ich wollte auch nicht sagen, dass es keinen Spaß macht, ich kann nur relativ wenig vorstellen wie das abläuft
Ich versuch mal eine Beschreibung mit meinen Worten.
Also zunächst mal ist diese Art von Rollenspiel eigentlich der Ursprung, Computerspiele kamen später.
Du kannst dir das wie ein Fantasy-Märchen vorstellen, bei dem jeder Mitspieler eine der Figuren übernimmt. Er sollte dann natürlich auch so handeln wie diese Figuren. Der wesentliche Aspekt ist ds Hineinversetzen in die Rolle. Ein Barbar diskutiert nicht mit Feinden, er stürzt sich drauf. Ein Magier vermeidet den Nahkampf, ein Mönch trägt keine spitzen Waffen, ein Barde gaukelt Gegnern etwas vor und feilscht wie ein Weltmeister.
Dazu gibt es eine Rahmenhandlung, in der sich der/die Spieler nach bestimmten Regeln bewegen kann. Der Spielleiter ist der Regisseur. Er stellt den Helden Aufgaben und dabei auch Schwierigkeiten in den Weg, natürlich so, dass die Gruppe es schaffen kann, aber auch nicht zu einfach. Wie ein gutes Rollenspiel eben funktioniert, Aufgaben passend zur Stärke der Figuren. Er übernimmt dabei dann auch die Rolle von Gegnern, Händlern etc., mit wem die Gruppe gerade so kommuniziert.
Der zweite wichtige Aspekt (der auch in Diablo vorkommt), ist das Weiterentwickeln des Charakters. Barbaren werden stärker, Magier lernen mächtigere Zaubersprüche usw.
Pen and Paper heißt das ganze, weil die Aufgabe, die bei Diablo der Computer übernimmt, natürlich von den Spielern übernommen werden muss. Dazu müssen Dinge notiert werden (Rätsel), eine Karte gemalt oder schlicht gewürfelt werden. Nichts anderes passiert in D2. Wenn dein Char zuschlägt, "würfelt"der Computer einen Wert unter Berücksichtigung deiner Fähigkeiten, Items etc. Daraus bestimmen sich Chancen zu treffen, zu gewinnen, zu blocken usw.
Es findet sehr viel mehr in der Fantasie statt und sehr viel hängt davon ab, wie gut die Spieler die Rolle verkörpern, wieviel Witz und Erfahrung der Spielleiter hat und vor allem, wie die Spieler als Team agieren. Es geht alles viel langsamer, ist aber genauso spannend. Und alles geht Zugweise wie beim Schach, nicht in Echtzeit.
>>>Drago machts auch so - es muss also gehen.
Ich habe mir schon zu Beginn von D2-Online eine Selbstbeschränkung auferlegt, dass ich nur soviel Krempel und Chars behalte, wie ich auch sinnvoll spielen kann. Wenn ich eine Rüstung 6 Monate nicht vermisst habe, fliegt sie auch vom Muli, wobei ich keine Mulis im engeren Sinne habe, sondern nur gealterte Chars. Ich spiele typischerweise 2-3 Chars parallel, queste, gamble usw, aber ich mache quasi nie MF-Runs oder Baalruns, sondern spiele den Char hoch, lerne ihn kennen und wenn er mit gut gefällt mach ich das gleich nochmal. Ziehen finde ich dämlich (außer eventuell für PvP-Chars), meine Chars, egal wie ausgefallen sie sind, machen jeden Quest selbst, wenn möglich sogar self found, aber das hängt davon ab, was ich mit dem Char eigentlich machen will.
Ich habe einen Char, der Runen hortet (höchste ist eine MAL, glaub ich), Edelsteine und einige interessante Ausrüstungsteile wie Griswolds Set. Ich habe einen alten PvP-Boner, den ich mehr aus Sentimentalität noch habe und der heute vermutlich nicht mehr konkurrenzfähig wäre. Dazu die 3 Chars, die ich so spiele und noch 2 halbfertige, die so rumliegen und bei denen ich noch nicht weiß, was ich damit mache. Die dienen derzeit als Mulis.
Und das reicht. Ich bin weder Sammler noch Perfektionist, wobei letzteres oft mit Itemwahn verwechselt wird. Ich habe weder 12 Harle noch jedes Set einmal komplett. Und ich zocke rein aus Vergnügen, selbst beim PvP. Ich suche Entspannung, keinen Stress.
ok, genug geoutet
