Activision Blizzard kauft sich von Vivendi frei

Blizzard Diablo 3

Erst vor drei Tagen berichteten wir darüber, dass das Spieleunternehmen Activision Blizzard, das auch die Diablo-Serie entwickelt und vertreibt, seinem französischen Mutterkonzern Vivendi eine Milliardendividende auszahlen sollte. Schnee von gestern: Activision Blizzard kauft für 5,8 Milliarden US-Dollar Anteile am eigenen Unternehmen zurück.

Zusätzlich kauft eine Investmentfirma, die Firmenchef Bobby Kotick und Vorstandsmitglied Brian Kelly persönlich gehört, Anteile für 2,3 Milliarden Dollar von Vivendi. Dem französischen Konzern verbleibt damit eine Minderheitbeteiligung von 12% an der Activision Blizzard – zu wenig, um sich wie geplant an deren vollen Kassen zu bedienen. Ein Verkauf der Tochter sollte Vivendi allerdings auch sehr gelegen kommen, sitzt der Konzern doch auf 17 Milliarden Dollar Schulden.

Damit ist die größte Spielefirma der Welt, die 2008 aus einer Fusion entstand, unabhängig. Es bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung den Spielemarkt nachhaltig verändern wird – und wenn ja, wie. Aus Sicht des Unternehmen selbst ist das freiwillige Aufnehmen von Schulden jedenfalls der Geldentnahme von außen vorzuziehen und Activision Blizzard bleibt auch nach dem Geschäft liquide. Der Börsenkurs von Activision Blizzard ist seit Handelsbeginn vor etwas über einer Stunde bereits um über 14% gestiegen.

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