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Marcel Reich-Ranicki lehnt deutschen Fernsehpreis ab

Spielt euch nicht als Bildungselite auf, die damit rumprollen, dass sie nur Arte und 3Sat gucken... Arte und 3Sat bringt auch oft ziemliche scheiße, die sie nur kulturell aufmachen.
Das ganze ist eh Schwachsinn... Warum sollen sich ARD und ZDF plötzlich an einer kleinen Zahl von mir aus Höherbegabten orientieren? Schließlich ist dieses Fernsehen für die Breite Masse des Volkes da, für den Durchschnitt, auch, wenn sich einige wenige damit unterfordert fühlen... Und zu den "Unterschichten"-Sendungen: Ich denke, man sollte sich um ganz andere Probleme kümmern, denn ihr gluabt doch nicht, dass die Leute sich bilden, nur weil DSDS wegfällt ;)
 
Klar bin ich inlegitenter als Dir, schließiglich war ich auf die Unität!
Für alle, die unbedingt zur geistigen Unterschicht gehören wollen: dies war Ironie.

In meinem ersten post hier habe ich klargemacht, dass ich auch Fernsehen schaue. Nicht Arte, nicht 3Sat, eigentlich insgesamt nicht viel, eher spiel’ ich Diablo – das unterhält mich meistens besser. Und das, was ich anschaue, such’ ich bewusst aus und hinterfrage ggf. kritisch.

Ich schreibe keinem vor, mit was er sich das Hirn in seiner Freizeit füllt, auch wenn ich dann mit Bohlen-Fans leben muss (ja, ich bin bereit, dieses Opfer auf mich zu nehmen). Aber ja, ich bin der festen Meinung, dass die Welt besser wäre, wenn es DSDS und einige andere Fernsehsendungen nicht geben würde. Zumindest ein klitzekleines Bisschen.
 
Und warum sollte die Welt dann besser werden? Ich meine, was sind die Zusammenhänge?^^ Du musst es dir ja nicht anschauen, wenn es dich nervt^^

(Ich sehe auch fast nie fern, aber es geht ums Prinzip^^)

Achja: Toll, geistige Unterschicht^^ Wahrscheinlich deckt die sich mit der sozialen Unterschicht :D)
 
OlfNhob schrieb:
Spielt euch nicht als Bildungselite auf, die damit rumprollen, dass sie nur Arte und 3Sat gucken... Arte und 3Sat bringt auch oft ziemliche scheiße, die sie nur kulturell aufmachen.
Wurde nicht behauptet. Man kann jedoch davon ausgehen, dass auf diesen "Prollsendern", wesentlich weniger anspruchloses Fernsehn gesendet wird als auf diversen anderen Sendern.

Das ganze ist eh Schwachsinn... Warum sollen sich ARD und ZDF plötzlich an einer kleinen Zahl von mir aus Höherbegabten orientieren? Schließlich ist dieses Fernsehen für die Breite Masse des Volkes da, für den Durchschnitt, auch, wenn sich einige wenige damit unterfordert fühlen...
Les dir den Beitrag von Ewron durch, dann hast du die Antwort.

Und zu den "Unterschichten"-Sendungen: Ich denke, man sollte sich um ganz andere Probleme kümmern, denn ihr gluabt doch nicht, dass die Leute sich bilden, nur weil DSDS wegfällt ;)
s.o.

Passend dazu eine kleine Bilderstrecke der "Prollzeitung" SZ: http://www.sueddeutsche.de/kultur/33/313935/bilder/


