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rostig und alt......

*zottel-zottel*

menno....

hoch mit dir....

dieser Tomgar....
tztztz....

statt über komische läufe und nackideis zu schreiben(übrigens sehr "schön"geschrieben) soll er sich mal lieber hier nackich...ähm....auslassen...menno....SCHREIBEN!!!!!!!

dat dauert aber auch manchmal....

:angel:


eure Amazone...:-)
 
@Runabout :D

das weiß ich nicht, aber es steht deutlich auf der ersten Seite :angel:

und ich schreib da jetzt brav dran weiter.

Hier selbst geht es ab nächste Woche weiter.

Großes Ehrenwort. :clown:



@Kit ...............

einfach nur schön Dich hier zu erblicken.

Bleibst du ein Weilchen ? :kiss:
 
Ganz ehrlich : WoW !!

Eigentlich hätte ich diese Nachtschicht ja was arbeiten sollen, dummerweise habe ich angefangen Deine Geschichte zu lesen:D
Wirklich toller Stil, macht Laune .

Was ich besonders gut finde ist das Du zwar im groben bei der Diablo Story bleibst, aber doch soviel neues und eigenes hineinbringst das es nie langweilig oder vorhersehbar wird.
Grosse Klasse.

Hoffe mal an eurem Feuerchen ist noch ein Platz frei für einen müden Wanderer der gerne den Geschichten von tapferen Helden lauscht.
 
@ Monsterwürger
aber nicht drängeln....:-)
und ...
viiiiel zeit mitbringen....
der herr tomgar ist grad mit...ähm...anderen sachen....ähm...(KURZ)geschichten beschäftigt....
und wer ihn ein wenig kennt...weiß das kurz seeeehr laaange sein kann...
:angel:

ein becher met mister monsterwürger?
 
Nein liebe Freunde um das Feuer herum, leider gibt es noch nichts neues von unserem Helden zu lesen, mir war nur so schwer ums Herz als ich diese wunderbare Geschichte in den schwarzen Abründen auf Seite zwei herumdümpeln sah;(

@ Kitiara

Gerne nehme ich einen wohltuenden Becher heissen Met, nun da die Tage langsam kürzer werden, und das Wetter recht ungestüm erscheint.

@ Meister Tomgar

Micht deucht da hätte mir jemand eine Brieftaube geschickt, mit einer Nachricht in der angemerkt wurde, das ich womöglich einen guten Zeitpunkt erwählt hätte am Feuer Platz zu nehmen, die Geschichte könnte bald ihre Fortsetzung erfahren.
Oder mag das nur ein Traum gewesen sein ?
Geboren aus dem Verlangen heraus von neuen ,aufregenden Abenteuern zu hören ?

Nun, es bleibt wohl nichts als still zu warten, ich erlaube mir noch ein paar Scheite ins Feuer zu werfen.
 
Ich bin dran.
das andere ist abgeschlossen,
so wird dies hier weiter seinen Weg finden.
 
@ Monsterwürger
da sind wir schon zwei...
die hier gedankenverloren in die flammen starren...
kalt ist es geworden...
und still...
zu still....

aber wie ich schon erwähnte...
Sir Tom ist zuweilen auch etwas verloren in seinen gedanken...


:kiss: Mister Tom
 
Ja, so sitzen wir also hier, schlürfen Met und starren ins Feuer.
Danke für´s Nachlegen Monsterwürger :) auf dass uns nicht so kalt werde.
Eigentlich ist es recht gemütlich hier ...

... aaaber !

Was ist mit unserem Geschichtenerzähler geschehen ? :confused:
Wo ist er hin ?

Grüße
Pen
 
Wie stehts mit einem kleinen Weihnachtsgeschenk in Form eines Updates? *bittebittebitte*
 
Hallo Zeruel...:hy:

Hallo alle ihr da, die ich euch warten liess.

