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[Story] Zwei Welten

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ChrisSabion

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24 August 2004
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90
_/_/_/Zwei Welten\_\_\_

Eine Geschichte aus dem Diablo-Universum

Mustafar.jpg



Inhaltsverzeichnis:

http://planetdiablo.eu/forum/images/posticonnew.gifKapitel 2





_________
Kapitel 1
_________


r.png
egen prasselte unaufhörlich gegen das Fenster. Das Geräusch erinnerte Brad an eine Armee, die durch die Wüste marschiert.
Er stellte sich vor, wie sie ihn in Ketten legten und aus seinem kahl eingerichteten Büro zerren würden, weil er den Deal mit Hodger & Sons nicht erfolgreich abgeschlossen hatte.
Brad Hannigan war ein Nervenbündel. Der Misserfolg in jener Angelegenheit, über die er nicht gerne sprach, hatte dazu geführt, dass Brad jedes Mal zusammenzuckte, wenn das Telefon klingelte. Bei jedem Mal ertappte er sich dabei, wie er begann, seine Unterlagen zu sortieren, als würde sein Chef ihn durch das Telefon hindurch sehen können. Hinzu kam, dass das Telefon in den letzten zwei Wochen seit diesem Desaster, wie sein Vorgesetzter sich ausgedrückt hatte, nicht aufhören wollte, zu klingeln.

Brad blickte auf seine zitternde Hand. Der Ehering an seinem Finger schien nicht mehr so zu funkeln wie sonst, was aber auch durch die Müdigkeit in seinen Augen erklärt werden könnte. Er ertastete den Lautsprecher-Knopf des Telefons und stammelte: "J-ja? Hannigan h-hier." Die Stimme aus dem Lautsprecher klang sehr viel selbstsicherer und barscher als Brads eigene.
Dr. Dexter, sein Abteilungsleiter, stand in dem Ruf, Fehler nicht gern zu verzeihen: "Brad. Mein Mann an vorderster Linie. Die Entscheidung wurde vertagt. Machen Sie sich keine Sorgen. Der Vorstand kann Sie nicht rauswerfen. Dazu besteht kein Anlass. Nehmen Sie sich den Rest des Tages frei und ruhen Sie sich aus. Die nächste Sitzung ist morgen, aber ich werde ein gutes Wort für Sie einlegen."
"D-das ist nett von Ihnen, Mr. De..."
"Doktor!"
"'tschuldigung...Dr. Dexter. Ich mache mich gleich auf den Weg...mir geht's tatsächlich nicht be-sonders."
"Dann bis morgen, schlafen Sie sich kräftig aus, morgen ist der Tag der Entscheidung."
Mit diesen Worten legte sein Chef auf. Brad saß noch einige Sekunden lang mit dem Hörer in der Hand da, bevor er realisierte, dass das Gespräch beendet war. Er legte den Hörer beiseite, um nicht weiter gestört zu werden und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Nicht lang, und er schloss die Augen um zu entspannen. Das war der Augenblick, in dem er zu träumen begann.
Brad wusste nicht, weshalb er ständig den selben Traum hatte. Visionen von Personen kehrten immer und immer wieder zurück. Nach dem Aufwachen hatte er ständig das Gefühl, dass er die Personen kennen würde. Allen voran eine junge Frau namens Jaina, welche auch jetzt wieder vor seinem geistigen Auge zu schweben schien.
"Du musst es finden, Ton'Larr. Das ist die einzige Hoffnung. Bitte beeil dich.."
Die Stimme, sanft wie ein Windhauch, drang tief in ihn hinein und erfüllte seinen kompletten Körper mit totaler Entspannung. Aber was bedeutet Ton'Larr? Wieso nannte Sie ihn so?
"Wer bist Du? Kenne ich Dich?" Brads Stimme klang so viel stärker in diesem Traum. Etwas war anders. Brad wusste, dass er träumte, doch er entschloss sich, voll und ganz hinab zu tauchen. Abzusinken in eine fremde Welt. Eine Welt, in der er kein Niemand war. Sondern ein Ton'Larr. Die Frage war nur, ob das in der Welt der fremden Schönheit vielleicht auch nur "Bürolakai" bedeutete. Aber auch das war ihm egal, er wollte mehr.
"Woher kennt Ihr mich?" Brad war völlig fasziniert. Diese dunklen Rehaugen und das nussig-braune Haar, welches sich in langen Wellen an einen wohlgeformten Körper schmiegt...
"Es ist Dein Ring."
Ring? Welcher verdammte Ring? Langsam dämmerte ihm, dass er Brad Hannigan war, ein verheirateter Marketing-Leiter bei HFS Europe, der mit seiner Frau und seinem einjährigen Sohn in Camden/London wohnte. Noch während dieser Einsicht, begann das Bild der fremden Frau zu verblassen. Langsam wachte Brad auf und sein Blick fiel wieder auf seinen Ehering. Das musste es sein. Der Ring. Ein Blick auf die Uhr, es war viertel vor zwei...wenn er sich beeilt, könnte er es noch schaffen.