Noch ein kurzer Vergleich: 19.10.2008 - 19:00 bis 23:00

Code:
        19:00                                                     20:00                                                                                22:00
ARD     Weltspiegel                                               Tatort: Brandmal | Anne Will
ZDF     Berlin direkt                                             Inga Lindstärm: Rasmus und Johanna                                                   Echo der Stars
Pro7    Galileo                                                   Flightplan - Ohne jede Spur                                                          Panic Room
sat1    Nur die Liebe zählt                                       Navy CIS | Criminal Minds                                                            Sechserpack | Planetopia
RTL     Effenbergs Heimspiel                                      X-Men 2                                                                              Spiegel TV Magazin
RTL II  Welt der Wunder                                           I Love Trouble - Nichts als Ärger                                                    Law & Order: New York
ARTE    Lang Lang spielt Beethovens Klavierkonzert Nr. 1          Karambolage | Design | The Doors
3sat    heute | Rundschau                                         Tagessschau | ALFONS und GÄSTE    Balkan-Express: Türkei | Otzenrath 3° kälter


Toll, geistige Unterschicht^^ Wahrscheinlich deckt die sich mit der sozialen Unterschicht :D)
Es gibt sogar eine sehr starke Korrelation zwischen der Bildung und der sozialen Schicht. Was wiederum nicht verwunderlich ist.
 
TerraX guck ich auch immer gerne^^

Naja, aber trotzdem^^ Reich-Ranicki hätte ja nich hingehen brauchen, nur um dann den preis abzulehnen... Denke, das war wegen der Publicity.
 
OlfNhob schrieb:
Und warum sollte die Welt dann besser werden? Ich meine, was sind die Zusammenhänge?^^ Du musst es dir ja nicht anschauen, wenn es dich nervt^^

Es macht die Leute dümmer. Nicht im Sinne von "OMG da ist Dieter, jetzt sterben Gehirnzellen ab!", sondern einfach, weil es eine verpasste Chance ist bei der Unterhaltung ein wenig nachzudenken. Würden die Leute statt DSDS einfach Alpha Centauri schauen, würden sie klüger werden (ich nehme mal AC als Beispiel weil die Sendung hier schon genannt wurde und ich die sehr mag).
Zugegeben: Für die meisten DSDS-Schauer ist Alpha Centauri zu anspruchsvoll. Aber vllt wäre es das nicht, wenn die als Kinder Sesamstraße + Löwenzahn statt der Powerrangers geschaut hätten. Es liegt nicht nur an DSDS, sondern an der kompletten TV-Landschaft, die den Menschen das Denken abgewöhnt.
Und ich denke wir stimmen alle überein, dass die Welt besser wäre, wenn die Menschen mehr denken würden.

Zum Thema Henne und Ei:
Ja, definitiv waren zuerst die Menschen scheiße, sonst hätten bahnbrechend dämliche Formate wie Big Brother nicht auf Anhieb solchen Erfolg gehabt. Aber früher hat TV ohne solche Formate funktioniert, deshalb darf ich immer noch den Intendanten die Schuld geben, denn sie hätten ja nicht alle die "Hirn aus - TV an" Schiene fahren müssen. Vor allem den öffentlich-rechtlichen Sendern darf man auch durchaus vorwerfen, dass sie ihren Bildungsauftrag schon eine ganze Weile als optionale Zugabe zum regulären Programm verstehen (ich hab das Gefühl die glauben, dass sie mit der Gründung von PHOENIX ihre Schuld erbracht haben).
 
Nebenbei mal die Frage, wie viele der achsogebildeten Artegucker denn auch brav ihre GEZ Gebühren bezahlen? Denn ohne Geld kein Fernsehen, Freunde... Und wenn euch qualitativ hochwertiges Fernsehen achsoviel wert ist, sollten die 15 Euro im Monat doch auch drin sein - oder etwa nicht?
 
Tapirtoeter schrieb:
Ja, definitiv waren zuerst die Menschen scheiße, sonst hätten bahnbrechend dämliche Formate wie Big Brother nicht auf Anhieb solchen Erfolg gehabt. Aber früher hat TV ohne solche Formate funktioniert, deshalb darf ich immer noch den Intendanten die Schuld geben, denn sie hätten ja nicht alle die "Hirn aus - TV an" Schiene fahren müssen. Vor allem den öffentlich-rechtlichen Sendern darf man auch durchaus vorwerfen, dass sie ihren Bildungsauftrag schon eine ganze Weile als optionale Zugabe zum regulären Programm verstehen (ich hab das Gefühl die glauben, dass sie mit der Gründung von PHOENIX ihre Schuld erbracht haben).