Okay, vielleicht klappts allerdings nicht zum vierundzwanizigsten bis sechsundzwanzigsten, so lege ich mein Streben darauf, noch in diesem Jahr weiterzukommen.
Es liegt viel Ruhe in den nächsten zwei Wochen, es sollte machbar sein.

Verzeiht mir meine Langsamkeit, so habe ich jedoch ein anderes Zeitempfinden als mach anderer.

Auf bald.
Der Tom.
 
Huhu :) ich habe heute abend grade all das verpasste nachgeholt :) echt :top: die story!!!

Hat jemand was dagegen, wenn ich mich zu euch ans feuer geselle? Der baum da ist irgendwie so kalt...

mfg

Gandalf
 
Gegrüßt Gandalf :hy:
Bitte setz Dich. *einstückrück*
*krugmetreich*

Nett dass unsere Gruppe größer wird. :)
 
na aber immer doch herr Gandalf..*rutsch*
ich hoffe nur eure rüstung ist recht warm....
vielleicht habt ihr auch noch ein wenig holz für das feuer dabei....???
weil......
nun....
könnte etwas dauern ehe die geschichte weiter erzählt wird...
ähm...
der wehrte herr tomgar ist...nun...nicht der schnellste...:-))))
 
*zauberstabnehm* Für Feuer brauche ich kein holz :D *feuergrößermach*

btw

Ich habe noch nen nachschub met dabei :)
 
:hy: Mr. Tom

Wennst wirklich bis zum 31igsten ein update schaffst kriegst einen freuden-:kiss:

Danke für das größere Feuer G4nd4lf war ja schon ziemlich frostig hier und das Holz geht auch langsam aber sicher zur neige.
 
Chapter Thirty-six

Drei Wochen.
Drei Wochen der Ruhe, Zeit um die Wunden des Körpers heilen zu lassen.
Drei Wochen Zeit um Gräuel zu verarbeiten und die Dissonanz des Erlebten in Vergessenheit zu bringen.
Drei Wochen sollten reichen, hatte Iridor gedacht.
Doch obwohl seine Wunden äußerlich verheilt waren, Malah hatte wahre Wunder gewirkt, Larzuk seine Kleidung und seine Rüstsachen in bester Art instandgesetzt hatte, innerlich fühlte der junge Mann sich zerschlagen und geschunden.
„Ach Halbu…“, seufzend stand Iridor am Stadttor von Harrogath und blickte mit sehnsüchtigen Augen hinaus in das karge Ödland des Vorgebirges.
In den letzten Tagen hatte sich sein Innerstes nach einer durchwachten Nacht mit dem Kriegerschmied gesehnt. Es gab so vieles zu erzählen, so vieles dessen Erfahrung es durch den Freund bedurfte.
Doch führte kein Weg zurück in dieses Gebiet.
Einzig in seinem Herzen konnte Iridor seine Fragen an Halbu stellen.
Nur war er sich der Antworten nicht immer so sicher.

Iridors Blick suchte den Gipfel des fernen Arreat.
Wolkenverhangen erhob sich die Spitze des Berges majestätisch empor, wie um der Zeit selbst zu trotzen.
Von hier unten ließ sich nicht mal im Traume erahnen welche Untaten in seiner Spitze ihre unheilige Existenz verbargen. Träumerisch, wie gemalt bot sich der Gipfel den Blicken dar.

„Bin ich würdig?“
Fragend blickte er auf den Gipfel. Sandte seinen Willen empor um Antwort zu erlangen.
Doch Antwort gab es nur am Gipfel selbst.

Qua-Kehk hatte ihm in düsterer Stimmung vor zwei Tagen die Geschichte erzählt.
Im Nachhinein wünschte sich Iridor dieses Wissen hinfort, zu traurig war der Inhalt des genannten.