Zehn Minuten später befand sich Brad inmitten von Londons wohl unerbittlichstem Regenschauer diesen Jahres. Wie jeden Tag hatte er keinen Schirm dabei, und wie jeden Tag fuhr ihm der Bus vor der Nase weg. Also ging es zu Fuß weiter Richtung Soho. Irgendwo musste er doch sein...dort! Auf der Straßenseite gegenüber erblickte Brad einen kleinen Antiquitätenladen. Er sah noch genauso aus wie vor acht Jahren, als er Susan geheiratet hatte. Das Budget war damals noch nicht so üppig gewesen, und so entschlossen sie sich -romantisch wie sie Beide nun mal waren- ein gebrauchtes Paar Eheringe zu kaufen. Erst gefiel Brad der Gedanke nicht, den Ring eines Toten an den Fingern zu tragen, aber der Verkäufer hatte ihnen beiden versichert, dass die Vorbesitzer sehr gute Menschen gewesen sind, und es eigentlich eher eine Art Privileg darstellt, die Ringe zu tragen, die ein Paar vor langer Zeit mit Hilfe der ewigen Liebe zusammenband.
Mittlerweile trug Susan ihren Ring nur noch zu besonderen Anlässen. Aus reiner Gewohnheit, sagte sie, denn auf ihre Arbeit im Labor, ist sämtlicher Körperschmuck verboten. Da stand er nun. Was suchte er eigentlich hier? Wie sollte er anfangen? Hallo, ich glaube dieser Ring ist komisch. Nein, das konnte er nicht sagen.
"Komm schon Brad...Du bist Marketing-Leiter, Dir wird schon etwas einfallen", murmelte er leise vor sich hin. Mutig, wie er sonst nicht ist, betrat Brad den kleinen Antiquitätenladen. Tatsächlich hatte sich hier herzlich wenig verändert in all der Zeit. Es würde Brad nicht wundern, wenn sogar die meisten, oder aber alle Dinge, die hier zum Verkauf angeboten wurden, bereits vor acht Jahren auf ihrem jetzigen Platz gelegen hatten.
Der Verkäufer, welcher auf einem Stuhl hinter einem alten, hölzernen Schreibtisch saß, nickte ihm freundlich zu. Es war ein Mann in gehobenem Alter. Brad vermochte nicht zu sagen, ob er es war, der ihm und Susan damals die Ringe feilbot. Um so mehr verwunderte es ihn, dass der Mann ihn ansprach, während Brad sich immer noch Worte im Mund zurecht legte.
"Aah, Mr Hannigan. Ich wusste, sie würden wiederkommen."
"Sie wussten...aber woher...? Ähem. Guten Tag, ich habe eine kleine Frage...Moment. Sie erinnern sich an mich?"
Der Verkäufer rückte seine Brille zurecht.
"Mr. Hannigan, Sie beleidigen mein Gedächtnis. Natürlich erinnere ich mich an Sie. Sie selbst und ihre Frau haben vor acht Jahren Ihre Eheringe bei mir erworben. Ich bitte Sie, so etwas vergisst man doch nicht. Besonders nicht, wenn ein Kunde wie Sie es sind, die Hälfte in meinem Geschäft zurücklässt."
"Zurücklässt?", fragte Brad erstaunt. Sein Mund hing immer noch offen, zumindest hatte er das Gefühl.
"Was genau, habe ich denn zurückgelassen? Und wieso?"
"Ooh...nicht mit Absicht natürlich. So junges Glück wie das Ihre damals lässt sich nicht von den Rufen eines alten Mannes stören."
Der Mann blickte Brad von unten an, direkt in die Augen.
"Und hinterherlaufen wollte ich Ihnen auch nicht unbedingt.", ergänzte der Alte brummig, aber mit einem freundlichen Unterton.
"Hören Sie, ich wollte tatsächlich wegen des Ringes zu Ihnen, sehen Sie, ich habe da diese Träume..." sprudelte es aus Brad heraus, doch der Verkäufer hob seine Hand:
"Nanana, Sie müssen schon verzeihen, mein Herr, aber es ist schon spät für ein Pläuschchen. Wie Sie sicher lesen können, schließe ich meinen Laden um halb drei an jedem Tag. Ich schlage vor, sie nehmen dies und wir sehen uns dann ein andermal wieder."
"Was ist das?"
"Oh, nichts Besonderes fürchte ich. Es wurde mir damals vor langer Zeit mit den beiden Ringen übergeben, die Sie und ihre Frau nun besitzen. Eventuell ist es das Tagebuch des Vorbesitzers, oder aber eine Gebrauchsanweisung für japanische Videorekorder." Die Stimme des Mannes wurde immer barscher.
"Ich schlage vor, Sie sehen zu Hause selbst einen Blick hinein, und nun muss ich Sie bitten zu gehen mein Herr. Beehren Sie mich bald wieder."
Mit diesen Worten scheuchte der Verkäufer Brad wahrlich hinaus, bevor er die Tür seines Geschäfts mit einem lauten Geräusch hinter ihm zuzog und abschloss. Der Regen war dichter und heftiger geworden, und in der Ferne zuckten bereits Blitze über den Himmel. Im Windschutz seiner Jacke holte Brad das notbedürftig zusammengebundene Bündel Papier hervor, das er von dem Alten bekommen hatte und drehte und wendete es in seinen Fingern. Dann las er auf dem schwarzen Einband:

Tertia Tres Mali

ab

Lam Esen
 
Chris Sabion schrieb:
Regen prasselte unaufhörlich gegen das Fenster. Das Geräusch erinnerte Brad an eine Armee, die durch die Wüste marschiert.
Er stellte sich vor, wie sie ihn in Ketten legten und aus seinem kahl eingerichteten Büro zerren würden,
weil er den Deal mit Hodger & Sons nicht erfolgreich abgeschlossen hatte.
Brad Hannigan war ein Nervenbündel. Der Misserfolg in jener Angelegenheit, über die er nicht gerne sprach,
hatte dazu geführt, dass Brad jedes Mal zusammenzuckte, wenn das Telefon klingelte. Bei jedem Mal ertappte er sich dabei,
wie er begann, seine Unterlagen zu sortieren, als würde sein Chef ihn durch das Telefon hindurch sehen können.
Hinzu kam, dass das Telefon in den letzten zwei Wochen seit diesem Desaster,
wie sein Vorgesetzter sich ausgedrückt hatte, nicht aufhören wollte, zu klingeln.

[...] (ab dem Traum springst du ins Präsens, ist wohl so gewollt)

Ring? Welcher verdammte Ring? Langsam dämmert ihm, dass er Brad Hannigan ist,
ein verheirateter Marketing-Leiter bei HFS Europe und mit seiner Frau und seinem einjährigen Sohn in Camden/London wohnt.
Noch während dieser Einsicht, beginnt das Bild der fremden Frau zu verblassen.
Langsam wacht Brad auf und sein Blick fällt wieder auf seinen Ehering.
Das muss es sein. Der Ring. Ein Blick auf die Uhr, es ist viertel vor zwei...wenn er sich beeilt, könnte er es noch schaffen.

