Seelenfresser und zerleg die Sau! Oder nein! Nimm sein Schwert und richtet ihn durch seine eigene Waffe. Har, har! Bin ich heut‘ wieder genial fies! Hä, hä, hä.
ICH: (erschrocken): Hey! Das kannst du nicht machen. Damit vernichtest du ihn! Das ist unmenschlich.
ASTAROD (trocken): Sieh uns an Mephisto. Sind wir Menschen?
ICH: Ich war zumindest mal einer.
ASTAROD (haut sich mit der flachen Hand auf’s Hirn): Ouhh nein. Jetzt geht das wieder los. Ich dachte damit sind wir durch? Mußt du immer im unpassendsten Moment deinen Moralischen kriegen?
ICH: Wir könnten ihn doch mitnehmen und foltern... oder so.
ASTAROD: Nein! So ein Pack kommt mir nicht ins Haus. Der wird zerquetsch, hier und jetzt. Hast du vergessen wie er dich gerade eben zerlegt hat. Wie er deine Klöten...

Ups, das wollt ich ja nicht schreiben.
ICH: Schon, aber...

Ein zischendes Geräusch unterbricht mich mitten im Satz. In der Dunkelheit dieser Zwischenwelt hat sich plötzlich ein langer Riß in der Realität manifestiert. (Realität manifestiert? Coole Wortwahl oder?). Eine kreischende, boshafte Stimme dröhnt uns daraus entgegen. Oh, wie ich diese Stimme liebe.

LILITH‘S STIMME: Beeilt euch mal ihr Pfurzköppe. Ich kann das Tor nicht mehr lange offenhalten. Wenn es sich schließt find‘ ich euch wahrscheinlich nie wieder!
ASTAROD: Da hörst du’s! Azrael, bring Damokles um!
ICH: Nein Azzi, tu’s nicht!
ASTAROD: Das ist Hochverrat du kleine, miese Kreatur.
ICH: Gar nich‘ wahr!
ASTAROD: Und wie!
ICH: Gar nich‘ wahr!!

Azraels Blick wandert verdutzt zwischen mir und meinem übellaunigen Vorgesetzten hin und her. Er weiß wohl auch nicht recht was er machen soll. Einerseits sehe ich ihm an wie er regelrecht darauf brennt die Seele von Damokles in die Ewige Verdammnis zu befördern. Andererseits scheint er das bißchen Freundschaft daß sich zwischen ihm und mir entwickelt hat nicht so leichtfertig auf’s Spiel setzen zu wollen. Vielleicht leidet er auch nur am Parkinsonsyndrom und kann seinen Kopf nicht mehr richtig unter Kontrolle halten.

BAPHOMET (wieder erwacht): Äh...darf ich auch mal was sagen?
ASTAROD und ICH (gleichzeitig): NEIN!!!
BAPHOMET: Aber da hinten tut sich irgendwas!
ASTAROD und ICH (wieder gleichzeitig):NA UND?!?
BAPHOMET: Äh...
LILITH‘S STIMME (plärrend): Scheiße! Die Kavallerie ist im Anmarsch!
ICH: Was?
ASTAROD: Häh!
BAPHOMET: Schnell weg Jungs!

Am Horizont, wenn man diese düstere Nebelbrühe überhaupt als solchen bezeichnen kann, taucht, begleitet von grellen Blitzen, eine ganze Schar von Reitern auf. Auf weißen gepanzerten Pferden reitend und die goldenen Schwerter und Lanzen zum Kampf erhoben.


AZRAEL: Ach du Scheiße! Meine Ex-Kameraden aus der 7ten. Schnell weg.

Wie ein Pfeil schießt der schwarze Engel davon.

ICH (ungläubig): Hat der gerade was gesagt?
BAPHOMET: Was ???
ASTAROD (verblüfft): Nee, oder...?
LILITH’S STIMME: Beeilt euch! Das Tor schließt sich!!!

Für einen Moment stehen wir alle ziemlich dämlich dreinglotzend da. Dann gewinnt Astarod seine Fassung zurück.

ASTAROD: RÜCKZUG!!!!

Wie von allen guten Geistern gehetzt (nun irgendwie stimmt das ja auch) ergreifen Astarod, Baphy und ich die Flucht. Den heulenden Totenschädel hab‘ ich mir wie immer unter den Arm geklemmt. Das getrappel der himmlischen Armee kommt unaufhaltsam näher und näher. Schreiend rennen wir an Verigo vorbei, der ziemlich verzweifelt aussieht.

ICH: Hey Vertigo! Rückzug!
VERTIGO (stöhnend): Nein! Jetzt hatte ich’s fast geschafft! Den ganzen Scheißweg wieder zurück!
ICH: Sieh‘ zu daß du Land gewinnst. Nimm deine Beine in die Hand und... oh, ‘tschuldigung.
VERTIGO (kreischend): Sehr witzig du Arsch. Hilf mir!.

Also laufe ich zurück pack den Höllenhund an den Ohren und schleif ihn mit.

ASTAROD (entsetzt): Boni! Was machst du da! Laß ihn hier, du schaffst es sonst nicht!!

Mit schreckensgeweiteten Augen werfe ich einen Blick nach hinten. Um Satans Willen! Die sind ja gleich da!! Wie eine Wand rollen die auf mich zu. Allen voran ein Engel in weißer Rüstung mit wallenden langen Haaren. Seine Lanze zum tödlichen Stoß erhoben und mit Mordlust in den fanatisch flackernden Augen. Hurra! Welch‘ dramatisches Ende. Ich sag’s Euch Leute, zum ersten mal seit über dreihundert Jahren empfinde ich wieder echte Todesangst. Und soll ich Euch noch was sagen? Ein echtes Scheißgefühl!! Ich bin so geplättet, ich kann keinen Finger rühren. Wie gelähmt und leichenblaß starre ich meinem sicheren Ende entgegen.