„Immerdar wurde unser heiliger Berg beschützt und bewacht..,“ hatte Qua-Kehk angesetzt zu erzählen.
„Der Arreat ist das Älteste dieser Welt und gleichsam das Heiligste aller andauernden Zeit.
Vor Äonen, als an unser Sein noch niemand gedacht, trafen sich dort oben, an seinem Gipfel, die Nephalem, um das Schicksal unserer Welt, so doch nicht zu entscheiden, doch zu lenken und Wohlsein zu bringen.“

„Was sind Nephalem?“ begehrte Iridor zu wissen.

„Nephalem bedeutet Die Alten Weisen“, entgegnete Qua-Kehk.
„Auch wenn dies vielleicht nur unzureichend ihre Bedeutung und ihr Wesen beschreiben mag.
Die Dreieinigkeit nennt man sie auch in der gemeinen Zunge. Hindeutend auf ihre Zahl.
Es waren nur jene Drei, welche sich zum Hüter des Schicksals bezogen, nur derer Drei, erpicht den Lauf der Dinge zu bewachen und zu erforschen.
Alterslos und unsterblich boten die Drei ihren Rat der Welt dar.
Und wenn auch am Anfang viele ihrer Worte lauschten, gerieten die Drei doch in Vergessenheit.

Und in dieser Vergessenheit konnte das Böse seinen schleichenden Weg finden.“

Zorn brach aus Qua-Kehk heraus, seine Miene beschrieb unendlichen Missmut und Qual.
„Hätten Izual und der Rest seiner Engelsippe sich nur mit ihren Fragen an die Nephalem gewandt. So vieles hätte verhindert werden können.
Aber NEIN..“, die Worte wurden Iridor ins Gesicht geschleudert, „diese selbstherrlichen Flügelschwinger mussten ja alles in ihrem Großmut allein bewältigen.

Und so verging das Wissen um die Nephalem.
Vergessen hockten Sie auf ihrem Berg, an diesen gebunden war es nicht ihre Macht, das Wissen in der Welt zu verteilen. Nur jenen die fragen, durfte Antwort zuteil.
Fassungslos beobachteten Sie den Lauf der Dinge.
Den Fall des Engels.
Das Land welches zur Qual wurde.
Das Erwachen der dunkelsten Stunden, unverhinderbar für die, welche das Wissen zum endgültigen Tode des Bösen bei sich trugen.

Ich mag mir nicht im entferntesten die Qualen dieser Wesen vorstellen, zu Wissen was zu tun ist, aber es kommt keiner der fragt.
Gefesselt an einen Berg, den keiner erklimmt um Wissen zu erlangen.
Und in all dieser Zeit jede Regung des Bösen zu erkennen.“

Qu-Kehk sah Iridor tief in die Augen.
„Kannst du es dir im Ansatz vorstellen wie das sein muss ?“

Doch bevor er eine Antwort geben konnte, fuhr der Söldner fort.

„Und es kam wie es kommen musste.
Die Drei einzigen ihrer Art, die drei die Nephalem sind, einzig dem Wissen und der Lösung verschrieben, wurden bedrängt.

Der Mächtigste der Sippschaft des Bösen, Baal höchstselbst, erkor sich den Gipfel des Arreat zu seiner Heimstatt.
Er wollte die mächtigen Linien der Energie, direkt durch das Innere des Arreat verlaufend, zu seiner Zerstörungswut hinzulegen.
Und stieß bei seinem Weg auf die Nephalem.
Als Baal sich schon seinem Ziele nahe wähnte, stellten sich die Nephalem in seinen Weg.
Unverzagt harrten die Drei seiner und ungebrochen blieb ihr Wille.

Doch grausam lachte er die drei aus. Verhöhnte ihr Wissen und ihre Machtlosigkeit. Und schickte sich vor hunderten von Jahren an die Drei zu vernichten.

Weißt du junger Iridor..“, Iridor hing jetzt gebannt an den Lippen des Redners, es ließ sich ein Geheimnis enthüllen.
„..die Nephalem hatten niemals mit roher Gewalt etwas im Sinn.
Waffenlos traten sie dem enthülltem Bösen entgegen. Und ihr einziger Schutz bildete sich durch die Kraft ihres Willen und Wissen.
Mehrere Hunderte von Jahren trotzten sie Baal.
Verhinderten dessen Zugang zu den Kräften des Arreat.