(hier gehts dann im Imperfekt weiter)

"Aah, Mr Hannigan. Ich wusste, sie würden wiederkommen."
"Sie wussten...aber woher...? Ähem. Guten Tag, ich habe eine kleine Frage... Moment. Sie erinnern sich an mich?"
Der Verkäufer rückte seine Brille zurecht.
"Mr Hannigan, Sie beleidigen mein Gedächtnis. Natürlich erinnere ich mich an Sie.
Sie und ihre Frau haben vor acht Jahren Ihre Eheringe bei mir erworben. Ich bitte Sie, so etwas vergisst man doch nicht.
Besonders nicht, wenn ein Kunde wie Sie es sind, die Hälfte in meinem Geschäft zurücklässt."
"Zurücklässt?", fragte Brad erstaunt. Sein Mund hing immer noch offen, zumindest hatte er das Gefühl.
"Was genau, habe ich denn zurückgelassen? Und wieso?"
"Ooh...nicht mit Absicht natürlich. So junges Glück wie das Ihre damals lässt sich nicht von den Rufen eines alten Mannes stören."
Der Mann blickte Brad von unten an, direkt in die Augen.
"Und hinterherlaufen wollte ich Ihnen auch nicht unbedingt.", ergänzte der Alte brummig, aber mit einem freundlichen Unterton.

[...]

Der Regen war dichter und heftiger geworden, und in der Ferne zuckten bereits Blitze über den Himmel.

:top:
Nette Einleitung, freue mich auf mehr. Das mit den Zeiten...
wenn du etwas ausdrücken willst, das vor dem im Imperfekt passiert ist, nimmst du Plusquamperfekt(hatte,...) und wenns um etwas vor dem Präsens geht nimmst du Perfekt .Danke

mfg Onion
 
Joah, danke. Eigentlich ist das ja auch gar kein Thema, nur habe ich...psst...von der Arbeit aus geschrieben, und ich wollte es eigentlich gar nicht abschicken, aber als mein Chef dann hier war, war ich selber kurz in Panik wie Brad, und hab auf Absenden geklickt, ohne es zu lesen und zu korrigieren. :D


Das hier:


Langsam dämmert ihm, dass er Brad Hannigan ist,
ein verheirateter Marketing-Leiter bei HFS Europe und mit seiner Frau und seinem einjährigen Sohn in Camden/London wohnt.

macht für mich aber gar keinen Sinn :ugly:
Ich habs mal soweit korrigiert, wie es wenigstens lesbar ist...

Alles was das ss und ß angeht...das war nach meiner Zeit, und da gebe ich auch weiterhin nichts drauf, und ich schreibe auch Delphin weiterhin mit ph, also am besten einfach gar nicht beachten ;)

Ich werds mir noch ein, zwei mal genau durchlesen und die Zeiten korrigieren. Danke für die Tipps :)
 
Langsam dämmert ihm, dass er Brad Hannigan ist,
ein verheirateter Marketing-Leiter bei HFS Europe, und mit seiner Frau und seinem einjährigen Sohn in Camden/London wohnt.

Das rote ist halt ne... ah, wie hieß das... egal, ne nähere beschreibung von "Brad Hannigan"(, ein blabla).
danach wird halt der Subjektsatz(der mit dem dass) fortgesetzt(und...).
Alle Klarheiten beseitigt?
 
Du meinst einen eingeschobenen Nebensatz, aber ja, alle Klarheiten beseitigt ;)

So gesehen macht das dann doch viel Sinn :)
 
Liest sich schonmal interessant, auch wenn man über den Inhalt der Story atm natürlich noch nicht urteilen kann.

Aber: ich würde echt mal über die Platzierungen der Absätze nachdenken, du hast häufiger Absätze mitten in einem Dialogteil, danna ber einen identischen Absatz an einer logischen Trennnung, vor allem in diesem Teil ist mir das aufgefallen:

[size=0.5]Zehn Minuten später befand sich Brad inmitten von Londons wohl unerbittlichstem Regenschauer diesen Jahres. Wie jeden Tag hatte er keinen Schirm dabei,
und wie jeden Tag fuhr ihm der Bus vor der Nase weg.
Also ging es zu Fuß weiter Richtung Soho. Irgendwo musste er doch sein...dort!
Auf der Straßenseite gegenüber erblickte Brad einen kleinen Antiquitätenladen.
Er sah noch genauso aus wie vor acht Jahren, als er Susan geheiratet hatte.
Das Budget war damals noch nicht so üppig gewesen, und so entschlossen sie sich -romantisch wie sie Beide nunmal waren-
ein gebrauchtes Paar Eheringe zu kaufen. Erst gefiel Brad der Gedanke nicht, den Ring eines Toten an den Fingern zu tragen,
aber der Verkäufer hatte ihnen beiden versichert,
dass die Vorbesitzer sehr gute Menschen gewesen sind, und es eigentlich eher eine Art Privileg darstellt, die Ringe zu tragen,
die ein Paar vor langer Zeit mit Hilfe der ewigen Liebe zusammenband.
Mittlerweile trug Susan ihren Ring nur noch zu besonderen Anlässen.
Aus reiner Gewohnheit, sagte sie, denn auf ihre Arbeit im Labor, ist sämtlicher Körperschmuck verboten.
Da stand er nun. Was suchte er eigentlich hier? Wie sollte er anfangen? Hallo, ich glaube dieser Ring ist komisch.
Nein, das konnte er nicht sagen.
Komm schon Brad...Du bist Marketing-Leiter, Dir wird schon etwas einfallen.
Mutig, wie er sonst nicht ist, betrat Brad den kleinen Antiquitätenladen. Tatsächlich hatte sich hier herzlich wenig verändert in all der Zeit.
Es würde Brad nicht wundern, wenn sogar die meisten, oder aber alle Dinge, die hier zum Verkauf angeboten wurden,
bereits vor acht Jahren auf ihrem jetzigen Platz gelegen hatten.
Der Verkäufer, welcher auf einem Stuhl hinter einem alten, hölzernen Schreibtisch saß, nickte ihm freundlich zu.
Es war ein Mann in gehobenem Alter. Brad vermochte nicht zu sagen, ob er es war,
der ihm und Susan damals die Ringe feilbot. Um so mehr verwunderte es ihn, dass der Mann ihn ansprach, während Brad sich immer noch Worte im Mund zurecht legte.[/size]

das wirkt so, als ob du einfach nach jedem satz nen zeilenumbruch machen wolltest, unabhängig vom zusammenhang.



Zudem würde ich die Übergänge von Passagen, die auch von einem aussenstehenden Erzähler erzählt werden könnten (wie zB Auf der Straßenseite gegenüber erblickte Brad einen kleinen Antiquitätenladen.) zu Passagen, die nur aus Brads Sicht beschrieben sein können (wie zB Komm schon Brad...Du bist Marketing-Leiter, Dir wird schon etwas einfallen.) überdenken, das ist teilweise etwas verwirrend.
 
Die Geschichte fängt gut an. Merh davon bitte.

Was die Zeiten angeht, das hast du ja schon gesagt. Hier trotzdem nochmal was mir aufgefallen ist:

Chris Sabion schrieb:
_/_/_/Zwei Welten\_\_\_

Eine Geschichte aus dem Diablo-Universum


_________
Kapitel 1
_________


"Wer bist Du? Kenne ich Dich?" Brads Stimme klang so viel stärker in diesem Traum. Etwas waranders => war anders.
Brad wusste, dass er träumte, doch er entschloss sich, voll und ganz hinab zu tauchen.

Aber auch das war ihm egal, er möchte => wollte mehr.

Diese dunklen Rehaugen und das nussig-braune Haar,
welches sich in langen Wellen an einen wohlgeformten Körper schmiegte...

Ein Blick auf die Uhr, es war viertel vor zwei...wenn er sich [beeilt, könnte] er es noch schaffen.
[] Da bin ich mir gar nicht sicher, wie ein Konjunktiv in der Vergangenheit begonnen bis in die Zukunft reichend genau aussieht.

Aus reiner Gewohnheit, sagte sie, denn auf ihrer Arbeit im Labor, ist => war sämtlicher Körperschmuck verboten.
Ist-Zustände, die auch noch der Gegenwart bestand haben werden - so meine ich - werden trotzdem im Preteritum erzählt.

"Ich schlage vor, Sie [sehen] zu Hause selbst [einen Blick] hinein, und nun muss ich Sie bitten zu gehen mein Herr.
[] Entweder:
     '..., sie sehen zu Hause selbst hinein, ...'
oder besser:
     '..., sie werfen zu Hause selbst einen Blick hinein, ...'

Und an Zeilenumbrüchen und Textblöcken musst du noch arbeiten.
Nach jedem Satz ein Umbruch macht das Lesen nicht einfacher.
Außerdem könnten Sinnzusammenhänge zu Blöcken zusammengefasst werden, wären Nichtzusammenhängendes durch Absätze getrennt werden kann.
 
Moin!

Danke für Eure Tipps, ich kriege das noch hin irgendwann :D

@ SirTheShadow:

Ist das so etwas besser?