Natürlich darf man denen Schuld beimessen. Zumindest den Intendanten und ihren Subalternen der öffentlich-rechtlichen Programme, die ja zumindest durch die GEZ-Gebühren etwas unabhängiger vom Quotendruck des Publikums arbeiten könnten. Wenn man allerdings sog. "Bildungssender" wie arte, phönix oder 3sat mal ausnimmt, kann man trotzdem für das Programm der ö.-r. Sender ne Lanze brechen. Bis auf einige Ausnahmen im Vorabendprogramm (Verbotene Liebe, diese Pilawa-Quizsendung, ...) kann man wie oben bereits gezeigt doch halbwegs nivauvolle Formate verzeichnen. In anderen inner- und aussereuropäischen Landen ist da bereits jetzt Hopfen und Malz verloren. Für Venezuela, Mexiko, die USA, Spanien oder auch Thailand kann man getrost sagen: Die sind bereits jetzt fernsehtechnisch auf dem besten Wege zur totalen Kapitulation des geistigen Niveaus vor der Idiotie.
Dabei bietet es sich wirklich an diesen Film auf sich wirken zu lassen und gerade bei den TV-Shows wie "rehabilitation" mal darüber nachzudenken, wie weit wir noch von dieser Zukunft entfernt sind. ^^

Rabe3 schrieb:
Nebenbei mal die Frage, wie viele der achsogebildeten Artegucker denn auch brav ihre GEZ Gebühren bezahlen? Denn ohne Geld kein Fernsehen, Freunde... Und wenn euch qualitativ hochwertiges Fernsehen achsoviel wert ist, sollten die 15 Euro im Monat doch auch drin sein - oder etwa nicht?

LASTSCHRIFT
RUNDFUNKANST.
2024100 / 70050000
566331880 2008092001094105
RUNDFUNK 10.2008 - 12.2008
−51,09 EUR

Ich hab GEZahlt. Im VORaus!
Und ja, für Sendungen wie Nano, Alpha Centauri, Anne Will, Tagesschau und natürlich die Sendung mit der Maus gebe ich gerne Geld aus.
 
Ich bekomme BaföG, deshalb muss ich keine Rundfunkgebühren bezahlen.

Und ich gebe dir Recht Bambi: Der Unterschied zwischen Privaten und ÖR ist immer noch riesig, zumal einige Sendungen zeigen wie gut man ein wenig Aufklärung mit Unterhaltung verbinden kann (ich mag z.B. Extra 3 sehr, habe es aber seit Tobi Schlegl wesentlich seltener geschaut). Aber mir ist z.B. aufgefallen, dass naturwissenschaftliche Dokumentationen und vor allem Tierdokus kaum noch laufen, was mich sehr stört.
Und was Idiocracy angeht, schließe ich mich an. Ist zwar alles übertrieben, aber vllt hilft es einigen Menschen zu realisieren, was Verdummung für eine große Gefahr für die Gesellschaft darstellt.
 
Rabe3 schrieb:
Nebenbei mal die Frage, wie viele der achsogebildeten Artegucker denn auch brav ihre GEZ Gebühren bezahlen? Denn ohne Geld kein Fernsehen, Freunde... Und wenn euch qualitativ hochwertiges Fernsehen achsoviel wert ist, sollten die 15 Euro im Monat doch auch drin sein - oder etwa nicht?

Nebenbei mal die Frage: Telefonierst du noch oft mit Mutti? Denn ohne Kontakt zur Mutti kein leckerer Gänsebraten zu Weihnachten, Freund Blase. Und wenn dir qualitativ hochwertiger Gänsebraten achsoviel wert ist, sollten die paar Cent für ein Ferngespräch doch auch drin sein - oder etwa nicht?
 