Und gleichwohl, der Fürst des Bösen tat so einiges um sie zu bezwingen. Tausende von Unholden rannten gegen die Drei an, nur um durch deren Willen hinweggefegt zu werden.
Mächtige Kriegsmaschienen ließ er auffahren um die Nephalem zu vernichten, doch diese wurden durch deren Willen zertrümmert und gegen die eisigen Felswände geschmettert.

Die Drei formten die Macht der Natur nach ihrem Willen und ließen die Truppen des Dunkel in Schneemassen versinken, in ewigem Regen ertrinken.
Tausende und Abertausende ließen ihr Leben um Baal in das Innere des Arreat zu bringen, und versagten bei dem Versuch.
Und doch gewann die Unermüdlichkeit des Bösen den Kampf.
Baal fand eine Lücke im Willen der Drei…, und zerbrochen ward die Einigkeit der Nephalem.

Gebunden und gefesselt wurden sie vor Baal geführt, jener im Triumph, endlich das Innere des Berges sein, die Kraft der Energie sein Eigen.

Und dann offenbarte Baal die Größe seiner Grausamkeit.

Er tötete sie alle Drei. Ohne Schmach oder lange Qual setzte der Fürst den Ewig Lebenden ein Ende. Aber höhnisch setzte Baal ihrer Unsterblichkeit ein grausiges Denkmal.

Ihre Körper wurden zerschmettert, ihr Innerstes von Dienern in alle Winde verstreut. Aber ihre Seelen behielt der Fürst bei sich.

Durch seine Diener ließ er ein Denkmal bauen, mittig auf der Spitze des Arreat.
Drei Kriegerskulpturen umringten eine steinerne Säule.
Und in jede der Skulpturen band er eine Seele der Drei. Er trennte jene, welche immerdar gemeinsam waren, und zwang ihre Unsterblichkeit in seinem Hohn, auf ewig zu existieren.

Bewacht mich gut ihr Drei. Denn das ist euer Ziel.

Und als ob das ewige Sein in Stein, nicht genug des Spott, belegte Baal die steinernen Krieger mit einem der stärksten Zauber.
Sollte je ein Wesen es wagen den Gipfel des Arreat zu betreten, mussten diese drei Steinernen erwachen, und mit ihren Waffen den Tolldreisten bezwingen, auf das der Eingang zu seinem, Baals Reich gesichert sei.

Ich kann mir keinen vorstellen der besser geeignet ist mein Heim zu schützen, hatte Baal ihren Seelen zugeflüstert, voller Bosheit kichernd. Und da Euch Waffen zuwider, ist das jetzt euer Los.
Erwacht zum Leben wenn jemand die Inschrift der mittigen Säule entziffert, und seid gezwungen mit Arm und mit Stahl mein Reich zu beschützen.

Und die Drei mussten gehorchen.
Jeder, dessen Weg sich zum Gipfel fand, hat es versucht.
Doch kam noch niemals jemand an den Dreien vorbei.
Keiner weiß genau was dort oben geschieht, einzig in größter Not, wenn dem Verzweifelten das Leben zu fliehen droht, hat er die Wahl eines der Portale zu öffnen.“

Qua-Kehk blickte in die Ferne, so als wenn er Erinnerungen beschwor.
„Weißt du junger Iridor, so kannst du dein Leben retten, aber weder kommst du deinem Ziele näher, noch sind die Geister der Nephalem damit befreit.

Ich habe es probiert, ich weiß wovon ich rede“

Und damit war aus Qua-Kehk kein Wort mehr herauszubekommen.
 