VERTIGO (panisch): Nun lauf schon!
ICH (ängstlich):...oh, Scheiße...
VERTIG (kreischend): Was is‘ los Boni? Ich will noch nicht sterben! Beweg dich endlich!!
LILITH’S STIMME: Das Tor schließt sich! Nun kommt schon!!

Nur noch ein paar Meter trennen mich und Vertigo vor dem sicheren Aus. Die Engel erstrahlen in einem ehrfurchtgebietendem Licht und allein ihr Anblick läßt mir das Blut in den Adern gefrieren. So hatte ich sie mir zu Lebzeiten immer vorgestellt. Ihre unvergleichliche Schönheit ist atemberaubend... im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn ich nicht gleich hier verschwinde dann erstick‘ noch vor lauter Glanz und Glorie. Natürlich nur wenn ich noch so lange lebe.

ASTAROD: Boni!!! Du Versager! Lauf endlich!

Astarods Geplärre läßt mich auffahren und in die Wirklichkeit zurück kehren. Mit einem erstickten Aufschrei löse ich mich von dem anmutigen Anblick. Aber es ist zu spät. Ich sehe noch eine silberne Lanze auf mich zufliegen (täusch ich mich, oder hängt da tatsächlich ein Fuchsschwanz dran?), dann versinkt alles um mich herum in blauem Feuer ...
 
:lol: oh mann, so fängt ein tag gut an ... hab tränen gelacht!:top: :top: :top:

kommt noch mehr?
 
also deine updatefrequenz ist wirklich beachtlich :eek:
hab leider erst heut nachmittag Zeit um mir dein Werk zu Gemüte zu führen... und ich könnt ne Aufmunterung soooo dringend gebrauchen
 
omfg... musste ettliche Male ein schallendes Lachen unterdrücken (doof wenn man die Story im Rechenzentrum der Uni liest :D)... jetzt bin ich ja mal gespannt wie der liebe Boni (woher hat er eigentlich den Spitznamen?) da wieder "lebend" rauskommt :D
 
@ IMB111 Der Spitzname kommt von seinem menschlichen Namen: Bonifatius Kleinmeier

@ Zisar
Das kann jetzt aber noch nicht das Ende gewesen sein, du kannst Boni, wo er mir so ans Herz gewachsen ist und ich noch auf eine Liebesgeschichte zwischen Ihm und Lilith warte nicht einfach vergehen lassen. Ich erwarte das Azrael in standesgemäß rettet... Womit soll ich mir sonst die Mittagspause versüßen???
 
Hey...Wie kannst du die Geschichte an diesem Punkt unterbrechen? :mad: :autsch: :mod: :no: :( :cool:

Schreib sofort weiter, sonst gibts einen mit der Peitsche :go: :D
 
och gott...... :cry: wisst ihr wie anstrengend es ist so eine story zu schreiben?????
der grund warum das ende hier ist, weil die story mir zu oede wird.
ich will auch ma neue themen schreiben, ausserdem MUSS ICH JA AUCH NOCH STUDIEREN :D

Also, falls ich dazu komm und neue ideen hab, bekommt ihr nachschub, wenn nicht ....
Jedenfalls, wenn ihr wollt, schick ich in einem Thread fuer die, welche die ganze story gespeichert haben wollen ( wollt ihr das :confused: :confused: ???)
noch mal zum Word aufmachen = zurueck zum thread Neulich in der Hoelle, die Komplette Trilogie= alles markieren ( den Text :D ) COPY= Zurueck zu word=
PASTE
Und speichern unter Zisards Neulich in der Hoelle- Die Komplette Trilogie

Bis dann verabschiede ich mich
euer untalentierter Autor

Zisard
 
Da ich noch nicht dazu gekommen bin alle teile zu lesen, wäre ich über die möglichkeit mehr als nur erfreut :) *alles haben will* *sabber* vor allem das ende hier finde ich gut gemacht. überraschend, ein ende und doch die möglichkeit offen gelassen für eine fortsetzung.
 
"och gott...... wisst ihr wie anstrengend es ist so eine story zu schreiben?????"
ja :D

"Also, falls ich dazu komm und neue ideen hab, bekommt ihr nachschub, wenn nicht ...."
:eek: was zum alten? :D du willst jetz schon aufhören? ;(

fortsetzung :go: :D
 
Wage es bloss nicht jetzt aufzuhören :motz:
Deine storys sind einfach nur göttlich, mit abstand das beste was ich hier seit langem gesehen habe.

Dieser wunderschöne schwarze humor hat mir so viele lacher beschert (dafür erstmal:kiss: ) und jetzt sagst du einfach so das wars ;(???
Das kannst du der comm doch nicht antun :no:, wir warten sehnsüchtigst auf den nächsten teil.

Also los :go: schreiben, das talent darf der masse nicht vorenthalten werden ;)
 
oh man was soll man dazu noch sagen
na vielleicht geht das hier:
2lol.gif


und wehe du hörst auf :motz:
die story hat einfach zu viel potential, um an der stelle zu enden
 
Ich bin totaler Fan von deinen Storys, wenn du aufhörst is :autsch: noch das harmloseste was dir passieren wird :mad:

Ne, ma im Ernst, du hast einen göttlichen, schwarzen Humor, wenn du aufhörst wird das Fun eine geniale Serie velieren. Bitte tu uns das nicht an...
 
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