Die Frage, die sich mir in Bezug auf unser Fernsehprogramm gerne stellt, ist die, warum bei uns aufwändige und durchaus auch clevere US-Serien wie My Name is Earl, Scrubs oder Heroes so wenig Erfolg haben.

Klar, zum Teil werden sie auch hier ausgestrahlt, aber sie haben nicht die Einschaltquoten wie in den Staaten, wodurch sie bei uns ins Nachtprogramm oder Vormittagsprogramm auf RTL2 gedrängt werden. Sowas wie Scrubs oder Heroes läuft in den Staaten zur Top-Sendezeit um 20 Uhr, bei uns kommt zu dieser Zeit irgendein hirnloser Stuss. Das letzte, was auch in Deutschland einigermaßen erfolgreich war, waren die X-Files. Und das ist ja unn doch schon n paar Tage her. Naja, und Sex and the City zählt wohl auch, wobei ich dafür nicht gay genug bin. Objektiv betrachtet ist das aber keine schlechte Sendung.

Formate wie The Colbert Report oder The Daily Show haben in Deutschland ohnehin kaum ne Chance, und da frag ich mich doch, wodran das liegt.

Klar, mir ist bewusst, dass es auch in den US Dumme-Leute-Fernsehen ala Next Topmodel, Superstar oder Barbara Salesh gibt. Aberin Deutschland gibt's anscheinend kaum was anderes.

Wenn an einer Serie oder anderer Produktion dransteht, dass sie aus deutscher Feder kommt, ist das ein Garant für hemmungslosen Fail.

Zuguterletzt:

Ich will vom Fernsehen unterhalten werden. 3sat und arte, worauf sich die hiesige Pseudobildungselite gern stützt, unterhalten mich nicht, sie informieren. Deutschlands Informationsfernsehen ist gut genug, aber das Unterhaltungsfernsehen ist nur totaler Schrott ohne Anspruch.

Ich werfe mal die Behauptung in den Raum, dass ausgerechnet die von uns gern als dumm typisierten Amis beim Einschalten ihres Fernsehers mehr Anspruch beweisen als wir, die wir so auf unsere Dichter und Denker stolz sind.

Ich persönlich halte es wie Fana (yeah, das ich das mal sagen würde): Mein Fernseher bleibt seit Ewigkeiten aus, wennich Unterhaltung suche. Da flüchte ich mich dann in DVDs oder in Streams von US Serien.

Achja, Reich-Ranitzki? Ist mir denkbar egal, was er tut. Hab seine Sendung nie gesehen, hat mich nie interessiert und ich denke, bei den meisten, die hier rumpalavern, als hätten sie jede Sendung auf VHS, siehts genauso aus.

EDÜT: Achja, eins noch: Fersehgebühren? Das ist ja sooo 1960. Ein Konzept, dem man deutlich anmerkt, dass es aus einer Zeit vor dem Internet und der frei verfügbaren Information für jedermann stammt. Erzwungene Fersehgebühren? Die von der GEZ mit Methoden einkassiert werden, für die sich die Stasi schämen würde? Schlimmer als Hitler.
 
OlfNhob schrieb:
Was is denn Alpha Centauri? :confused:

Hier kannst du dir alle Folgen der echt sehenswerten Sendung. Die Sendung wird "moderiert" von Prof. Dr. Lesch, der an der TU und LMU in München lehrt und forscht. Astrophysik ftw. Die recht kurzen Einzelsendungen erinnern dabei immer leicht an eine private Vorlesung. Der Herr vermag es aber auch komplexe Themen so darzustellen, dass der Nicht-Physiker und Nicht-Chemiker durchblickt. An unserer Uni hat er einst auch ne Gastvorlesung gehalten und das hatte schon ziemlich Style.

DerBK schrieb:
Die Frage, die sich mir in Bezug auf unser Fernsehprogramm gerne stellt, ist die, warum bei uns aufwändige und durchaus auch clevere US-Serien wie My Name is Earl, Scrubs oder Heroes so wenig Erfolg haben.