Chapter Thirty-seven

Malerisch schmiegte sich die Stadt Harrogath in die Auswüchse des Arreat.
Von hier oben betrachtet wirkte die Feste wie der eingefangene Moment eines kreativen Träumers, welcher zudem äußerst geschickt mit Leinwand und Öl umzugehen verstand.
Inniglicher Friede breitete sich bei dem gebotenen Bild bis ins Innerste des Herzen dar.
Verdrängt wurden die Sorgen und Ängste, welche in Iridor zu sehr gewütet in der letzten Zeit.
Tod und Mord, Blut und Qual.., soweit fort schienen diese nun.

Bedeckt mit dem Blut der Gefallenen, die windenden Schlangen wieder in ihrer Scheide geborgen, stand Iridor auf der Spitze des Arreat und ließ seine Sinne in freiem Lauf den Berg entlang eilen.
Seinem Herzen mochte es unmöglich sein bei diesem Anblick all der Bösartigkeit zu gedenken welche sich inmitten all der felsigen Klüfte verbarg.

Über den Weg der Urahnen hatte sich Iridor bis hierher vorgearbeitet. Die Diener des Dunkel zum Dung der Krume entfremdet, und alle seine Wut und Enttäuschung hinausgeschrieen.
Wie durch Magie fühlte sein Herz sich gezwungen all die Schwermut aus sich heraus zu werfen, all die erlittene Pein abzulegen und den eigenen inneren Fels der Muße zu vergrößern. Je mehr sein Schritt sich dem Gipfel näherte, desto größer wurde der innere Friede, die Füße hoben und senkten sich leichter, und die Gedanken liefen freier und hoffnungsfroher, je weiter sein Weg ihn führte.
Aber nichts hatte Iridor auf den einen Moment vorbereitet.
Den Augenblick in welchem er den Aufgang zum Gipfel durchmaß und das kleine Plateau an der Spitze des Arreat betrat.

Absolute Windstille, nicht das geringste Geräusch. Ringsumher konnten seine Augen das Toben der Winde sehen. Schnee welcher in stürmischen Böen den Gipfel umtoste. Und doch erklang nicht der leiseste Laut auf dem flachen Stück auf welchem er sich wieder fand.

Staunend erblickte Iridor die von Qua-Kehk beschriebene Anordnung der Nephalem.
Ein etwa kniehohes Podest erhob sich kreisrund mittig über den Gipfel. Gut dreißig Schritte messend von Rand zu Rand. Absolut spiegelnd blank polierter weißer Marmor, von solcher Reinheit und Ebenmäßigkeit das es in den Augen schon alleine dadurch zum Staunen kam.

Genau in der Mitte dieses Plateau erhob sich mit gut doppelter Manneshöhe eine granitene Säule besten Materials, grob behauen, wie im Kontrast mit der Reinheit des Bodens.
Gesichter in verschiedenen Größen und Finessen schienen aus dem Stein hervorzuquellen und diesem entfliehen zu wollen. Unendliche Qual sprach aus den steinernen Augen. Aufgerissene Münder brüllten stumm ihre Pein empor, winselten dem Betrachter ihr Schicksal entgegen.

Iridor umrundete langsam die Säule, gut drei Männer hätte es wohl benötigt gemeinsam den Umfang mit ihren Armen erfassen zu können. Und ja…, sein suchendes Auge fand das Gewünschte.
Etwa auf Hüfthöhe sah Iridor eine steinerne Tafel samt Inschrift. Eingebettet inmitten alle der gepeinigten Antlitze, stand das Schicksal jener Drei beschrieben, wegen derer Iridor hierher gekommen war.

Die drei selbst standen am Rande des Marmor. Angeordnet wie die Spitzen eines Dreiecks, schienen die drei steinernen Krieger die Säule zu bewachen.
Und erst die Feinheit derer Züge.
Mit vor Staunen geöffnetem Mund fand sich Iridor zu deren Füßen wieder. Jede der Figuren überragte Iridor um mehr als Kopfeslänge, selbst wenn er die Höhe der Sockel abzog auf denen jeder der Krieger stand.
Jede Feinheit der Kleidung, jede Falte der Haut, eine detailtreue dieser Art hatte sein Auge nie zuvor erblickt.
Es schien als wenn jeder dieser Krieger im nächsten Moment zum Leben erwachen wollte.