“Komm schon Brad...Du bist Marketing-Leiter, Dir wird schon etwas einfallen“, murmelte er leise vor sich hin.


Mit den Absätzen muss ich mal schauen. Der Satz soll natürlich nicht auseinander gerissen werden, aber andererseits soll auch der Lesefluß nicht gestört werden. Wenn ich es nicht schaffe, diesen Text als Block zu formatieren, werde ich vielleicht einfach die ganze Breite des Fensters nutzen müssen...mal schauen.
 
Mir gefällt die Geschichte bereits jetzt sehr gut. Die Sätze sind zwar manchmal durch die Zeiten etwas komisch aber ansonsten gefallen sie mir gut. Das sieht für mich durchaus nach Phantasie und Vorstellungskraft aus :)
Den Seitenanfang mit dem Bild mag ich auch.

Gruß
Ryumaou
 
_________
Kapitel 2
_________


b.png
rad hatte diese Worte kaum ausgesprochen, da geschah -seiner Meinung nach- etwas sehr Seltsames: Gar nichts! Es hörte sogar auf, zu regnen.
Er schlug einige Seiten auf und stellte fest, dass er keine weiteren Worte entziffern konnte, die in dem Buch standen. Wenn es denn überhaupt Worte waren. Brad hätte es wahrscheinlich weggeworfen, wenn er nicht damit rechnen musste, von seiner Frau dafür zurechtgebogen zu werden. Immerhin gehörte dieses Buch zu den Hochzeitsringen dazu. Wer wusste schon, ob dort nicht drin stand, wem sie einst gehörten?
Es schien wärmer zu werden. Die Luft fühlte sich nach dem Regen noch immer feucht an, aber das war nicht das Wort, welches Brad in den Sinn kam. Er dachte eher an: Schmierig. Ja, die Luft war irgendwie seltsam schmierig. Brad nahm seine Brille ab, um sie zu putzen, während er um eine Ecke bog. Da glaubte er, seinen Augen nicht zu trauen. Kaum befand sich seine Brille wieder auf der Nase, atmetete Brad einmal schwer aus. Vor sich sah er eine Hütte. Nun gut, er befand sich immerhin in Soho, aber dermaßen mittelalterlich musste heutzutage doch niemand mehr hausen, oder? Lag dort tatsächlich Stroh vor dem Hauseingang?
Brad drehte sich um, die Ecke, um die er gerade gekommen war, war verschwunden. Er konnte noch gerade eben an die Seite hüpfen, bevor auf dem Fleck, auf dem er eben noch gestanden hatte, ein Brunnen aus dem Boden wuchs. Die Luft wurde klarer, rings um ihn herum wuchsen Häuser, Hütten und Scheunen aus dem Boden. Folgende Worte verließen Brads Mund, der von einem Gehirn gesteuert wurde, welches nicht ganz erfassen konnte, was um es herum geschah: "Was nehmen die hier wohl für einen Dünger? Couchtische?"
Wo auch immer Brad sich befand, nicht einmal hier hatte er Glück mit dem Bus. Er sah, wie der Fahrer grinste, der Bus an ihm vorbeifuhr und dann mitsamt Insassen einfach verschwand. Mitten auf der Straße, deren Asphaltqualität auch sehr gelitten haben musste.
Nachdem Brad sich ein wenig gefangen hatte, griff er in seine Jackentasche, um sein Handy hervorzuholen. Dabei ertastete er das schwarze Büchlein. Während er auf dem Handy wählte und feststellte, dass er überhaupt keinen Empfang hatte, wurde Brad bewußt, dass er in dem Buch lesen konnte. Plötzlich kannte er die Bedeutung der seltsamen Schriftzeichen, oder waren es keine seltsamen Zeichen mehr, sondern normale, englische Schrift?
"Tag der Rache, Tag der Sünden,
wird das Weltall sich entzünden..."
Brad blickte gen Himmel, welcher blau und wolkenfrei weit über ihm hing.