Klar, zum Teil werden sie auch hier ausgestrahlt, aber sie haben nicht die Einschaltquoten wie in den Staaten, wodurch sie bei uns ins Nachtprogramm oder Vormittagsprogramm auf RTL2 gedrängt werden. Sowas wie Scrubs oder Heroes läuft in den Staaten zur Top-Sendezeit um 20 Uhr, bei uns kommt zu dieser Zeit irgendein hirnloser Stuss. Das letzte, was auch in Deutschland einigermaßen erfolgreich war, waren die X-Files. Und das ist ja unn doch schon n paar Tage her. Naja, und Sex and the City zählt wohl auch, wobei ich dafür nicht gay genug bin. Objektiv betrachtet ist das aber keine schlechte Sendung.

Formate wie The Colbert Report oder The Daily Show haben in Deutschland ohnehin kaum ne Chance, und da frag ich mich doch, wodran das liegt.

Klar, mir ist bewusst, dass es auch in den US Dumme-Leute-Fernsehen ala Next Topmodel, Superstar oder Barbara Salesh gibt. Aberin Deutschland gibt's anscheinend kaum was anderes.

Wenn an einer Serie oder anderer Produktion dransteht, dass sie aus deutscher Feder kommt, ist das ein Garant für hemmungslosen Fail.

Das ist ja imho Ansichtssache. Scrubs ist nur unwesentlich witziger als Fußpilz. In der Originalversion ebenso wie deutsch gedubbed. Sex and the City erzieht unsere keuschen Töchter der Nation der Dichter und Denker zu Huren und My Name Is Earl unterscheidet sich qualitativ von Hirnschiss-Sitcoms wie King Of Queens eigentlich nur durch das Abschalten der Lachorgel. Was allerdings doch positiv auffällt, da man sich dadurch eine Folge länger als 30 Sekunden in die Synapsen schieben kann.

Der Colbert Report ist sehr in Ordnung und v.a. dieser Teil mit "die 5 größten Bedrohungen der nationalen Sicherheit der USA" macht schon Spaß. Die Daily Show ist ja von der Anlage als Politsatire ganz ähnlich, wobei hier die Lache der "Studiogäste" negativ auffällt und der Jon Stewart nervt. Aber wahrscheinlich ist es einfach leichter die Politik und damit die Nachrichtensendungen der USA durch den Kokao zu ziehen als die unseres Bundesstaates.
Ob sowas in D funktioniert? Keine Ahnung, aber austesten sollte man es.

DerBK schrieb:
Ich will vom Fernsehen unterhalten werden. 3sat und arte, worauf sich die hiesige Pseudobildungselite gern stützt, unterhalten mich nicht, sie informieren. Deutschlands Informationsfernsehen ist gut genug, aber das Unterhaltungsfernsehen ist nur totaler Schrott ohne Anspruch.

Ich werfe mal die Behauptung in den Raum, dass ausgerechnet die von uns gern als dumm typisierten Amis beim Einschalten ihres Fernsehers mehr Anspruch beweisen als wir, die wir so auf unsere Dichter und Denker stolz sind.

Ich persönlich halte es wie Fana (yeah, das ich das mal sagen würde): Mein Fernseher bleibt seit Ewigkeiten aus, wennich Unterhaltung suche. Da flüchte ich mich dann in DVDs oder in Streams von US Serien.

Achja, Reich-Ranitzki? Ist mir denkbar egal, was er tut. Hab seine Sendung nie gesehen, hat mich nie interessiert und ich denke, bei den meisten, die hier rumpalavern, als hätten sie jede Sendung auf VHS, siehts genauso aus.

EDÜT: Achja, eins noch: Fersehgebühren? Das ist ja sooo 1960. Ein Konzept, dem man deutlich anmerkt, dass es aus einer Zeit vor dem Internet und der frei verfügbaren Information für jedermann stammt. Erzwungene Fersehgebühren? Die von der GEZ mit Methoden einkassiert werden, für die sich die Stasi schämen würde? Schlimmer als Hitler.

