@ amokhahn: ja, skills on-the-fly auswechseln ist fuer mich nicht n neuer bild, sondern immer der gleiche, also der grundchar.
und meist stört mich halt die truegerische freiheit, denn trotz der unzaehligen varianten, gibt es die ja wohl kaum, ausser man beharrt wirklich auf seinen lieblingsskill und laesst alles andere ausser acht.
wie heisst es so schoen in der mathematik; zwei parallelen kreuzen sich in der unendlichkeit. vielleicht ist es hier ja aehnlich; unendliche varianten immer verfuegbarer skills ergeben genau 1 charbuild und nicht die truegerische vielfalt.
In der Hinsicht hat Ferisam einfach mal Recht. Vielleicht ist der Begirff Individualität in diesem Fall nur ein Teil der Wahrheit und nicht treffgenau genug, um das Problem der spezialisierungslosen freien Austauschbarkeit zu erfassen. Es geht auch um Erreichbarkeit der Individualität. Wenn das neue Skillsystem so toll und ermutigend und Abwechslungsreich ist, warum machen wir das nicht auch so mit den Items, dass jeder Char zu jeder Zeit alle Items des entsprechenden Levels zur freien Verfügbarkeit hat. Ich ereiche Level 60 und kann mir alle Items, die es irgendwo zu finden gibt, einfach so nehmen (ohne Itemsuche oder Gold, einfach umsonst) und meinen Char so zusammenbauen wie ich will. Ist das Individuell? Das schon. Aber ist es anspruchsvoll diese Individualität zu erreichen? Nein.
Kann man behaupten, man hat irgendeine besondere Form des Aufwendas gehabt, um die Individualität zu erzielen? Hat man irgendeinen einen Reiz Monster zu töten oder andere Elemente des Spiels zu nutzen, um die Items zu erlangen? Nö.
Es ist doch gerade der Ansporn und die Motivation sein persönliches Individualisierungziel zu erreichen, der einem zum Spielen antreibt. Hat man seine persönliche Lieblingskombo (Skills oder Items) zusammen, dann wird sie schnell langweilig. Der Weg zum Ziel ist die Herausforderung und das Spannende. Ohne diese Freude über das Meistern eines schwierigen Weges ist das Erreichen des Zieles absolut öde. Das gilt eben auch für ein Skillsystem. Man muss den Spielern die Möglichkeit geben auch den Weg zu ihrer Lieblingsskillkombination spannend und anspuchsvoll zu machen, in dem man sie vor eine Herausforderung stellt. Das Runensystem ist ein Teil davon, aber es ist keine Ausrede zu sagen, dass Runensystem kann dies ersetzen, vor allem dann nicht, wenn ich Runen genau so austauschen kann. Außerdem droppen Runen nach Zufall. Ein Skillsystem mit Spezialsierung wäre für den Spieler besser planbar und es wäre ein zusätzlicher Anreiz, der das an sich gute Runensystem ergänzt.
Genau da sollte Blizzard einfach die elegante Verknüpfung der aktuellen Flexibilität mit einer zusätzlichen Spezialisierung meistern. Das Spiel muss richtigerweise dem Aspekt der Skillfehler und des Probierens, aber auch dem des Anspron genügen. Mit sofortig immer gleichstarken austauschbaren Skills geht nur das erste.
Da braucht mir niemand zu erzählen, dass man ja ständig situationsbedingt Skills wechseln muss. Es gibt unter den Skills viele Überschneidunguen und kein muss. Da kann man auch mit den 6 ausgewählten Skills eine starke Kombo haben, die allgemeintauglich und immer effektiv ist und bei der man nicht tauschen muss. Viele Fähigkeiten sind sich mit AoE oder Einzelangriffen ähnlich und überschneiden sich nunmal stark und da hat das Skillaustauschen mehr mit Geschmack als mit situationsbdingter Notwendigkeit zu tun. Spätestens, wenn man Level 30 ist und alle Skill nutzen kann. Das kann sich jeder anhand des Skill-Kalkulators oder teilweise auch anhand der Beta-Videos herleiten. Außerdem würde das situationsbedingte Skillwechseln, wenn es dieses denn gäbe, gegen Individualität sprechen, weil die Spieler sehr wahrscheinlich in in vielen Situationen die gleichen Skills nutzen müssten und das wäre wieder Monotonie.
Es ist auch kein Argument zu sagen, dass das Prinzip "Learning by doing" irgendwo schlecht umgesetzt wurde. Wenn die Anwendung des SKills und der Effekt auf sich oder die Gegner gleichzeitig berücksichtigt werden, dann wird die Anwendung des Skills ohne seine sinngemäe Nutzung nichts bringen. Mit etwas Gehirnschmalz kann man solhe Tücken unterbinden.
In allen anderen Fällen muss man dann noch die Skillbalance hinbekommen, so dass eine eindeutige Spezialisierung auf einen Skill nicht besser als eine Fächerung ist (zum Beispiel wegen kumulativer Wirkungen und sich abschwächender Verbesserung bei einseitiger Spezialisierung).
Hier nochmal mein aktueller Vorschlag im Überblick:
- "Learning by doing Spezialisierung" aufbauend auf dem jetzigen Diablo III-System austauschbarer Fertigkeiten. Missbrauch durch stupides Nutzen wird durch eine Rückkopplung mit der Effizienz des Effektes verhindert. Man wird also weiterhin jederzeit alle Fähigkeiten austauschen und alle anwenden können, jedoch werden oft genutze Fähigkeiten am Anfang schnell und später langsam besser. Es wäre unter Umständen eine große Herausforderung einen Skill um die letzten paar Prozente zu verbessern, so wie es in D2 eben Level 99 war.
- Eine Maximalgrenze für einen spezifisichen Skill und eine andere Maximalgrenze für die Spezialisierungsvorteile aller Skills zusammen. Dann muss man eine Auswahl treffen, kann aber in der Auswahl selbst wieder weitere Prioritäten durch stärkere oder schwächere Skills setzen oder sogar austauschbare Skills (also solche die über die Auswahl von 6 Skills hianusgehen) leicht spezialisieren. Je nach Geschmack
- Ein faires Gleichgewicht zwischen Skillfächerung und Spezialisierung durch eine sich deutlich abschwächende Skillverbersserung bei starken Skills. Maximale Spezialiierung bringt dann vielleicht bei absoluter Konzentration auf einen Skill so um die 50% mehr, als Skills ohne Training. So wäre ein Umschwenken und Antrainieren eines neues Skills keine zu dramatische Schwächung und der neue Skill ließe sich dann am Anfang auch recht schnell auf 10-20% Verbesserung steigern, bevor es hartnäckiger wird.
- "Respec" durch ein Verlernen von bereits gelerten Fähigkeiten, wenn man die maximale Spezialisierungsgrenze trifft. Diese Form des Respecs ist immer möglich aber zeitintensiv. Um flüssiges und gezieltes Umskillen und Verlernen zu ermöglichen können kleine hilfreiche Tools bereitgestellt werden.
PS: Natürlich unterliegen all diese Vorschläge dem Problem eines groben Entwurfes und können nachdem ausgewogen werden.
That's it!