"Anstatt Phrasen zu dreschen könntest Du mir lieber verraten wie ich wieder nach Hause komme." Er steckte das Buch wieder in seine nasse Jacke. Es wurde Zeit, um herauszufinden, wo er überhaupt war. Eins war gewiß: Das war auf keinen Fall das London im 21. Jahrhundert, das er kannte. Brad war sich nicht mal sicher, dass es London in überhaupt irgendeinem Jahrhundert war. Alles war so fremd. Natürlich kannte er Mittelaltermärkte, aber das hier war anders.
Plötzlich drangen Schreie an sein Ohr. Sie kamen aus dem Haus gegenüber. Brad der Musterbürger zögerte nicht, was ihm im Nachhinein echt komisch vorkam. Kein Gedanke an Polizei, kein Gedanke an Flucht. Er handelte instinktiv, rannte über die Straße und riß die Tür auf, welche zum Glück nicht verschlossen war. Eine Frau mittleren Alters stand auf einem wackeligen Holztisch mit einem Besen in der Hand, welchen sie wie ein Schutzschild zwischen sich und einem der häßlichsten Geschöpfe die Brad je gesehen hatte, hielt. Es machte den Eindruck eines Gnoms, humanoider Körper mit übergroßem Schädel. Das Wesen war über und über verdreckt und roch eindringlich nach Exkrementen. Brad fiel die Schmutzspur auf, die der Kobold hinterlassen hatte. Er schien direkt aus dem Abort gekrochen zu sein, nachdem er sich durch das Erdreich gewühlt hatte. Das Wesen hatte keine scharfen Krallen oder aussergewöhnlich großen Zähne, stattdessen nahm er alles, was er heben konnte, und schleuderte es auf die arme Frau auf dem Tisch.
Brad sah sich um und schnappte sich einen Stuhl. Er packte an Sitz und Lehne an, die 4 Stuhlbeine von ihm weg nach vorne ragend, ging er auf den Gnom zu. Dieser ließ von seinem Opfer ab und bewarf stattdessen Brad. Ein hölzerner Gewürzstreuer traf Brad an der Stirn. "Autsch!" rief er laut aus. "Na warte Freundchen..." Brad stürmte nach vorn, der Kobold machte einen Satz zur Seite und Brad rammte den Stuhl gegen die Hauswand, bei dieser Aktion ging der Stuhl natürlich zu Bruch. Er packte sich ein zersplittertes Stuhlbein und schwang es zwischen dem Kobold und sich hin und her. Die Frau hatte mittlerweile aufgehört zu schreien und beobachtete gespannt das Duell des Kobolds mit ihrem zukünftigen Retter, so hoffte sie jedenfalls.
"Na los, komm schon, Du stinkender, kleiner..." Brad konnte den Satz nicht aussprechen, denn mit zwei kurzen Sprüngen war der Gnom bei ihm und wollte ihm an die Kehle springen. Brad winkelte die Arme an und das kleine Monster gab ein gurgelndes Geräusch von sich. Das Stuhlbein hatte sich direkt durch den Teil des Körpers gebohrt, den Brad für den Brustkorb hielt. Angeekelt stieß er das Wesen mitsamt Stuhlbein von sich weg und sah sich die Sauerei auf seiner Jacke an. "Verdammt!"
Dann erinnerte er sich an die Frau auf dem Tisch: "Es ist alles in Ordnung, Sie können herunterkommen. Vertehen Sie mich überhaupt?"
Er reichte der Frau die Hand, die sie dankend annahm. Sie nickte anerkennend und antwortete. "Ja, ich verstehe Euch. Danke mein Herr." Sie knickste vor Brad.
"He he he, was soll denn das? Das war ja wohl eine Selbstverständlichkeit, Sie müssen sich nicht gleich vor mir verbeugen."
Die Frau blickte ihm direkt in die Augen und sprach mit frohlockender Stimme:
"Ihr seid ein Nephalem, richtig?"
Brad sah sein Gegenüber verdutzt an: "Ein was?"
Die Frau ergriff wieder seine Hand und hob sie auf Augenhöhe.
"Der Ring", sagte sie, "das ist Bul Kathos Hochzeitsring..."
 
Wieviel Leech hat der BK? :ugly:

Nee, Spaß, echt coole Story! Ich freu mich schon auf den nächsten Teil!
 