Find ich auch ne ganz schlimme Nazi-Sache! Die andere Seite der Medaille: Man sieht ja, wohin es führt wenn man die ganze Macht über das Programm dem Markt überlässt. Zu 9live und RTL2. Die paar € stressen nicht wirklich und bei mir läuft ARD ungleich häufiger als RTL.

Dass dir Reich-Ranicki egal ist, sieht man ja schon an der Schreibweise. :ugly: Aber ich hab mir das literarische Quartett auch nur reingezogen, wenn es grad gepasst hat. Aber eigentlich kennt man das alte Ghettokind ja schon wenn man das hier kennt. :ugly:

Um zu beweisen, dass die US-Amerikaner mehr Medienkompetenz beweisen als "wir" braucht es mMn schon eine stärkere Beweisführung als die Nennung von tollen Formaten wie Scrubs oder Sex and the City. Unterhaltungstechnisch kommt einiges Positives ja schon aus Übersee (Simpsons, ...?) aber im Verhältnis zum ganzen Sitcom-Müll ist das ja auch zu vernachlässigen.
 
Rabe3 schrieb:
Nebenbei mal die Frage, wie viele der achsogebildeten Artegucker denn auch brav ihre GEZ Gebühren bezahlen? Denn ohne Geld kein Fernsehen, Freunde... Und wenn euch qualitativ hochwertiges Fernsehen achsoviel wert ist, sollten die 15 Euro im Monat doch auch drin sein - oder etwa nicht?


lol.
Für was geht das Geld denn drauf? Wetten, dass? Schwachsinnige scheiß Bundesliga Rechte? Arte und Phoenix wären alleine schon über die Landeszuschüsse zu finanzieren. Von der GEZ wird 90% verschwendet imo.
 
DerBK schrieb:
Die Frage, die sich mir in Bezug auf unser Fernsehprogramm gerne stellt, ist die, warum bei uns aufwändige und durchaus auch clevere US-Serien wie My Name is Earl, Scrubs oder Heroes so wenig Erfolg haben.

Klar, zum Teil werden sie auch hier ausgestrahlt, aber sie haben nicht die Einschaltquoten wie in den Staaten, wodurch sie bei uns ins Nachtprogramm oder Vormittagsprogramm auf RTL2 gedrängt werden. Sowas wie Scrubs oder Heroes läuft in den Staaten zur Top-Sendezeit um 20 Uhr, bei uns kommt zu dieser Zeit irgendein hirnloser Stuss. Das letzte, was auch in Deutschland einigermaßen erfolgreich war, waren die X-Files. Und das ist ja unn doch schon n paar Tage her. Naja, und Sex and the City zählt wohl auch, wobei ich dafür nicht gay genug bin. Objektiv betrachtet ist das aber keine schlechte Sendung.

1. Weil die meisten Menschen ein extrem verknöchertes Fernsehverhalten haben und vielleicht 3 Sender favorisieren und aus deren Angebot sie dann wählen, was heute angeschaut wird. Ist einfach so. Wer sich ein bisschen für Quoten interessiert, wird früher oder später zu dem Schluss kommen, dass Heroes auf RTL statt auf RTL2 Minimum die doppelte, eher die drei bis vierfache Zuschauerzahl hätte, einfach weil aus Gewohnheit mehr Leute RTL einschalten.

Sex and the City auf Pro 7 hatte auch selten mehr als 2 Mio. Zuschauer, bei RTL würde man sowas zur besten Sendezeit keinesfalls als "erfolgreich" bezeichnen. Pro 7 kann davon aber trotzdem gut leben, weil sie eben in der werberelevanten Zielgruppe der 19-49 Jährigen ganz gut aufgestellt sind.

2. Die dt. Sender kaufen Serien aus Übersee meistens im Paket - ob die das wollen oder nicht. Das hat zur Folge, dass der Programmmacher unter Umständen mehrere amerikanische Erfolgsserien hat, die er aber eigentlich nicht wollte und steckt die dann von vornherein ins Nachtprogramm, wie bei My name is Earl.


