Mike Morhaime im Interview mit GamesIndustries.biz

Mike Morhaime, Präsident und Mitbegründer von Blizzard Entertainment, gab der Website GamesIndustries.biz ein langes Interview, welches wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Um das komplette Interview lesen zu können, braucht man dort allerdings einen Account. Aus diesem Grund haben wir den wichtigen Teil des Interviews für euch herausgefiltert:

Frage: Wie Sie anfangs schon angedeutet haben, wird World of WarCraft ein zukünftiger Konkurrent für Diablo 3 sein und Sie sind besorgt, dass sich die Spieler zwischen einem der beiden Spiele entscheiden müssen. Also machten Sie das Angebot, beim Abschluss eines World of WarCraft Jahresabonnements bekommen die Käufer Diablo 3 gratis dazu – das ist ein größzügiges Angebot, aber ist es nicht auch eine Taktik um die World of WarCraft Abonnements vor Diablo 3 zu beschützen?

Mike Morhaime: Naja, natürlich würde ich lügen wenn ich sagte, das wäre nicht der Fall. Aber aus unserer Perspektive betrachtet, denke ich nicht, dass wir Leute brauchen die alles kaufen. Wissen Sie, wenn jemand World of WarCraft abonniert sind wir total glücklich und ich kann nachts beruhigt schlafen, wenn sie World of WarCraft und Diablo 3 als Teil ihres Abos spielen. Ich denke das ist ein großartiges Geschäft.

Frage: Kommen wir zum Battle.net. Sie haben kürzlich das Auktionshaus mit Echtgeld für Diablo 3 angekündigt und jetzt ist Arcade für StarCraft II im Gespräch. Sehen Sie Features wie diese als nötigen Teil des Game Designs und des Geschäftsmodells der Zukunft an?

Mike Morhaime: Ja das tue ich. Wir versuchen wirklich das zu integrieren…Aber es sind verschiedene Dinge, selbst wenn es eine Technologie gäbe, die wir in beiden Spielen nutzen könnten. Aber wenn Sie sich Diablo 3 anschauen, ist das wirklich alles was das Spiel braucht um sein volles Potential zu erzielen? Und ein großer Teil von Diablo 3 ist der Handel mit Gegenständen, das Finden von wertvollen Items und die Möglichkeit, Items gegen andere zu tauschen, die für einen selbst wertvoll sind… Wir werden sehen wohin das führt, es ist definitiv etwas neues für uns; ich denke es ist etwas neues, was noch keiner vor uns so gemacht hat. Aber wir sind deswegen sehr gespannt und wir haben im großen und ganzen sehr positives Feedback von den Spielern bekommen.

Das Minispiel entstand aus der Idee, dass wir diese großartige Map- und Modding Fangemeinde haben… Die gleichen Tools die wir benutzt haben, um die Kampagne im Spiel zu erstellen, haben wir den Fans gegeben und sie haben wirklich aufregende Sachen damit gemacht. Aber stellen Sie sich die Ergebnisse vor, die entstehen würden, wenn es einen Marktplatz gäbe, auf dem die Spieler ihre Kreationen an andere Spieler verkaufen könnten. Stellen Sie sich vor, wie sehr sie das motivieren würde, mehr aus der Engine herauszuholen und sich zusätzlichen Ressourcen zu widmen…

Wir befassten uns mit dem iTunes App Store und wie er von Grund auf unser Verhalten verändert hat; sowas hätte Apple nie durch sein eigenes Potenzial geschafft. Und, Sie wissen, unser Ziel ist es, diese Bemühungen auch auf StarCraft II zu übertragen.

Wie nicht anders zu erwarten, plant Blizzard wieder Großes für die Zukunft. Und nach diesem Interview mag man direkt glauben, dass Blizzard alles kann, was sie sich vornehmen. Es gab im Vorfeld viel Kritik an Diablo 3; mit dem Start der Beta ist viel davon verschwunden. Ob das ein weiterer Beweis dafür ist, dass Blizzard eine Marke ist mit der man rechnen muss?