Es geht weiter :D
Man merkt, dass du es diesmal nochmal durchgelesen hast. Auch die Absätze sehen so besser aus.
Da muss man eben pfennigfuchsen :p :

Chris Sabion schrieb:
Das Wesen hatte keine scharfen Krallen oder aussergewöhnlich großen Zähne, stattdessen nahm er alles, was er heben konnte, und schleuderte es auf die arme Frau auf dem Tisch.
Brad sah sich um und schnappte sich einen Stuhl. Er packte an Sitz und Lehne an, die 4 Stuhlbeine von ihm weg nach vorne ragend, ging er auf den Gnom zu. Dieser ließ von seinem Opfer ab und bewarf stattdessen Brad. Ein hölzerner Gewürzstreuer traf Brad an der Stirn. "Autsch!" rief er laut aus. "Na warte Freundchen..." Brad stürmte nach vorn, der Kobold machte einen Satz zur Seite und Brad rammte den Stuhl gegen die Hauswand, bei dieser Aktion ging der Stuhl natürlich zu Bruch. Er packte sich ein zersplittertes Stuhlbein und schwang es zwischen dem Kobold und sich hin und her. Die Frau hatte mittlerweile aufgehört zu schreien und beobachtete gespannt das Duell des Kobolds mit ihrem zukünftigen Retter, so hoffte sie jedenfalls.
"Na los, komm schon, Du stinkender, kleiner - oder ... " Brad konnte den Satz nicht aussprechen, denn mit zwei kurzen Sprüngen war der Gnom bei ihm und wollte ihm an die Kehle springen. Brad winkelte die Arme an und das kleine Monster gab ein gurgelndes Geräusch von sich. Das Stuhlbein hatte sich direkt durch den Teil des Körpers gebohrt, den Brad für den Brustkorb hielt. Angeekelt stieß er das Wesen mitsamt Stuhlbein von sich weg und sah sich die Sauerei auf seiner Jacke an. "Verdammt!"
Dann erinnerte er sich an die Frau auf dem Tisch: "Es ist alles in Ordnung, Sie können herunterkommen. Vertehen Sie mich überhaupt?"
Er reichte der Frau die Hand, die sie dankend annahm. Sie nickte anerkennend und antwortete. "Ja, ich verstehe Euch. Danke, mein Herr." Sie knickste vor Brad.
 
Hey Onion, das mit den Zähnen stimmt nicht... Es heißt schon "außergewöhnlich große Zähne"
 
Hui danke!

Ja, es stimmt schon, da muß ein "n" hin.
Und das fehlende "te" in "zersplittertes" kommt vom zu schnellen Schreiben, das habe ich nicht mal gemerkt beim nachlesen. Sowas überspringt das Gehirn einfach. Danke für den Hinweis :)

3 Punkte wollte ich auch noch nachträglich setzen, das habe ich einfach schlichtweg vergessen :DAber schön, dass hier gelesen wird...
 
Schöne Geschichte. Ich habe keine weiteren Fehler gefunden.

Entweder ist die Frau besonders, oder Brad ist in einer Barbaren-Siedlung gelandet. Die Frage, die sich stellt ist dann nämlich: "Woher kennt die Frau Bul'Kathos?"
Die Nephalem wird wohl jeder westlich von Aranoch Lebende kennen.
 
Dies irae, dies illa,
solvet saeclum in favilla,..

Jaja, so ein Requiem findet schon drastische Worte.
Bin erst jetzt dazu gekommen, das zweite Kapitel zu lesen und kann versprechen, dass ich mehr als nur das dritte oder vierte zu lesen begehre.
 
Die Geschichte gefällt mir bisher gut, bin gespannt wie es weitergeht.
Das ist ne tolle Idee mit dem Ring und dem Buch als Verbindung zwischen der realen Welt und Sanktuario.

Was soll das heißen? Entweder lassen mich meine Lateinkenntnisse im Stich oder das stimmt so nicht. Sorry fürs Klugscheißen ;)
 
Das ist eine Google-Übersetzung für "Die Drei Übel", stimmt also zu 99,9% NICHT :ugly:

Aber wenn Du mir sagst, wie das richtig heißt, kann ich es in die Story einbauen...wobei mir eher wichtig ist, dass es sich im Lesefluß und vom Stil her "gut" anhört, als dass es eine richtige Übersetzung ist. Muß ja nicht sein, dass Lam Esen Latein konnte :D
 
''très'' bedeutet im Französischen: sehr, was wohl auch im lateinischen so ähnlich sein wird.
Daher könnte das sogar ''Die drei großen Übel'' bedeuten.
 
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