[...]

Ich werfe mal die Behauptung in den Raum, dass ausgerechnet die von uns gern als dumm typisierten Amis beim Einschalten ihres Fernsehers mehr Anspruch beweisen als wir, die wir so auf unsere Dichter und Denker stolz sind.

Bestimmt. Aber auch nur der Teil, der dafür zahlt Sender wie Showtime oder HBO zu empfangen, die für einen Großteil der von dir dargestellten qualitativ hochwertigeren Unterhaltungsformate verantwortlich sind. Schöner Trend zum Zweiklassenfernsehen. Womit sich auch der Kommentar zu den Fernsehgebühren irgendwo erledigt hat.


Im Grunde siehst du das ja genauso wie die meisten hier, die Privaten liefern meistens einfallslose Gossenunterhaltung, und falls mal doch was Gutes dabei ist, ist es importiert. Die ÖR könnten hier auch deutlich mehr aus ihrer Unterhaltungssparte machen, aber ihr Trend geht im Unterschied zu den Privaten nicht Richtung "bedenklich". Wenn man zuschaut wie Sat1 nach der letzten Übernahme der Pro7/Sat1 Media AG ihren "Informationsanteil" zusammengekürzt hat, wenn man die Auswüchse des amerikanischsten Senders im dt. Fernsehen (MTV) betrachtet, dann kann man über den aktuellen Stand und die Zukunft des Privatfernsehens nicht mehr viele positiven Worte mehr finden.
 
Ewron schrieb:
1. Weil die meisten Menschen ein extrem verknöchertes Fernsehverhalten haben und vielleicht 3 Sender favorisieren und aus deren Angebot sie dann wählen, was heute angeschaut wird. Ist einfach so. Wer sich ein bisschen für Quoten interessiert, wird früher oder später zu dem Schluss kommen, dass Heroes auf RTL statt auf RTL2 Minimum die doppelte, eher die drei bis vierfache Zuschauerzahl hätte, einfach weil aus Gewohnheit mehr Leute RTL einschalten.
Na, da stellt sich mir aber die Frage, warum solche Serien denn überhaupt auf RTL2 laufen. RTL2 ist nunmal das Abstellgleis für das, was RTL nicht auf seinem Hauptsender will, wie alte Knight Rider und Airwolf Folgen :/
Mit deutschen lieblosen Serienabfall wie Unter Uns oder GZSZ kann man in Deutschland anscheinend mehr Geld verdienen als mit etwas, das wenigstens ne Story hat. Arrested Development in Deutschland auszustrahlen wäre undenkbar, das würde nichtmal auf RTL2 laufen. Viel zu komplex für das deutsche Hirn, das seichte Berieselung gewohnt ist.
Was allgemein auffällt ist, dass in Deutschland die Serien scheitern oder garnicht erst ne Chance bekommen, bei denen die einzelnen Folgen eine fortlaufende Geschichte erzählen und nicht jede Folge für sich steht. Ob da die Aufmerksamkeitsspanne fehlt?
Ich für meinen Teil bevorzuge es dann eben, mir jeden Dienstag morgen den Stream von der aktuellen Folge Heroes reinzutun und dann über die Handlung sogar in (amerikanischen) Foren zu diskutieren. Wie geht der Plot weiter, was hält der Schreiber noch für uns auf Lager, wie sind die Zusammenhänge hier und da etc.
Dem deutschen Fersehen fehlt der Tiefgang.

2. Die dt. Sender kaufen Serien aus Übersee meistens im Paket - ob die das wollen oder nicht. Das hat zur Folge, dass der Programmmacher unter Umständen mehrere amerikanische Erfolgsserien hat, die er aber eigentlich nicht wollte und steckt die dann von vornherein ins Nachtprogramm, wie bei My name is Earl.
Das ist doch aber n Jammer. My Name is Earl ist so eine großartige witzige Sendung mit Charakter, das reicht für 10 deutsche Serien. Da blutet mir das Hirn, wenn ich sehe, dass das nachts um 1:30 zwischen den Hechelwestern läuft, aber um 20:15 Sarah und Marc oder Frauentausch kommt. Das einzig vernünftige, was ich im RTL Abendprogramm noch respektieren kann, ist Wer wird Millionär, was aber auch nur an Deutschlands charismatischsten Moderator liegt, nich tzwingend am Format.