Hoch erhoben reckten die Statuen ihre Waffen dem Himmel empor, wie zum Kriegsschrei geöffnet, bellten die aufgerissenen Münder einen tonlosen Schrei hervor.

Iridor hatte sich die Inschrift der Säule genauestens durchgelesen, gehofft das irgendein Rätsel zu lösen es galt. Das ein Geheimnis zu lüften war, welches einen Kampf mit den Steinernen vermied.
Doch egal wie oft sein Auge den Text der Inschrift auch überflog, keine Lücke offenbarte sich seinem Blick.

Wir sind die Geister der Nephalem, der Urahnen.
Wir wurden ausgewählt den einen Fürsten zu bewachen. Nur wenige sind würdig seine Gegenwart zu schauen, und noch weniger würden seinen Anblick überleben.
Doch werdet ihr niemals einen Fuß in sein eigenes Reich setzen, denn zuerst…
…bevor ihr eintretet, müsst ihr uns besiegen.

Und am unteren Ende der steinernen Tafel fand Iridor eine handförmige Mulde vor.
Ganz wie eine menschliche Hand geformt, lud selbige ihn ein seine eigene Hand hineinzubetten.

Doch etwas in seinem Inneren warnte davor.
Erst wollte Iridor diesen seltsamen Ort genauer in Augenschein nehmen, die Krieger genauer zu schauen, vielleicht daraus zu erkennen was genau ihn da erwartete.

Zudem, der absolute Friede welcher über diesem Ort wie eine Aura schwebte hieß Iridor zu warten. Schon lange nicht mehr war sein Herz derart mit Ruhe erfüllt.
Langsam schritt Iridor die drei Krieger ab.
Eingemeißelt in deren Sockel standen Name und Berufung. Ihre Kleidung und Waffen teilten Iridor das weitere mit.

-Korlic der Beschützer- wurde der erste benannt. Eine übermannsgroße Zweihandaxt, von beiden Armen hoch über das eigene, von steinernen schulterlangen Locken umrahmte Antlitz erhoben, verhieß nichts Gutes für jene die einen Streit mit ihm suchten.
Oberschenkeldicke Arme deren Muskeln das Hemd zu sprengen schienen.
Die ganze Gestalt war in eine Rüstung gezwängt, die, wie es schien, die urtümliche Kraft nur mühsam bändigen konnte.

Schüttelnd wand Iridor sich dem Nächsten der Drei zu, dem hier wollte er nichtens bei helllichten Tage gegen sich haben. Ein Treffer mit dieser Riesenaxt mochte Häuser zertrümmern, was sollte ihm da sein Kettenhemd nützen.

- Madawc der Wächter- hieß der zweite. Kurzgeschorenes Haar schaute keck unter einem riesigen Helm hervor. Bizarre Ornamente schmückten die Kopfbedeckung und verhießen nichts Gutes für jene die nicht ihr Heil in schnellem Lauf suchten.
Die Kleidung jedoch schien aus einfachem Leder zu sein. Ohne schwere Platten oder Verstärkungen wirkte der Krieger ungeschützt. Diesem zum Trotz, warf die Figur ihre Arme weit auseinander, ein Prahlen an alle die seinen Weg kreuzen wollten. Wie Spielzeug prangten in dessen Händen zwei kleine Waffen, kaum größer als Iridors Unterarme. In der rechten stak ein winziger Hammer, vielleicht der kleinste den man in einer Schmiede finden mochte. An beiden Seiten platt, mochte Iridor sich jedoch nicht einmal versuchen vorzustellen, welche Schäden ein Treffer damit verursachen konnte. In der linken lugte keck die Schneide einer Einhandaxt hervor. Genauso spielerisch wie der Hammer, strahlte auch diese puren Schmerz aus.
Mit ungutem Gefühl schritt Iridor zu der letzten Figur.