Bestimmt. Aber auch nur der Teil, der dafür zahlt Sender wie Showtime oder HBO zu empfangen, die für einen Großteil der von dir dargestellten qualitativ hochwertigeren Unterhaltungsformate verantwortlich sind. Schöner Trend zum Zweiklassenfernsehen. Womit sich auch der Kommentar zu den Fernsehgebühren irgendwo erledigt hat.
Ja, der hat sich teilweise erledigt. Ich bin gewillt, für Qualität zu bezahlen. Mit den Mafiamethoden der GEZ habe ich trotzdem ein Problem und bin mir auch nicht immer sicher, ob ARD und ZDF mir das Geld wert wären, wenn ich denn überhaupt ne Wahl hätte. Das ist aber genauso wie die Frage, warum ich eigentlich keine Wahl habe, sicher ein Thema, das schon nen eigenen Thread verdient.
Oh, apropos Showtime, ich guck gerade Californication, was ja auch bald in D anläuft. Bin gespannt, wie das hier ankommt. Wird ja immerhin ordentlich gevögelt, also findet das zumindest n Grundpublikum :rolleyes:

Im Grunde siehst du das ja genauso wie die meisten hier, die Privaten liefern meistens einfallslose Gossenunterhaltung, und falls mal doch was Gutes dabei ist, ist es importiert. Die ÖR könnten hier auch deutlich mehr aus ihrer Unterhaltungssparte machen, aber ihr Trend geht im Unterschied zu den Privaten nicht Richtung "bedenklich". Wenn man zuschaut wie Sat1 nach der letzten Übernahme der Pro7/Sat1 Media AG ihren "Informationsanteil" zusammengekürzt hat, wenn man die Auswüchse des amerikanischsten Senders im dt. Fernsehen (MTV) betrachtet, dann kann man über den aktuellen Stand und die Zukunft des Privatfernsehens nicht mehr viele positiven Worte mehr finden.
Stimmt schon. Aber was haben die ÖR denn für Unterhaltungsserien zu bieten? Ich sag ja, das Informationsprogramm passt, da sind die ÖR auch vorne. Logischerweise guckt man die Tagesschau und nicht die Action News auf RTL2.
 
DerBK schrieb:
Oh, apropos Showtime, ich guck gerade Californication, was ja auch bald in D anläuft. Bin gespannt, wie das hier ankommt. Wird ja immerhin ordentlich gevögelt, also findet das zumindest n Grundpublikum :rolleyes:
Läuft seit 3 Wochen, also kommenden Montag kommt die vierte Folge, gefällt mir sehr gut die Serie. Hat ein klein wenig den House Effekt: "So scheiße will ich niemals sein, aber anderen dabei zusehen ist toll!" (Vllt bin ich aber auch der einzige, der das bei den beiden Serien denkt :p )
Stimmt schon. Aber was haben die ÖR denn für Unterhaltungsserien zu bieten? Ich sag ja, das Informationsprogramm passt, da sind die ÖR auch vorne. Logischerweise guckt man die Tagesschau und nicht die Action News auf RTL2.
Nagut, was Serien angeht sind die ÖR wirklich nicht unterhaltsam, aber es laufen schon regelmäßig nette Filme da, die man auf den Privaten wegen zu geringer Explosionsquote nicht zeigen will.
 
komme nich dazu hier zu schreiben, aber

heute abend, 22:30 im zdf 'aus gegebenen anlaß' mit MRR, Gottschalk und den Indentanden (aufzeichnung von mittwoch)

nicht verpassen :>
 
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