-Talic der Verteidiger- ward jener geheißen. Und dort, wo die beiden ersterer pure Gewalt und urtümliche Kraft verhießen, strahlte diese Figur eine Aura der Besonnenheit und Gewandtheit aus. Rechter Hand prangte ein gut gearbeiteter Einhänder, die Spitze fordernd dem Betrachter entgegengereckt, die Gesichtzüge freundlich gearbeitet, schlich sich dennoch ein höflicher Spott hinein, wie um zu sagen, na komm doch großer Held, greif mich an. Am linken Arm befestigt, zum Schutze gedacht, ein kreisrunder Schild, schwer mit Nieten und Nägeln beschlagen. Eiserne Zierart schien den Rand zu umschlagen um Halt und Sicherheit zu geben. Iridor schätzte die Stärke des Schildes auf doppelte handbreit.

Kopfschüttelnd fragte er sich wie sein Schwert jemals durch solche Verteidigung dringen sollte.


Doch jede weitere Betrachtung blieb ergebnislos. Weder die Inschrift noch die Säule selbst verhießen weiteres. Auch den feingestalteten Zügen der Kriegerstatuen war keinerlei Informationen mehr zu entlocken.

Doch Iridor hatte nicht daran gedacht sofort seine Hand in das Innere der Inschrift zu betten. Zu sehr lockte die Ruhe dieses Ortes.
Zu sehr schmeckte der Genuss dieses friedlichen Ortes.

Und der Ausblick über den Rand des Berges war atemberaubend. Nebelverhangen ließ sich Harrogath tief unten erkennen. Das blutige Vorgebirge, von hier oben so gar nicht blutig und grausam.

Die Gedanken Iridors kehrten an die Anfänge seiner Irrfahrten zurück. Sein kleines Dorf, die Fetische, der Tod Asram´s in seinen Armen. Der Raub Leandras durch diese niederen Kreaturen.
Durch all die Ruhe und den Frieden stahl sich dennoch eine Träne in des Jungen Auge. „Leandra…, Asram.., ich wünschte ihr beide könntet hier an meiner Seite stehen.“

Schweigsam drehte Iridor sich wieder den steinernen Kriegern zu. Sirrend glitten die beiden Schlangen aus ihrer Scheide hervor.
Zum Gruß hob Iridor das Schwert empor, zollte den Drei den nötigen Respekt.

Langsam schritt er aus und hielt auf die Säule in deren Mitte zu.

„So soll es sein“, …flüsternd.
 
So wie versprochen gibts ein :kiss: . (Aber das wird jetzt sicher nicht zur gewohnheit!:D )

Lob:
Die Beschreibung der Nephalem ist dir wirklich gut gelungen.

Kritik:
Der Weg zum Gipfel wird garnicht erwähnt. Damit mein ich jetzt nicht dass man dazu ein ganzes Kapitel schreiben sollte, dass wäre übertrieben, da auf dem weg nichts wirklich spannendes passiert, aber ein kleiner Absatz als übergang wär nicht schlecht.
 
@Zeruel84
:hy:
Weißt du, ich hab den Übergang absichtlich weggelassen, respektive nur kurz den Wandel der Empfindungen beschrieben. Die einzelnen Monstersorten sind auf diesem Weg nicht gar so dolle :D.

Und nach dem Vorspiel in Harrogath mit Qua-Kehk war mir diese Lösung angenehmer.
Zudem ist das alles hier nur die Vorbereitung auf das allmählich näherrückende :confused: Es würde zu leicht fallen sich dann kurz davor in kleineren Dingen zu verzetteln und das Augenmerk abzulenken. Des will ich eher vermeiden.

@alle

ich hoffe die erneute Glut des Feuers sowie die frisch gefüllten Metflaschen verschönern euch die Zeit hier im erlauchten Kreis.

der Tom.
 
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